Afrika ist reif für Blockchain-Technologie

In Afrika scheinen die Bemühungen, die Menschen mit dem Nutzen der Blockchain-Technologie und der Kryptowährungen vertraut zu machen, Früchte zu tragen. Das zeigt sich am steigenden öffentlichen Interesse und an der Bereitschaft der Regierungen, Teilhaber aus der Industrie für die Entwicklung der geeigneten Umgebung zu gewinnen. Krypto-Unternehmen müssen die Möglichkeiten für die Expansion entdecken und die Gelegenheiten dieser Technologie ausschöpfen.

Afrika Globus
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Möglichkeiten für Expansion in Afrika

Vor einigen Wochen etablierte sich die Kryptowährungsbörse Binance in Uganda. Kurze Zeit später gab die Londoner Kryptowährungs-Plattform Luno ihre Pläne zur Expansion auf dem afrikanischen Markt bekannt. Sie will ein regionales Büro in Johannesburg, Südafrika, eröffnen. Hier stellt sich die Frage, welche Faktoren diese Unternehmen nach Afrika ziehen können.

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Afrika hat keine ausreichende Infrastruktur

Die mangelnde Infrastruktur stellt für die afrikanische Wirtschaft eine große Herausforderung dar. So haben nur 43 Prozent der Bevölkerung in den Ländern der Sub-Sahara ein Bankkonto, während es in der Weltbevölkerung 63 Prozent sind. Für Unternehmen bietet die Nutzung der Erfolge der USA bei der Revolutionierung des Finanzsystems eine gute Gelegenheit, einen Zugang zu Bankdienstleistungen für die Menschen ohne Bankkonten zu gewähren.

Afrika verfügt über viel ungenutztes Potential. Die Versorgung mit Mobiltelefonen und das wachsende Bewusstsein der Bevölkerung gegenüber neuen Technologien sprechen dafür. Trotzdem Afrika ein großer Kontinent ist, haben 55 Länder nur einen bruchstückhaften Markt. Der interkontinentale Handel ist nur gering. Mit der Nutzung von Kryptowährungen könnten zumindest auf dem Finanzsektor die geografischen Grenzen durchbrochen werden. Die Tatsache, dass diese Technologie dezentralisiert ist, erlaubt mehr Effizienz im Handel und in grenzüberschreitenden Zahlungen. Unternehmen, die Kryptowährungs-Lösungen anbieten, sind strategisch ausgerichtet, um die wirtschaftliche Entwicklung in der Region zu forcieren und ihre Umsätze zu steigern.

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Öffentlicher Dienst nicht effizient genug

Das stagnierende Wachstum in Afrika ist teilweise im öffentlichen Dienst begründet, der nicht effizient genug ist. Er ist durch

  • Korruption
  • hohe Kosten
  • Bürokratie

gekennzeichnet. Die Blockchain-Technologie könnte in solchen Bereichen zur Straffung beitragen. Verschiedene Regierungen in Afrika könnten für solche Technologien empfänglich sein. Die Regierung von Ruanda arbeitet mit Microsoft und Wisekey zusammen, was die Digitalisierung begünstigen kann. Die kenianische Regierung kann mit Blockchain Gleichheit bei Verteilungsprozessen erreichen. In Uganda sind die Zeichen für die Nutzung von Blockchain am stärksten.

Der Mitbegründer von SID Limited, Jose Merino, sagte, dass der Präsident von Uganda, Yoweri K. Museveni, im Mai 2018 in einer Blockchain-Konferenz die Blockchain-Technologie als nützlich für kritische Wirtschaftszweige wie Lebensmittelproduktion, Dienstleistungsbereich und Produktion bezeichnete. Er wies darauf hin, dass Ugandas Informations- und Kommunikationsminister die Einführung einer Taskforce ankündigte, um die Möglichkeiten von Blockchain zu erforschen. Eine solche Taskforce ist der beste Beweis dafür, dass die Aufsichtsbehörden aufgeschlossen gegenüber dieser Distributed Ledger Technologie sind und zu gegebener Zeit eine Regulierung erfolgen wird. Alle diese Faktoren sprechen dafür, dass Afrika bereit für Innovationen ist.