Was ist Polymath?

Polymath ist ein sogenannter Altcoin. Das bedeutet, dass es sich bei Polymath um eine digitale Internetwährung handelt, wie es zum Beispiel auch Bitcoin und Ethereum sind.

Dabei besteht das Hauptziel von Polymath darin, die Sicherheit von Daten zu verbessern. Dies soll dadurch gewährleistet werden, dass die Datensätze in einer Blockchain gespeichert werden.

Um von der Sicherheitssoftware von Polymath profitieren zu können, müssen sogenannte POLY Coins erworben werden. Dementsprechend handelt es sich bei Polymath nicht lediglich um ein Whitepaper oder eine Idee, sondern um ein Geschäftsmodell, das bereits in der Praxis Verwendung findet.

Was ist Polymath - Titelbild

Die wichtigsten Eigenschaften von Polymath im Überblick

Um eine bessere Datensicherheit zu gewährleisten, bietet Polymath eine Technologie zur Erstellung, Ausgabe und Verwaltung von Sicherheits-Token auf der Blockchain an.

Polymath wurde im Jahr 2017 von Trevor Koverko (CEO) und Chris Housser (COO) gegründet. Das ICO fand zu Beginn des Jahres 2018 statt und konnte 59 Millionen US-Dollar einspielen.

Polymath hat den Open-Source-Code für Polymesh entwickelt, einer Blockchain für Institutionen, die insbesondere für regulierte Vermögenswerte geschaffen wurde. 

Mittlerweile wurden bereits mehr als 200 Token über die Ethereum-basierte Technologie von Polymath bereitgestellt, unter anderem für Immobilien im Wert von über 2 Milliarden US-Dollar, welche von einer in den USA ansässigen Immobilien-Investmentplattform vermittelt wurden. 

Name Polymath
Kürzel POLY
Marketcap
Rang
Gründung 2017
Gründer Trevor Koverko (CEO) und Chris Housser (COO)
ICO 2018
Blockchain/Standard Ethereum
Status Online
Website https://polymath.network/
Whitepaper Ja, Whitepaper

*(Stand heute)

Wie funktioniert Polymath?

Polymath hat es sich zum Ziel gesetzt, eine Plattform anzubieten, über die schnell und einfach Security Token erstellt werden können. Zudem soll die Blockchain für digitale Wertpapiere geöffnet werden.

Gewöhnliche Wertpapiere sollen auf die sehr sichere Blockchain übertragen werden. Dafür stellt Polymath ein dezentrales Protokoll zur Verfügung, mithilfe dessen Security Token erstellt und gehandelt werden können.

Außerdem ermöglicht es den Anbietern von Token die Identitätsverifizierung. Dadurch können diese an legalisierten Security Token Offerings (STO) teilnehmen und Anleger haben die Option, die Token in einer sicheren sowie gesetzlich vorgeschriebenen Form zu kaufen.

Weiterhin bringt Polymath Entwickler und Anbieter von Security Token zusammen, damit diese eine Kompatibilität zum ERC20-Standard herstellen können.

logo polymath

Welches Problem adressiert Polymath?

Zwar haben einige Unternehmen im Finanzbereich großes Interesse an der Technologie der Blockchain, verwenden diese aber trotzdem nicht. Dies liegt vorrangig an zwei Gründen.

Einerseits besteht eine rechtliche Unklarheit, da die Blockchain noch recht neu ist. Andererseits stellt die Integration der Blockchain in die bereits bestehende Infrastruktur eine Herausforderung dar.

Obwohl den meisten Finanzinstituten klar ist, dass digitale Vermögenswerte in Zukunft eine immer größere Rolle spielen werden, gibt es mehrere Hürden, die bei der großflächigen Implementation der Blockchain-Technologie von Finanzunternehmen bestehen. 

Zu diesem Thema gehört unter anderem die Identitätsverifizierung. Hierbei werden wichtige persönliche Daten offengelegt, was im starken Kontrast zu Blockchain-Projekten wie Ethereum steht.

Denn hier stehen Dezentralität und Anonymität im Vordergrund. Eine weitere Herausforderung besteht in der Compliance, welche durch technische Einschränkungen von Transaktionen beeinträchtigt wird. 

Wie soll das Problem gelöst werden?

Polymath hat mit Polymesh eine Blockchain geschaffen, die diese Probleme lösen kann. Denn diese Blockchain bietet Lösungen für Compliance, Governance, Identity, Vertraulichkeit sowie Abwicklung.

Zudem entspricht sie damit den Anforderungen von Finanzinstituten hinsichtlich der Verwendung von tokenisierten Wertpapieren. Über einen Drittanbieter werden bei Erstanmeldung die Informationen des Kunden abgefragt und die Identität verifiziert.

Ebenso erfolgt die Automatisierung der Compliance von Vermögenswerten in Echtzeit. Dies soll die Reporting-Prozesse deutlich vereinfachen. 

Es werden vertrauliche Transaktionsabläufe implementiert. Dabei erhalten kryptographische Verfahren eine Verbindung mit Off-Chain-Nachweisen.

Die Verwaltung erfolgt durch einen zentralen Governance-Rat. Diesem wiederum sind bestimmte Komitees unterstellt. Dadurch sollen die Probleme gelöst werden, welche das Netzwerk von Ethereum beim Handel von Wertpapieren aufweist. 

Potenzial und Chancen von Polymath

Polymath hat mit Polymesh somit eine Blockchain entwickelt, die sich darauf konzentriert, die Probleme des Kapitalmarkts bei der Integration der Blockchain zu lösen.

Wenn sich Polymesh in diesem Bereich durchsetzen kann, dann besteht sehr großes Potenzial. Denn eine speziell auf Wertpapiere zugeschnittene Blockchain kann sowohl Transparenz als auch Automatisierung und Effizienz des Kapitalmarkts verbessern.

Dadurch könnten Kosten und Zeitaufwand verringert werden, sodass sich geringere Gebühren für Investoren ergeben würden.

Polymesh hat bereits eine Testphase mit über 4.300 Nutzern erfolgreich abgeschlossen und ist seit dem 28. Oktober 2021 der Öffentlichkeit zugänglich.

Dementsprechend kann die Blockchain schon jetzt für die Erstellung, Verwaltung und Herausgabe von Security-Tokens verwendet werden. Staking und Governance sind ebenfalls möglich.

Polymath ist also schon weit vorangeschritten in der Entwicklung. Daraus ergeben sich große Chancen, da viele Finanzinstitute sich durchaus bewusst sind, dass eine Integration der Blockchain sinnvoll ist, aber hatten bisher nicht die Möglichkeit, dies auch durchzuführen. Mit Polymesh könnte sich das nun ändern.

Bei Polymath möchten wir die Freigabe der Blockchain für die Tokenisierung und den Handel mit traditionellen und neuen Klassen von Vermögenswerten erleichtern. Wir senken die Hürden drastisch, sodass die Bereitstellung von Sicherheits-Token für Emittenten mühelos wird. – Chris Housser, CEO

Risiken und Herausforderungen

Insbesondere bei Investitionen in Kryptowährungen bestehen sehr große Risiken. Bei Polymath gab es in den letzten Jahren extreme Kursschwankungen, sodass eine Investition nicht für Anleger geeignet ist, die primär in risikoarme Vermögenswerte investieren möchten.

Auch wenn Polymath über großes Potenzial verfügt, so handelt es sich doch um eine Kryptowährung mit geringer Marktkapitalisierung.

Zudem ist noch nicht klar, wie die Regulierung dieses Bereichs in Zukunft ausfallen wird. Dementsprechend bestehen einige Risiken bei einer Investition in Polymath.

Außerdem ist es für Polymath von größter Bedeutung, dass sich die Sicherheitssoftware langfristig durchsetzen kann. Andernfalls könnte der Wert des Coins signifikant fallen. 

Polymath Token-Ökonomie

Der Token von Polymath heißt POLY und kann an mehreren Krypto-Börsen, oftmals mittels Ether und Bitcoin, erworben werden:

  • Binance
  • Bittrex
  • Kucoin
  • Huobi

Polymath kaufen über Fiat-Währungen ist nicht möglich. Daher müssen Euro oder Dollar zuerst gegen Bitcoin oder Ethereum getauscht werden, um diese Kryptowährung erwerben zu können.

Weitere relevante Informationen hinsichtlich der Polymath Token-Ökonomie stellen wir dir in der folgenden Tabelle zur Verfügung:

Anzahl Coins 898.550.830 
Max. Coins
Allokation Coins 74 % gehen an das Unternehmen und 26 % an die Gründer
Handelsvolumen
Marktdominanz 0,02 %
Distanz zum ATH

* Stand heute

Warum ist die Kryptowährung Polymath etwas wert?

Die Kryptowährung ist insbesondere deshalb etwas wert, weil es sich hierbei nicht um eine reine Idee oder ein Whitepaper handelt. Denn die von Polymath geschaffene Blockchain namens Polymesh hat eine Testphase bereits erfolgreich überstanden und kann von der Öffentlichkeit genutzt werden.

Dabei adressiert Polymath einen Milliardenmarkt. Denn Polymath ist in dem Bereich Datensicherheit tätig. Da in unserer vernetzten Welt immer mehr Daten erhoben werden und Datenschutz eine immer größer werdende Rolle spielt, wächst dieser Bereich stark.

Weil Polymath hierfür einen Lösungsansatz liefert, könnte der Kurs dieser Kryptowährung in Zukunft sogar noch beträchtlich ansteigen. Der Lösungsansatz von Polymath besteht darin, die Daten auf der Blockchain zu speichern und dort für eine sichere Verwahrung zu sorgen.

Allerdings kann die hierfür nötige Software von Polymath nur mit dem POLY Coin bezahlt werden. Dementsprechend wird der eigene Coin gestärkt, wenn die Sicherheitssoftware genutzt wird.

Polymath Allokation zum ICO

Im Januar 2018 konnte Polymath durch eine einfache Vereinbarung für zukünftige Token etwa 59 Millionen US-Dollar einsammeln. Es wurden Token im Wert von rund 9 Millionen US-Dollar für einen Zeitraum von 5 Jahren gesperrt.

Dabei sind 57 Millionen der gesperrten Token (74 %) für das Unternehmen bestimmt und 18 Millionen Token (26 %) für die Gründer vorgesehen. 

Laut den Bedingungen des Smart Contracts von POLY werden die Token in regelmäßigen Abständen bis 2022 zur Nutzung freigegeben, doch das Team wird einen Teil dieser Token in einen neuen Smart Contract umleiten, der sie bis zum 1. Januar 2024 aufbewahrt.

Technische Parameter von Polymath

Für die Ausgabe von Token verwendet Polymath den ERC-20-Standard von Ethereum. Nachdem die eigene Blockchain Polymesh der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde, wird der POLYX-Token eingeführt.

Dieser soll den POLY-Token ersetzen und eine wichtige Rolle bei der Protokoll-Governance einnehmen. Zudem wird der POLYX-Token das wichtigste Instrument, um Transaktionen im Polymath-Ökosystem durchzuführen.

Konsensus Protokoll Named Bet Proof Consensus (NPoS)
Konsensus Algorithmus Proof-of-Stake
Blockzeit /
Programmiersprache JavaScript, Solidity
Developer Guidelines Ja, Guidelines

Was Polymath so besonders macht

Hinter der Kryptowährung Polymath steht ein Team von Experten, die am Ökosystem arbeiten und den Prozess so einfach wie möglich gestalten möchten. Polymath ermöglicht seinen Kunden die Verwaltung ihrer Token und die Anpassung ihrer Angebote.

Broker können mittels einer White-Label-Lösung die Technologie auf mehreren unterschiedlichen Plattformen nutzen. Zudem handelt es sich bei der eigens entwickelten Blockchain namens Polymesh um eine Blockchain mit zusätzlichen Ebenen. Dadurch soll einerseits die Umsetzung gesetzlicher Vorgaben sichergestellt werden.

Andererseits kann hierdurch die Erstellung, Verwaltung sowie Liquidität der Sicherheitstokens verbessert werden. Bei der Entwicklung von ERC1400, dem Sicherheitstoken Standard, ist man Marktführer.

Dabei werden durch diesen Standard neue und bereits existierende Standards miteinander kombiniert, sodass ein einheitliches Framework für die Security Token geschaffen wird. 

Polymath Kooperationen

Um sein Token-Ökosystem zu entwickeln, hat Polymath am 13. Dezember 2018 eine Partnerschaft mit LeadBest bekannt gegeben. Polymath möchte eine universelle STO-Plattform schaffen, die von jedem verwendet werden kann.

Um einen besseren Zugriff auf den chinesischen Markt zu erhalten, ist man die Kooperation mit LeadBest eingegangen. Das Unternehmen soll dabei helfen, Trends sowie Rahmenbedingungen zu analysieren und für eine Reduzierung der regulatorischen Risiken zu sorgen. 

LeadBest Logo
LeadBest Logo @leadbest.io

Polymath Konkurrenz

Polymath verfügt über ein einzigartiges Geschäftsmodell, das sich auf einen speziellen Bereich fokussiert, sodass es keine Konkurrenz gibt, die die Dinge genauso angeht wie Polymath.

Trotzdem möchten wir dir ein paar Kryptowährungen vorstellen, die über gewisse Ähnlichkeiten verfügen, sodass diese als Konkurrenz gezählt werden können:

Name Marketcap Rang Marktdominanz
EXMO Coin (EXM) 0,00 %
BitDAO (BIT) 0,04 %
Polkadot (DOT) 0,76 %

* Stand heute

Fazit

Polymath verfügt über ein einzigartiges und äußerst attraktives Geschäftsmodell. Wir leben in Zeiten, in denen Daten eine immer größere Rolle spielen, sodass auch der Datensicherheit immer mehr Bedeutung beigemessen wird.

Genau hier setzt Polymath an: Das Ziel des Unternehmens ist es, die Sicherheit von Daten zu optimieren. Das soll dadurch gelingen, dass Datensätze in der Blockchain gespeichert und dort sicher verwahrt werden. Geld verdient Polymath durch die eigens entwickelte Sicherheitssoftware.

Um diese Software verwenden zu können, müssen POLY Coins erworben werden, sodass Polymath hierdurch seinen eigenen Coin stärken kann. Dabei hat sich das Unternehmen auch speziell auf den Finanzbereich fokussiert.

Polymath möchte Finanzinstituten dabei helfen, Wertpapiere auf die Blockchain zu bringen. Dies soll über die eigene Blockchain namens Polymesh verwirklicht werden.

Da es sich hierbei um einen Milliardenmarkt handelt, verfügt Polymath über sehr großes Potenzial. Allerdings muss sich hierfür die eigene Sicherheitssoftware langfristig durchsetzen, um dieses Potenzial ausschöpfen zu können.

Autor
Autor & Editor

Mathias ist Krypto-Enthusiast seit 2017. Begonnen hat die Krypto-Reise mit Airdrops verschiedenster Projekte. Nach und nach tauchte Mathias immer tiefer in die Thematik rund um Kryptowährungen und die Blockchain ein. Er liebt es, über die verschiedenen Projekte zu recherchieren und zu schreiben. Dass BTC, ETH & Co. die Zukunft gehört, steht für ihn außer Frage. Absolutes Lieblingsprojekt: XYO

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