Brexit verschoben – Bitcoin-Kurs steigt

Brexit erneut verschoben – was sagt der Bitcoin-Kurs dazu?

Der Brexit ist erneut verschoben, der Bitcoin-Kurs reagiert positiv und die Briten kaufen weiter. Die ersten Nachrichten über einen möglichen Ausstieg Großbritanniens aus der Europäischen Union waren kaum gedruckt, da freute sich vor allem der Bitcoin Kurs. Die Briten deckten sich offensichtlich mit der digitalen Währung ein. Zahlreiche britische Bitcoin Börsen waren mit der fünffache Menge an Trades beschäftigt. Dem deutschen DAX taten die Pläne unserer nördlichen Nachbarn allerdings nicht besonders gut. Er fiel teilweise auf ein Minus von 7%. Auf Charts in Echtzeit sieht man die Veränderungen beim Bitcoin-Kurs in den letzten Wochen und Monaten besonders gut. Kurz vor dem Austritt gibt es nicht weiterhin politische Wirren in Großbritannien, die tagtäglich unseren Nachrichtenkanal fluten. Aber was macht der Bitcoin-Kurs währenddessen? Wie steht es um die Kursprognose nach der neuerlichen Verschiebung?

Der Bitcoin-Kurs reagiert positiv auf die Brexit-Verschiebung

Klar ist, dass die Briten auf die sichere und dezentral verwaltete Währung stehen. Gerade in wirtschaftlich brisanten Zeiten und unsicheren politischen Geschehnissen ist der Bitcoin ein sicherer Hafen für die krisengebeutelten Briten. Auch in der Vergangenheit führten politische Unruhen und Spannungen zu einem Anstieg des Bitcoin-Kurses. Bereits bei der ersten Verkündung über einen möglichen Austritt aus der EU stieg er um 15% an. Mögliche Gründe sind vor allem die Tatsache, dass sich der Bitcoin schnell weltweit kaufen und verkaufen lässt. Die als „digitales Gold“ bezeichnete Kryptowährung ist eine Möglichkeit, sich vor finanziellen Verlusten durch den Austritt aus der Europäischen Union zu schützen.

Das sichere Aufbewahren von Werten und Vermögen gehört zu den klassischen Reaktionen am Finanzmarkt, wann immer es irgendwo am Markt Ungewissheiten gibt. Die Auswirkungen des erhöhten Kurses und die damit verbundene gestiegene Nachfrage sind auch an den Experten der UK-Finanzinstitute derweil nicht ungehört vorbeigezogen. Fast gleichzeitig haben sie die Gebühren erhöht und dies zum Teil drastisch, wie der Zahlungsdienstleister TransferWise in einer Studie berichtet. Innerhalb der letzten drei Monate stieg beispielsweise die Gebühr für eine Transaktion von 1.000 Euro nach Großbritannien um bis zu 25%.

Kryptowährungsmarkt auch in Brexit-Zeiten nicht reguliert

Während größere Finanzdienstleister im Falle eines uneingeschränkten Brexit durch Sicherheitsvorkehrungen auf dem EU-Markt verbleiben können, ist die Kryptowährungsbranche nahezu ohne Regulierung durch die britische Financial Conduct Authority FCA. Während nun etwas Zeit gewonnen wurde, können sich die Menschen weiter nach sicheren Häfen außerhalb von FIAT-Währungen umsehen. Klar ist aber auch, dass sich britische Finanzaufsichtsbehörde neue Regeln für Krypto Anlagen und Peer-to-Peer-Kredite vorbereitet. Dafür soll das Global Financial Innovation Network vorangebracht werden, das im Februar diesen Jahres gegründet wurde. Damit sollen die britischen Fintech-Unternehmen bei grenzüberschreitenden Lösungen unterstützt werden, aber auch das digitale Meldewesen eingerichtet werden. Anleger dürften hier aber noch entspannt bleiben, denn bisher ist außer diesen Ankündigungen nicht viel passiert zu diesem Thema.

Bitcoin könnte Krisenwährung für die Briten werden

Ein Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union ist immer noch nicht vom Tisch. Mit oder ohne Deal, mit Boris Johnson oder ohne ihn, – die Zukunft in Großbritannien ist noch immer sehr unsicher. Der Bitcoin könnte sich in diesen Zeiten aber durchaus als nützlich erweisen, denn laut Analysen von Google-Suchanfragen wurde nach der Übernahme von Boris Johnson ein dramatischer Anstieg der Suche nach dem Wort „Bitcoin“ festgestellt. Die Handelsbeziehungen mit Europa dürften sich für die Briten jedenfalls bei einem Austritt erheblich von den bisherigen unterscheiden. Die Instabilität bietet auf der einen Seite eine gute Phase für Assets wie den Bitcoin. Immun gegen den Inflationsdruck wollen offensichtlich viele Briten die Währung als Mittel zum Erhalt ihres Reichtums nutzen. Auch wenn derzeit noch einiges spekulativ ist und die Frist um drei Monate verschoben wurde, dürfte sich der Brexit auf den globalen Kryptowährungsmarkt auswirken.

Bitcoin-Kurs Kursschwankungen gewöhnt – Briten investieren weiter

Der britische Finanzdienstleister Cryptomate beispielsweise bedient derzeit auf seiner Plattform rund 11.20 Kunden und hat Transaktionen im Wert von über 14,4 Millionen britischen Pfund ausgeführt. (Rund 18,70 Millionen US-Dollar). Per Sofortüberweisung können die britischen Benutzer die Kryptowährung erwerben. Der Bitcoin soll Experten zufolge nach dem Brexit noch einmal deutlich zulegen, denn Bitcoin und Co. gelten inzwischen auch als Krisenwährung und werden deshalb häufig mit Gold verglichen. Doch der Bitcoin-Kurs ist schwer zu prognostizieren und bekanntermaßen ausgesprochen volatil. Anleger sind heftige Kursschwankungen beim Bitcoin gewöhnt und fast die Hälfte der Nutzer bei der Plattform E-Toro, wie auch in anderen bekannten Krypto Börsen, investieren im zweiten Schritt in andere Vermögenswert. Der Bitcoin wird also kein Allheilmittel und Garant für Wertbeständigkeit sein, doch dem Brexit, – egal ob er nun kommt oder nicht, – kann er gelassen entgegensehen.

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