Alrosa | Größter Diamantenförderer tritt der De Beers Blockchain bei

Der größte internationale Förderer von Diamanten, Alrosa, ist dem Pilotprojekt des Konkurrenten De Beer beigetreten. Aus einem Bericht vom 29. Oktober geht hervor, dass das Projekt unter dem Namen Tracr geführt wird.

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Alorsa schließt sich dem Blockchain-Projekt von De Beers an

Aus einer Pressemitteilung vom 29. Oktober 2018 geht hervor, dass der weltgrößte Förderer von Diamanten, die russische Firma Alorsa, dem Blockchain-Pilotprojekt des Konkurrenten De Beers beigetreten ist. Das Projekt, welches unter dem Namen Tracr betrieben wird, setzt sich mit der Entwicklung einer Blockchain-Plattform auseinander.

Aus dem Pressebericht geht hervor, dass es sich bei Alrosa um den größten Förderer von Rohdiamanten handelt. Werden De Beers und Alrosa zusammen betrachtet, so produzieren beide Unternehmen mehr als die Hälfte des internationalen Diamantenvolumens. Allein im vergangenen Quartal konnte das Unternehmen den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 12 Prozent steigern, sodass ein Umsatz von 949 Millionen Dollar realisiert wurde. Um auch in Zukunft ein weiteres Wachstum zu realisieren, hat De Beers ein eigenes Blockchain-Projekt ins Leben gerufen. Diese Blockchain-Plattform ist unter dem Namen Tracr bekannt und wurde bereits im Januar bekannt gegeben. Die Blockchain-Plattform soll vor allem die Transparenz und das Kundenvertrauen steigern. Insbesondere die Möglichkeit den Edelstein von der Mine bis zum Fachhandel zurückzuverfolgen, soll das allgemeine Vertrauen steigern.

Tracr setzt dabei auf digitale Zertifikate, welche für jeden Diamanten angelegt werden und die Schlüsselattribute sowie relevanten Transaktionen beinhalten. Sämtliche Daten werden auf der Blockchain gespeichert und sind somit vor Manipulation geschützt. Die Käufer haben auf diese Weise die Möglichkeit, einen Diamanten auf seine Echtheit zu überprüfen. Des Weiteren lässt sich somit vermeiden, dass es sich um illegal geförderte Diamanten handelt.

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Tracr soll Problem mit Blutdiamanten verhindern

Einen besonderen Fokus legen die Entwickler auf den Handel mit Blutdiamanten. Diese Diamanten werden in Kriegsgebieten abgebaut und illegal gehandelt. Die Erlöse aus dem Handel mit Blutdiamanten werden anschließend zur Finanzierung weiterer Kriegsaktivitäten genutzt. Um das generelle Vertrauen der Marktteilnehmer zu steigern, nimmt Alrosa nun an der Blockchain-Initiative teil. Dies bestätigt auch der Geschäftsführer Sergey Ivanov. Demnach ist eine Kooperation innerhalb der Industrie notwendig, um die Finanzierung illegaler Aktivitäten zu vermeiden. Mit Tracr hat De Beer eine Blockchain-Initiative gegründet, die bestehende Regelungen und Schemata fördern und das Vertrauen in die Industrie wiederherstellen soll. Vor allem die Möglichkeit die Herkunft und die Qualität eines Edelsteins zu bestimmen, gilt als große Innovation in der Branche.

Die Blockchain-Plattfirm wird allerdings nicht nur durch De Beers entwickelt. Vielmehr handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt zahlreicher namhafter Unternehmen aus der Branche. Allen voran handelt es sich um Unternehmen wie Diacore, Diarough, KGK Group, Rosy Blue NV und Venus Jewel. Dabei wurde die Plattform jedoch zuerst durch De Beers implementiert und zur Nachverfolgung der 100 wertvollsten Diamanten genutzt. Zeitgleich implementierte auch der größte Diamantenhändler der Welt, Signet Jewelers, das Blockchain-Projekt. Noch in diesem Jahr soll die finale Plattform veröffentlicht werden. Allerdings gaben die Unternehmen noch kein finales Veröffentlichungsdatum bekannt.

Neben dem Tracr-Projekt arbeitet Alrosa auch mit KGK Diamonds zusammen. Im Zuge der gemeinsamen Kooperation arbeiteten beide Unternehmen mit dem Blockchain-Startup D1 Mint, welches die Tokenisierung von Diamanten plant. Dabei zielt das Projekt auf die Etablierung von Edelsteinen im Anlageklassenhandel ab. Zudem soll somit die globale Nachfrage nach Edelsteinen angeregt werden.