Blokverse: Lösung für digitale Bildungsnachweise

Eine gute und passende Jobbewerbung zu verfassen, ist oft gar nicht so einfach. Eine Hürde dabei ist die Zusammenstellung der eigenen Bildungsnachweise. Da sie selten digital vorhanden sind, müssen die Zeugnisse eingescannt oder vom Notar beglaubigt werden. Diesem mühsamen Vorgehen will das Start Up Blokverse, ein Tochterunternehmen der Schweizer Netcetera Abhilfe schaffen. Denn mittels Distributed-Ledger-Technologie (DLT) sollen Bildungsnachweise bald manipulationssicher digital ausgestellt werden können.

 

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Blokverse @blokverse.com

 

Was kann Blokverse?

Blokverse richtet sich an Absolventen und Auszubildende, Bildungseinrichtungen aller Art und Arbeitgeber. Das Start Up will in einigen Monaten die Plattform Attainr auf dem Markt einführen. Nach Angaben von Blokverse soll Folgendes vereinfacht werden:

  • Ausstellung von digitalen Zeugnissen
  • Überprüfung von digitalen Zeugnissen
  • Verwaltung von digitalen Zeugnissen

Ein weiterer Vorteil der Plattform ist, dass die digitalen Zeugnisse nicht nur den beteiligten Personen zur Verfügung stehen, sondern bei Bedarf auch anderen, nicht an der Transaktion beteiligten Personen, fälschungssicher zugänglich gemacht werden können. Für Absolventen und Auszubildende liegt der Vorteil darin, dass sie immer eine kompakte Übersicht über die eigenen Abschlüsse haben. Letzeres fügt sich zudem sehr gut in die Philiosphie vom lebenslangen Lernen ein.

Blokverse richtet sich an Absolventen und Auszubildende, Bildungseinrichtungen aller Art und Arbeitgeber

 

Wie funktioniert die Lösung?

Die Basis von Blokverse bzw. von der Plattform Attainr ist die Distributed-Ledger-Technologie (DLT). Zu DLT wird u.a. auch die Blockchain-Technologie gezählt. Auf der Plattform sollen die verschiedenen Herausforderungen im Bereich der Bildung mit den Möglichkeiten der DLT verknüpft werden. Dazu gehören zum Beispiel auf Seiten der Bildung Unveränderbarkeit und Überprüfbarkeit und auf Seiten der DLT die dezentrale Verwaltung. Das Ziel von Blokverse ist, eine flexible Plattform anzubieten, die auch in unterschiedlichen Settings funktioniert, so Igor Simjanoski, Mitbegründer und CTO von Blokverse. Das Potential der Plattform liegt in der Bearbeitung, der Authentifizierung und der Validierung der einzelnen Transaktionen, so Simjanoski weiter.

Das Ziel von Blokverse ist, eine flexible Plattform anzubieten, die auch in unterschiedlichen Settings funktioniert  @Igor Simjanoski, Mitbegründer und CTO von Blokverse

 

Vorteile für den europäischen Bildungsraum

Aus Sicht der Europäischen Kommission – die sich bereits mit der neuen Technologie beschäftigt – gibt es aber weitere Einsatzmöglichkeiten der DLT, die über die Ausstellung und Prüfung von Ausbildungsnachweisen weit hinaus gehen. So könnte auch die Verwaltung von geistigem Eigentum oder die Studienfinanzierung vereinfacht werden. Ebenso sind Anwendungen im Datenmanagement vorstellbar.

Die Blockchain-Technologie kann aber auch dabei helfen, den Europäischen Hochschulraum zu vereinigen. Denn gerade im Bereich der Ausstellung von Studienabschlüssen gibt es noch viele Unterschiede zwischen den einzelnen Mitgliedstaaten. Oft wird der Studienabschluss nur in einem Zusatzblatt zum Diplom beschrieben. Mit der Blockchain-Technologie könnte dieses Problem einfach gelöst werden, da unterschiedliche Datenquellen integriert werden können, meinen Alexander Grech und Anthony F. Camilleri vom Joint Research Center (JCR) der Europäischen Kommission.

 

 

Wer steckt hinter dem StartUp?

Der Spin-Off Blokverse ist ein Start Up der Netcetera Group Company mit Sitz in Zürich. Das Start Up wurde gegründet, um die Plattform Attainr auf den Markt zu bringen. Der Hauptsitz von Blokverse befindet sich in Skopje in Mazedonien, welcher einer der internationalen Standorte der Netcetera Gruppe ist. Zu den Gründern des Strat Ups gehören u.a. die Brüder Simjanoski. CEO des Unternehmens ist Vladimir Simjanoski, CTO sein Bruder Igor.