Baidu | WhitePaper über Super Chain veröffentlicht

Der chinesische Technologiekonzern Baidu, der vor allem für die gleichnamige Suchmaschine verantwortlich ist, hat ein White Paper über eine Blockchain veröffentlicht. Im Rahmen dieses White Papers beschreibt das Unternehmen die Entwicklung einer sogenannten „Super Chain“.

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Baidu – Chinesische Suchmaschine

Baidu – White Paper zur Super Chain veröffentlicht

Am 26. September veröffentlichte der chinesische Technologiekonzern Baidu ein White Paper, welches sich auf die Entwicklung eines unabhängigen Super-Chain-Netzwerks fokussiert. Demnach soll dieses Super-Chain-Netzwerk allein durch Baidu veranlasst werden. Zusätzlich beschreibt Baidu die Kommerzialisierung der Baidu-Cloud-Blockchain in Form einer Blockchain-as-a-Service-Plattform (BaaS) sowie sechs weiteren Applikationen, die auf der Super Chain basieren. Hierzu gehört Totem, Degree Universe, Baidu Association, Treasure Chest, Encyclopedia Online und Hubert.

Basierend auf den Angaben des veröffentlichten Whitepapers soll die Super Chain effizienter als eine klassische Blockchain sein. Das liegt vor allem daran, dass die Super Chain die vorhandene Hardware optimaler auslasten kann. Des Weiteren stellt Baidu zum Betrieb der Super Chain eine rechenstärkere Hardware zur Verfügung. Der besondere Clou hinter der vorgestellten Blockchain besteht jedoch darin, dass die Nodes auf Multicore-Rechenoperationen setzen können. Diese lasten die vorhandene Prozessorleistung besser aus und erhöhen schlussendlich die Datendurchsatz.

Super Chain unterstützt Sidechains

Bei der Super Chain handelt es sich um ein sogenanntes Stereonetzwerk, welches auch weitere Sidechains unterstützt. Dabei basiert dieses System auf einer „Root Chain“, welche die Kommunikation zwischen mehreren Blockchains ermöglicht. Zudem regelt diese Funktion die Guidelines, welche für den Betrieb mehrerer Blockchains benötigt werden, sodass eine Datenaustausch untereinander stattfinden kann. Um diese Kommunikation zu ermöglichen, setzt die Blockchain auf einem sogenannten „pluggable consensus mechanism“. Diese Funktionalität der Super Chain erlaubt die Nutzung des passenden Konsensmechanismus. Des Weiteren erlaubt diese Funktion die Eskalation verschiedener Transaktionen durch die Nutzung eines Voting-Mechanismus. Auf diese Art soll der Energiebedarf zur Verifikation der anfallenden Transaktionen gesenkt werden.

Basierend auf den Ausführungen des White Papers hebt Baidu hervor, dass diese Technologie im Rahmen verschiedener Sektoren eingesetzt werden soll. Demnach wird die Super Chain zur Dokumentation der Lebensmittelsicherheit, der Produktqualität, dem Handel, der Produktion, der Lieferantenkette sowie zum Handel des geistigen Eigentums verwendet. Auch ein Einsatz in der Tourismusbranche und bei sozialen Netzwerken wird im Rahmen des White Papers angeschnitten. Eine besondere Gewichtung erhalten auch die modularen Dienste, welche über die Baidu Super Chain implementieren wird. Demnach wird es Module für die Zertifizierung, Verwaltung digitaler Rechte, Abwicklung und Begleichung von finanziellen Vorgängen sowie für digitale Güter geben.

Bereits im Juni gab Baidu bekannt, dass das Unternehmen den nächsten Schritt zur Integration der Blockchain-Technologie realisiert hat. Das Protokoll dient demnach zur Reduktion der Energiekosten beim Mining-Prozess. Durch die Veröffentlichung des White Papers verdeutlicht Baidu, dass dieses Protokoll im Rahmen der Super Chain angewendet wird.

Neben der Entwicklung des Protokolls hat Baidu auch weitere Forschung im Rahmen der Blockchain-Technologie veranlasst. Bereits im Januar hat das chinesische Technologieunternehmen eine Blockchain-as-a-Service-Lösung veröffentlicht. Neben der Veröffentlichung der BaaS-Plattform hat Baidu bereits im April dieses Jahres eine Blockchain-basierte Lösung zur Verwaltung digitaler Bildrechte veröffentlicht.