Blockchain-Technologie kann den Fußball-Transfermarkt revolutionieren

Im Jahr 2015 verdeutlichte der Fall des Manchester United Torwarts David De Gea die Grenzen der manuellen Vertragsabwicklung, denn der Transfer des Torwarts zu Real Madrid scheiterte aufgrund zu spät eingereichter Unterlagen. Der Einsatz der Blockchain-Technologie im Transfermarkt könnte vergleichbare Fälle in Zukunft verhindern.

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Fussball und Transfermarkt @wikimedia.org

Der Einsatz der Blockchain-Technologie im Profifußball

Die Posse um David De Gea sorgte im Jahr 2015 für Aufsehen, denn der Wechsel des spanischen Torwarts zu Real Madrid scheiterte an der Einreichung von Unterlagen. Hätten die Vereine zum damaligen Zeitpunkt auf die Blockchain-Technologie gesetzt, so wäre dieses Problem wohl nie entstanden. Die Profivereine müssen sich bei der Verpflichtung neuer Spieler an harte Richtlinien halten. Werden benötigte Unterlagen zu spät eingereicht, so scheitert das komplette Geschäft.

Mittlerweile hält die Blockchain-Technologie vermehrt Einzug in den Alltag zahlreicher Unternehmen. Aus diesem Grund streben immer mehr Fußballklubs eine Kooperation mit Blockchain-Unternehmen an.

Omar Jackson, der Vorstand von Cryptech World, sieht im Fußballgeschäft ein lukratives Einsatzfeld für eine Blockchain-Implementierung. Vor allem die Kauf- und Verkaufsprozesse bieten Spielraum zur Optimierung. Verhandlungen über einen Wechsel sind oft langwierig, da die Transfersummen, Gehälter und Provisionen bereits im Voraus definiert werden müssen. Aus diesem Grund sind schnelle Datenübermittlungen im Rahmen eines Transfers von besonderer Relevanz. Vor allem der „Deadline Day“, der letzte Transfertag des Transferfensters ist zeitkritisch, denn neben der reinen Übermittlung der fertigen Unterlagen müssen auch sämtliche Daten korrekt verschickt werden.

Die Blockchain-Technologie kann diese Prozesse vereinfachen und schneller, effizienter und kostenoptimiert zu gestalten. Zudem gewährleistet die Blockchain ein hohes Maß an Transparenz. Hiermit werden die Transfersummen der Spieler öffentlich dokumentiert sowie eine Verteilung der einzelnen Zahlungen an die Beteiligten aufgezeigt.

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Paris Saint-Germain @wikimedia.org

Blockchain-Einsatz ab 2020 möglich

Dabei soll der Einsatz der Blockchain-Technologie im Profifußball bereits im Jahr 2020 stattfinden. Laut Omar Jackson könnten zu diesem Zeitpunkt bereits Transfers durch den Blockchain-Einsatz abgewickelt werden. Zusätzlich könnten diese Transfers mithilfe von Kryptowährungen bezahlt werden. Insbesondere im Fußball sind Erfolge von entscheidender Bedeutung für die Vereine, sodass eine Implementierung der Blockchain (Was ist Blockchain?) mit entsprechenden Mehrwerten einhergeht. Neben dem sportlichen Erfolg streben die Vereine auch nach finanziellen Erfolgen, sodass die Blockchain-Technologie zur massiven Senkung der Kosten beitragen kann. Auch die Zeiten zur Abwicklung eines Geschäfts sollen reduziert werden. Inzwischen gibt es viele intensive Gespräche mit der Fußballbranche, wobei diese oftmals intensiv und bilateraler Natur sind.

Unter anderem soll der Einsatz der Blockchain zur Verhinderung von gefälschten Tickets, sowie der Kauf von Tickets für einen späteren Verkauf durch die Distributed Ledger Technologie vermieden werden. Gerade der Weiterverkauf von Tickets sowie die Reduzierung der Kosten in den Bereichen Fußball und Sponsoring gelten als Vorteile.

Jüngst verkündete der Spitzenfußballverein Paris Saint Germain, dass der Verein eine Kooperation mit Socios.com eingegangen ist. Hierbei handelt es sich um eine Plattform mit einer eigenen Kryptowährung, welche eine stärkere Verbindung mit den Endnutzern ermöglichen soll. Durch das Fan Token Offering erhalten Fans des Vereins die Möglichkeit, in den Verein zu investieren. Zusätzlich beinhaltet die Blockchain eine Möglichkeit dar, um neue Vertriebskanäle zu erstellen. Fans können sogar an der „Player-of-the-Month“ -Wahl teilnehmen und maßgeblich beeinflussen.