Advanced Blockchain AG erhält Notierung auf Xetra

Der deutsche Blockchain-as-a-Service-Anbieter Advanced Blockchain AG ist das erste Unternehmen, welches eine Notierung auf Xetra besitzt. Hierbei fungierte die Finanzdienstleistungsholding Lang & Schwarz als Designated Sponsor und Market Maker. 

Advanced Blockchain AG Logo @advancedblockchain.com
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Erstes Blockchain-Unternehmen an einer deutschen Börse handelbar

Am 1. Juli 2019 veröffentlichte DGAP die Mitteilung, dass die Aktien der Advanced Blockchain AG nun an der Xetra handelbar sind. Dementsprechend ist das Blockchain-as-a-Service-Unternehmen nunmehr das erste Unternehmen, welches auf die Distributed Ledger Technologien setzt und an einem deutschen Marktplatz handelbar ist. 

Xetra ist ein rein elektronisches Handelssystem, welches 1997 von der Frankfurter Börse gegründet wurde. Mittlerweile greifen mehr als 200 Institutionelle aus 16 europäischen Mitgliedsstaaten sowie Hongkong und die Vereinigten Arabischen Emiraten auf diese Handelsplattform zurück. Basierend auf den jüngsten Daten realisierte die Xetra im Mai 2019 einen Umsatz von 131,4 Mrd. Euro. Die gesamte Deutsche Börse kommt auf einen Umsatz von 146 Mrd. Euro an den Kassamärkten. Insgesamt beläuft sich das tägliche Handelsvolumen des Marktplatzes auf 6 Mrd. Euro. Zudem hebt der Bericht der DGAP hervor, dass die Finanzdienstleistungsholding Lang & Schwarz bei der Notierung als Designated Sponsor und als Market Maker fungiert hat. Allerdings, so hebt der Bericht hervor, erfolgt das Initial Public Offering bereits im Januar dieses Jahres. Zu Beginn erfolgte eine Emission der Aktien an der Frankfurter Börse sowie an der Düsseldorfer Börse. 

Advanced Blockchain AG kooperiert mit deutschem Telekommunikationsanbieter

Des Weiteren hat das deutsche DLT-Unternehmen eine Absichtserklärung zur Entwicklung eines Blockchain-basierten (Was ist Blockchain?) Protokolls unterschrieben. Hierbei soll das Unternehmen mit einem deutschen Telekommunikationsanbieter kooperieren, um ein Protokoll zur Abrechnung innerhalb von Internet-of-Things-Netzen zu entwickeln. Einen entsprechenden Bericht hat die DGAP am 1. Juli 2019 veröffentlicht. Allerdings hebt der Bericht hervor, dass die entsprechende Partnerschaft erst zum dritten Quartal des aktuellen Jahres finalisiert wird. Hierbei hebt die DGAP allerdings hervor, dass sowohl das Projekt peaq sowie das proprietäre Protokoll DAGchain eine zentrale Rolle spielen. Die DAGchain setzt dabei auf einen KI-basierten, dezentralisierten Konsensalgorithmus sowie Elemente des Proof-of-Stake-Algorithmus. Mit dem Abschluss der Kooperationsverhandlungen sollen sowohl der Umfang der finanziellen Rahmenbedingungen sowie der Anteil der Advanced Blockchain AG an dem kommenden Transaktionsnetzwerk feststehen. 

Auch für die Deutsche Börse ist der DLT-Bereich kein vollständiges Neuland. So konnte das Unternehmen im Frühjahr eine Kooperation mit dem schweizerischen Telekommunikationsunternehmen Swisscom sichern. In Zusammenarbeit mit Swisscom und Sygnum, ein Fintech aus Singapur, entsteht eine neue Infrastruktur für den Aufbau digitaler Vermögenswerte.