Bank of America: Bitcoin und Kryptowährungen können nicht mehr ignoriert werden

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Die Bank of America hat einen Bericht veröffentlicht, der den aktuellen Stand und die Perspektiven der Kryptowährungsbranche analysiert. Drei Monate nach der Gründung einer speziellen Krypto-Gruppe kann die BofA erste Ergebnisse präsentieren. Hauptfazit der Analyse ist, dass Kryptowährungen, insbesondere Bitcoin, inzwischen zu groß geworden ist, um sie zu ignorieren.

Die Erkenntnisse kommen ein wenig überraschend, hat doch die Bank of America erst im März 2021 verkündet, dass der kometenhafte Anstieg von BTC auf über 60.000 US-Dollar rein aus spekulativer Sicht passiert ist, als aufgrund der dahinterliegenden Technologie.

Kryptowährungen, DeFi und NFTs haben Potenzial

Die Bank of America hat am 4. Oktober 2021 ihren Bericht „Digital Assets Primer: Only the first inning“ veröffentlicht. Die dahinterliegende Forschung und Analyse des gegenwärtigen Zustands der Blockchain-Industrie, angefangen von Kryptowährungen über DeFi bis hin zu NFTs stand unter der Leitung von Alkesh Shah, Leiter der Global Cryptocurrency and Digital Asset Strategy, bei BofA.

In dem Bericht heißt es, dass die unterschiedlichen Industriezweige der Kryptowährungen und dezentralisierten Finanzdienstleistungen so immens gewachsen sind, dass sie „zu groß sind, um sie zu ignorieren“.

Das Forscherteam von BofA stellte fest, dass weltweit fast 221 Millionen Nutzer Kryptowährungen getauscht oder einen DeFi-Dienst genutzt haben, mit stetigem Wachstum. Auch die zunehmende Beteiligung institutioneller Anleger ist ein klares Indiz dafür, dass Kryptowährungen weit mehr sind als ein vorübergehendes Phänomen, das von Kleinanlegern angetrieben wird.

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Ermittelte Zahlen versprühen Optimismus bei der Bank of America

Besonders begeistert waren die Analysten vom DeFi-Sektor. In dem Bericht heben sie hervor, dass das DeFi-Ökosystem in der ersten Jahreshälfte 2021 fast 17 Milliarden US-Dollar an Finanzmitteln von institutionellen Anlegern erhalten hat. Im Vergleichszeitraum des vorhergehenden Jahres betrug der Wert der angelegten Gelder mit 5,5 Milliarden US-Dollar weniger als ein Drittel.

Ähnlich verhält es sich bei Unternehmenszusammenschlüssen und Übernahmen im Krypto-Sektor. Während Firmen in den ersten beiden Quartalen 2020 etwa 940 Millionen US-Dollar aufbrachten, stieg dieser im gleichen Zeitraum 2021 um mehr als das Vierfache auf 4,2 Milliarden US-Dollar an.

In einer offiziellen Pressemitteilung zur Berichtveröffentlichung sagte Alkesh Shah, aufgrund dieser Erkenntnisse, dass es bei Kryptowährungen mehr als nur Bitcoin gibt.

Bitcoin ist wichtig, aber das Ökosystem der digitalen Vermögenswerte ist so viel mehr. Unsere Forschung zielt darauf ab, die Auswirkungen auf verschiedene Branchen wie Finanzen, Technologie, Lieferketten, soziale Medien und Spiele zu untersuchen.

Das Forscherteam ist außerdem der Ansicht, dass sich die Art und Weise, wie wir mit der Welt interagieren, mit dem Einzug der Blockchain-Technologien radikal verändern könnte:

In naher Zukunft könnten Sie die Blockchain-Technologie nutzen, um Ihr Telefon zu entsperren, eine Aktie, ein Haus oder einen Teil eines Ferraris zu kaufen, eine Dividende zu erhalten, Geld zu leihen, zu verleihen oder zu sparen oder sogar Benzin oder Pizza zu bezahlen.

Staunen über den Anstieg von NFTs

Die Bank of America hebt in ihrem Bericht ebenfalls hervor, dass das Wachstum von NFTs für alle eine Überraschung war. Die Forscher gaben allerdings zu bedenken, dass die hohen Bewertungen einiger NFT-Stücke, wie etwa fragmentierte Kunstwerke oder die NFTs des Kryptospiels Loot, eine Blase sein könnten. Sie befürchten, dass im Falle eines Zerplatzens dieser Blase viele Anleger betroffen wären, die lediglich auf den Hype Train aufgesprungen sind, ohne sich umfassend über potenzielle Risiken zu informieren, denen sie ausgesetzt sind.

Selbstverständlich hören die Anwendungsfälle von NFTs nicht bei Kunstwerken und Games auf, auch wenn das aktuell die am meisten genutzten sind. Die Immobilienbranche, die Pharmaindustrie sowie der gesamte Sektor des Supply-Chain-Managements sind nur drei der zusätzlichen Bereiche, in denen NFTs künftig vermehrt Einzug erhalten könnten und auch werden.

Sinneswandel bei Bank of Amercia – Andere Zeiten, andere Ansichten

Dass Bitcoin, Kryptowährungen im Allgemeinen sowie DeFi und NFTs nun auch nicht mehr von der Bank of America zu ignorieren sind, steht in krassem Gegensatz zu früheren Berichten. Darin bezeichnete die BofA Bitcoin als volatil, unpraktisch und als Wertaufbewahrungsmittel wenig nützlich.

Noch im März 2021 veröffentlichte das Finanzinstitut einen Bericht, in dem sie versicherte, dass der Anstieg von Bitcoin auf 60.000 US-Dollar im Wesentlichen auf Spekulationen und nicht auf die Vorteile der Kryptowährung zurückzuführen sei:

Im Großen und Ganzen sind wir der Meinung, dass Bitcoin als Inflationsabsicherung nicht besonders überzeugend ist, da Rohstoffe und sogar Aktien eine bessere Korrelation zur Inflation aufweisen. Daher sind wir der Meinung, dass das Hauptargument für das Halten von Bitcoin in einem Portfolio nicht die Diversifizierung, die abnehmende Volatilität oder der Inflationsschutz ist, sondern vielmehr die schiere Preissteigerung, ein Faktor, der ausschließlich davon abhängt, dass die Bitcoin-Nachfrage das Angebot auf Terminbasis übersteigt.

Doch schien dieser Anstieg die Verantwortlichen der Bank of America nicht unbeeindruckt gelassen zu haben und so folgte die BofA dem Beispiel anderer Banken. Sie gründete Anfang Juli 2021 eine Forschungsgruppe, die sich ausschließlich mit dem Bereich der Kryptowährungen und der Blockchain-Industrie befasst.

Fazit – Bank of America ändert durch neu gewonnene Erkenntnisse ihre Meinung zu Bitcoin und dem Bereich der Kryptowährungen

Seit jeher ist es wichtig, seine Meinungen und Ansichten regelmäßig zu hinterfragen. Neue Erkenntnisse in den Bereichen der Wissenschaft und Forschung geben regelmäßig Anstoß dazu. Und so ist es völlig legitim, dass die Bank of America ihre Meinung innerhalb eines halben Jahres von „Bitcoin ist unpraktisch und ausgesprochen volatil“ zu „der Sektor der Kryptowährungen ist zu groß, um ignoriert zu werden“, ändert.

Doch kam dieser Sinneswandel nicht von ungefähr. Schließlich hat sich eine Expertengruppe der BofA seit Juli 2021 eingehend mit der Thematik beschäftigt und so fundierte Beweise und Argumente gesammelt, dass sich ein Verschluss vor monetärer Evolution langfristig zum Nachteil entwickeln könnte.

Somit folgt die zweitgrößte Bank der Vereinigten Staaten nach Anlagevermögen ihren Mitbewerbern Goldman Sachs, JPMorgan und Morgan Stanley in die Welt der Kryptowährungen.

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