Bitcoin-Abzocke – Betrüger nutzen die Höhle der Löwen

Die Höhle der Löwen gehört zu den beliebtesten TV-Formaten beim privaten Fernsehsender VOX. Auch Betrüger haben dies erkannt und für sich genutzt. Mit der Höhle des Löwen Bitcoin-Abzocke machen sich Betrüger den Hype um das Format zunutze und sprechen somit unerfahrene Anleger an. Bereits im Voraus möchten wir anmerken, dass es sich hierbei um eine Masche handelt, die hohe Renditen bei einem vergleichsweise geringen Risiko verspricht. Wer wirklich am Bitcoin-Kurs partizipieren möchte, sollte stattdessen direkt in die beliebte Kryptowährung investieren.

Professioneller Betrug mit gutem Namen

Das aktuelle Niedrigzinsumfeld ist für Sparer eine regelrechte Belastung, denn die niedrigen Rekordzinsen vernichten die Spareinlagen der Deutschen. Dementsprechend groß ist das Interesse an alternativen Anlageformen. Eben jene Bestrebung nutzen auch Scams aus dem Blockchain-Bereich.

Jüngst machte beispielsweise „Bitcointrader“ mit aggressiver Werbung auf sich aufmerksam. Doch auch andere Dienste setzen auf vergleichbare Ansätze, um Investoren zu gewinnen. Dabei schalten diese Scam-Unternehmen Werbeanzeigen auf Webseiten oder in den sozialen Medien und zeigen darauf die Juroren der Höhle der Löwen.

Kurzum handelt es sich bei der Höhle der Löwen um eine Sendung, bei der fünf deutsche Investoren Beteiligungen an Start-ups übernehmen. Die Gründer und Inhaber der Unternehmen versuchen sich durch die Vorstellung des Geschäftsmodells die Gunst der Juroren und somit einen Deal zu gewinnen. Dabei gilt, dass nur überzeugende Geschäftsmodelle eine Chance auf einen Deal mit einem „Löwen“ haben. Allerdings profitieren die Teilnehmer auch stark von der Reichweite des Formats, sodass sich Millionen Interessenten adressieren lassen.

Bitcoin-Abzocke nutzt die Reichweite der TV-Sendung

Auch ein Scheitern – die Start-ups erhalten keine Finanzierung – geht mit einer hohen Chance einher. So können die Gründer ihre Idee vor einem Millionenpublikum vorstellen. Oftmals endet eine solche Vorstellung in hohen Bestellzahlen, denn der Markt erwartet wirklich gute Produkte.

Eben jene Psychologie der Marktteilnehmer machen sich auch die betrügerischen Dienste zu Nutze. Bei der Bitcoin-Abzocke werben die Scam-Unternehmen mit der enormen Reichweite der Sendung. Beim Surfen treffen die Nutzer auf Werbebanner, welche die Juroren – im Regelfall sind es Judith Williams und Frank Thelen – der Sendung zeigen. Insbesondere Thelen gilt als Sympathisant technologischer Produkte, sodass er in der Vergangenheit bereits mehrfach in digitale Finanz-Services investierte.

Der Markt assoziiert Thelen mit Qualität. Außerdem ist die Masche der Scams ziemlich clever, denn statt einer direkten Weiterleitung auf die Homepage der Scams landen die Betroffenen auf einer scheinbar seriösen Nachrichtenseite – etwa „Die Zeit“.

Bitcoin Scam lockt mit hohem Renditeversprechen

Selbstredend handelt es sich hierbei nicht wirklich um die Homepage der renommierten Zeitung, sondern um eine nachgebaute Website. Einzig die Domain weicht vom Original ab – für den Laien ist dies auf den ersten Blick nur schwer zu erkennen.

Sobald die Interessenten auf der Seite landen, beginnen diese den Beitrag zu lesen. Hierbei wird auf eine geniale Geschäftsidee und einen hohen Deal, der während der Sendung stattfand, verwiesen. Vor allem die Vorstellung des Services soll Vertrauen wecken, die Leser sollen Interesse am Produkt entwickeln. Die Werbung impliziert bereits, dass das Produkt wirklich gut sein soll. Auch die Plattform soll den Anforderungen von Laien genügen und durch automatisierte Bitcoin-Investitionen ein Vermögen verdienen.

Immerhin haben in der Vergangenheit bereits einige Investoren grandiose Rendite durch Bitcoin erzielt. So konnten aus wenigen hundert Euro schnell große Vermögen entstehen. Services wie Bitcointrader oder Bitcoin Era versprechen eine schnelle Einarbeitung und hohe Renditen. Die notwendigen Trades führen erfahrene Trader durch, die tief in der Materie stecken. Auch die Journalisten der Zeitung zeigen sich begeistert und sprechen sich für die Geschäftsidee aus.

Bitcoin-Abzocke basiert auf gefälschten Zitaten

Außerdem untermalen die Betrüger mit Zitaten der Juroren den Mehrwert des Services. Jeder Juror zeigt sich hierbei begeistert von der Idee – schlussendlich mündet die Werbung in einem scheinbaren Investment. Oftmals soll sogar Frank Thelen in das Produkt investieren – dieser hat immerhin die meiste Erfahrung im Bereich der FinTechs. Für unwissende Interessenten entsteht der Eindruck, dass ein solches Investment eine sichere Bank für die Geldanlage sei, immerhin verfügen die Löwen über hohe Vermögenswerte.

Anschließend sollen die Leser das Unternehmen kennenlernen und über einen Link zur Homepage des Anbieters gelangen. Dabei wirkt auch die Landingpage sehr seriös und hebt die eigenen Services hervor. Auf der Website erfahren die Nutzer mehr über Bitcoin. Außerdem gibt es zahlreiche Erfolgsgeschichten zum Lesen. Die Rezensionen von scheinbaren Nutzern verdeutlichen den reibungslosen Ablauf und die Einfachheit des gesamten Systems.

Des Weiteren gehen die Betrüger auch auf die Risiken eines Investments ein. Es wird sogar darauf hingewiesen, dass sich ein Gewinn nicht garantieren lässt. Nichtsdestotrotz suggerieren die Anbieter ein vergleichsweise geringes Risiko.Illustration von einer Bitcoin, Ethereum und Litecoin Münze.

Nutzerdaten sind das Ziel der Bitcoin-Abzocke

Das aufgebaute Vertrauen soll vor allem eins bewirken: Die Nutzer sollen sich registrieren. Nach der Registrierung folgen Spam-Mails und Anrufe, denn die potenziellen Investoren sollen endlich Geld in die Plattform einzahlen. Die Einzahlung ist einfach gestaltet, allerdings verzichten die Anbieter auf PayPal. Allerdings ist dies nicht verwunderlich, denn PayPal unterstützt die Kunden beim Zurückholen des investierten Geldes.

Sollten die Kunden investieren, haben die Betrüger ihr Ziel erreicht. Das Geld sehen die Betroffenen nicht mehr wieder. Zahlreiche Berichte belegen, dass die Betroffenen kein Geld gesehen haben. Andere Berichte sprechen sich wiederum für den Service aus – hierbei handelt es sich mit einer hohen Wahrscheinlichkeit um Fälschungen.

Vorerst besteht jedoch nur wenig Grund zur Sorge, denn auf der Plattform weisen die Betrüger Gewinne aus. Somit vermuten die Betroffen nicht, dass es sich um Fälschungen handelt. Lediglich im Falle der Auszahlung stoßen die Anleger auf die bittere Wahrheit, denn nach wenigen Stunden sind alle Einlagen verschwunden. Nun folgen erneute Anrufe und Aufforderungen zur Einzahlung weiteren Kapitals.

Keine Deals bei der Höhle des Löwen

Nur findige Leser merken bei der genaueren Betrachtung der Homepage, dass es sich um eine Fälschung handelt. Normalerweise verwenden die Start-ups das Logo der Höhle der Löwen. Dies dürfen nur Unternehmen, die auch eine Finanzierung erhalten haben. Dementsprechend dürfen die Betrüger das Logo nicht für den Webauftritt des Bitcoin Scams verwenden. Auch VOX bestätigte mehrfach, dass es entsprechende Deals nie gab.

Außerdem hat der Sender bereits rechtliche Schritte eingeleitet und Internetnutzer vor diesem Scam gewarnt. Auch Carsten Maschmeyer – dieser soll angeblich 2,5 Millionen Euro investiert haben – dementiert dieses Investment in einer öffentlichen Pressemitteilung. Die Betrüger haben sogar ein Video erstellt, in welchem Maschmeyer aktiv für das Produkt wirbt. Ein genauer Blick auf das Videomaterial verdeutlicht, dass es sich auch hierbei um eine Fälschung handelt. Insbesondere der angebliche Gewinner der Förderung ist in diesem Video nicht zu sehen.

Wie sich Anleger vor der Bitcoin-Abzocke schützen können

Die rechtlichen Schritte gegen die Betrüger sind bereits eingeleitet. Nichtsdestotrotz existieren weiterhin entsprechende Websites, sodass wir hier einige Möglichkeiten zum persönlichen Schutz vorstellen wollen. Sollte man einem Werbelink zu einem entsprechenden Service folgen, kann man einige Prüfungen vornehmen und somit den Bitcoin Scam identifizieren.

  1. Existiert ein Logo von der Höhle des Löwen? Falls nicht, dann handelt es sich wahrscheinlich um einen Scam, denn das Logo ist geschützt und besitzt eine hohe Marketingwirkung. Außerdem sollte wenigstens der Name sowie ein Foto der Gründer / Unternehmen auftauchen.
  2. Die Domain der Zeitung überprüfen. Handelt es sich hierbei tatsächlich um die Bild, Zeit oder Welt? Ist das Design identisch oder gibt es Abweichungen? Diese einfache Prüfung schützt vor dem potenziellen Scam.
  3. Das Impressum auf die Anschrift und den Ansprechpartner prüfen. Vor allem seriöse Firmen stellen hier Telefonnummern und weitere Kontaktmöglichkeiten zur Verfügung. Fehlen diese Informationen sollte man die Seite sofort verlassen.
  4. Einzahlungen bei unbekannten Unternehmen ausschließlich über PayPal tätigen. Einerseits sind diese Zahlungen recht bequem. Allerdings geht es hierbei vor allem um die persönliche Sicherheit. Außerdem gelangen die Betrüger somit nicht an die persönlichen Daten.
  5. Erfahrungsberichte lesen und kritisch hinterfragen. Sind die Erfahrungen zu einseitig und positiv, handelt es sich womöglich um einen Scam. Keine Firma, auch nicht Apple, Tesla oder Amazon, erhält kontinuierlich positive Rezensionen.

Fazit: Bitcoin-Abzocke durch die Höhle der Löwen

Die Höhle der Löwen ist ein Erfolgsformat im deutschen Fernsehen und dementsprechend interessant für Betrüger. Vor allem die Masche der Bitcoin-Abzocke hat bereits einige Investoren um ihr investiertes Kapital gebracht. Dementsprechend empfehlen wir eine genaue Prüfung der Anbieter.

Außerdem sollten Anleger vor allem sogenannten Bitcoin Robots skeptisch gegenübertreten. Zahlreiche Trading Bots versprechen eine hohe Rendite bei einem geringem Risiko – oftmals ist das Geld komplett weg.

Ich persönlich setze bei meinen Anlagen auf physische Investments in Bitcoin. Hierfür nutze ich den Krypto-Broker Coinbase . Auch Investments per eToro oder Plus500 sind möglich und ermöglichen eine Partizipation am Bitcoin-Kurs. Mehr über das Investieren in Bitcoin erfahren Sie hier. Allerdings geht die Geldanlage im Krypto-Sektor auch mit einem hohen Risiko einher, sodass ein breit diversifiziertes Portfolio empfehlenswert ist.

Kommentare
  1. Habe ich genauso kennengelernt. Nur das ich kein Geld eingezahlt habe. Die Anrufe wurden darauf hin häufiger und aggressiver. Bis hin zu Beschimpfungen und Beleidigungen. Habe etliche Telefonnummern sperren müssen, da diese Hyänen mit mehreren Nummern arbeiten. Was hilfreich war, dass die Nummern nicht aus Deutschland waren, das hat die Sache erleichtert. Habe jetzt einen seriösen Broker gefunden und bin super zufrieden. Kapital in 3 Wochen verdoppelt. Ohne Stress und Druck.

  2. Hallo und vielen Dank für deinen Kommentar. GCGInternational hatten wir bisher noch nicht auf dem Schirm, werden hier in Zukunft aber gerne mal etwas analysieren und dann hoffen, einige Nutzer vor einem weiteren Betrug warnen zu können. Allerdings liest sich das Projekt bereits bei Google nicht sonderlich positiv.

    Viele Grüße
    Sebastian

  3. Eine weitere Betrugsfirma ist GCGInternational. Ziel der dort tätigen “Broker” ist es, den Leuten Geld abzunehmen. Kein Trick ist pervers genug. Immer unter der Vorgabe, wir holen natürlich ihr Geld zurück. Die letzte Abzocke geschieht dann wenn die Investition und Gewinne ausgezahlt werden sollen. Dann soll man erst noch einmal 10% der Gesamtsumme überweisen, um sein Geld innerhalb von 72 Stunden zu erhalten. Aber man mauss natürlich erst die 10% überweisen, anders funktioniert es angeblich nicht. Wie sicher das ist, wird jeder erfahren, der den Betrügern schon bisher Geld überweisen hat. Sein Geld sieht man nicht wieder.
    Etwas “Positives” muss man natürlich sagen, die “Broker”, ob sie sich hinter den Namen Lukas Dorn, Thomas Radler oder Eva Schiffer verbergen sind sehr gut geschult und skrupellos.

  4. hallo Leute ich habe mir das vidio von den löwen angeschaut war begeistert habe mich angemeldet und zwei minuten später kam schon der anruf von einer firma Roimax habe mich mit dem mitarbeiter unterhalten darüber sollte 250 Euro gleich einzahlen immer langsam so schnell nicht er versprach mir wenn ich nicht gewinne bekomme ich mein geld wieder er sagte mir ich muss das geld über die Firma Klarna überweisen sie arbeiten sehr eng mit klarna zusammen da hab ich mir gedacht ruf doch mal bei klarna an der mitarbeiter bei klarna war sehr nett und sagte mir er kennt keine firma mit dem namen Roimax und war ich zufrieden also betrüger dann habe ich mir den beitrag von der verbraucherzentrale angeschaut also lasst die finger von diesen betrügern passt auf euch auf

  5. Vorsicht vor “Royalcbank”, “Grandefex”, “Herdos” und “Tradergy”. Hier handelt es sich um Betrüger oder nicht ausgebildete “Laien”. Dort wird nicht für den Kunden gearbeitet.und Geld verbrannt.

  6. Ich finde es unverantwortlich die Betrüger mit Bitcoins zu unterstützen. Mir als Rentner wurden mit Hilfe der Löwen 250€ aus der Tasche gezogen. Auch nach vielen Mühen habe ich mein Geld nicht zurück

  7. Wealth Capital mit Sitz in Zürich ist ein Abzocker und prellt die Kunden um ihr Geld, Daniel Braun und Benjamin Müller- Vorsicht!!!

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