Blockchain Identity Lab | Erste Blockchain-ID Labor der Welt

Die Edinburgh Napier University (Schottland, England) hat die offizielle Einführung des Blockpass Identity Lab angekündigt – das erste Blockchain-ID Labor der Welt.

Es ist die erste Forschungseinrichtung in Europa, die sich ganz der Erforschung und Entwicklung der Blockchain-Technologie widmen wird. Ziel ist es, verschiedene neue Anwendungsfälle und Methoden für die Technologie zu untersuchen, um diese zum Schutz personenbezogener Daten anzuwenden.

Blockpass Identity Lab – Neue Bemühungen um ein besseres Verständnis der Blockchain-Technologie

Das Labor ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit der Edinburgh Napier University und Blockpass IDN, einer Identitätsanwendungsfirma, die auf Blockchain-Technologie basiert und aus Hongkong stammt.

Die beiden Unternehmen sind eine dreijährige Partnerschaft eingegangen, die auch die Finanzierung des Forschungspersonals, der Blockchain-Umgebung sowie von fünf Doktoranden gewährleistet. Darüber hinaus plant die Einrichtung, sich insbesondere auf einige wichtige Herausforderungen in Bezug auf die Identität zu konzentrieren sowie neue Dateninfrastrukturen zu schaffen, die die Rechte und den Datenschutz der Nutzer respektieren.

Kate Forbes, die schottische Ministerin für digitale Wirtschaft, kommentierte die Entwicklung mit den Worten, dass dies ein aufregender Schritt sei, zumal die neue Technologie einen viel besseren Schutz personenbezogener Daten im Internet bieten könne.

Diese schützt nicht nur Daten vor Hackern, Betrügern und anderen Cyberkriminellen, sondern setzt auch die innovative Tradition von John Napier fort – einem Mathematiker, nach dem die Universität benannt wurde.

Der Start des Labors wurde bereits im April 2018 angekündigt. Es kam als Reaktion auf zahlreiche Datenschutzverletzungen und ähnliche Skandale, die auf das Risiko der Speicherung von Daten an zentralen Orten hingewiesen haben. Dank des neuen Labors können solche Risiken nun durch eine gründliche Erforschung der Blockchain und ihrer Fähigkeiten reduziert werden.

Datenverstöße nehmen weltweit zu

US-Unternehmen haben mit dem Problem von Datenschutz-Verletzungen sehr häufig zu kämpfen. Mit der Zeit scheinen die Angriffe auf ungesicherte Datenbanken immer häufiger zu werden. Dennoch sind auch in Europa ansässige Unternehmen mit dem Thema beschäftigt. Einige Schätzungen behaupten, dass bis zu 17% der Menschen dem Identitätsdiebstahl zum Opfer gefallen sind. Allein die Kosten des Kreditkartenbetrugs wurden 2017 in der EU auf rund 1 Milliarde Pfund (1,3 Milliarden Dollar) geschätzt. Die Blockchain könnte eine perfekte Lösung darstellen.