Die türkische Börse entwickelt Blockchain-basierte Kundendatenbank

In einer Pressemitteilung vom 6. September berichtet die Daily Sabah, dass die türkische BörseBorsa Istanbul Stock Exchange – an einer Blockchain-basierten Kundendatenbank arbeitet. Die neue Plattform soll die Aufnahme neuer Kunden, Verwaltung bestehender Dokumente und Informationsverarbeitung erleichtern.

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Kundendatenbank für türkische Börse geplant

Basierend auf der Mitteilung der Daily Sabah soll die Borsa Istanbul Stock Exchange an der Entwicklung einer eigenen Kundendatenbank arbeiten. Diese Datenbank basiert auf der Blockchain-Technologie und auf dem Know-Your-Customer-Prinzip. Demnach unterstützt die Plattform beim Anlegen neuer Kunden, Verwalten vorhandener Dokumente und Bearbeiten von Informationen. Wie die türkische Börse mitteilte, kann die verwendete Technologie auch im Rahmen anderer Projekte angewendet werden.

Die neue Plattform soll in erster Linie die vorhandenen Kundendatenbanken der Istanbul Clearing, Borsa Istanbul, Custody Bank und der Central Securities Depository of Turkey miteinander vernetzen.

Kritische Regierungshaltung gegenüber Kryptowährungen

Grundsätzlich überraschte die Türkei mit einer provokativen Haltung gegenüber der Blockchain-Technologie und spielte mit der Überlegung, diese zu etablieren. Allerdings hat die staatliche Direktion für religiöse Angelegenheiten dem Gesetzgeber bereits mitgeteilt, dass eine breite Einführung des Bitcoins grundsätzlich nicht möglich sei. Begründet wurde dies mit einer fehlenden Konformität der Währungen gegenüber dem islamischen Regelwerk. Dennoch ist die Entwicklung einer nationalen Digitalwährung weiterhin im Rahmen der Möglichkeiten.

Die positive Haltung der meisten Banken gegenüber Krypto-Börsen sorgt auch dafür, dass diese leichter etabliert werden können und Händler somit schneller mit dem Kauf und Verkauf der digitalen Währungen beginnen können. Das rege Interesse der türkischen Bürgern an Kryptowährungen lässt sich auch auf die aktuelle Situation der Lira zurückführen. Die zunehmende Währungskrise treibt immer mehr Händler und an die lokalen Krypto-Börsen. Erst Mitte August verzeichneten die Handelsvolumina einen rapiden Anstieg, da die Kunden und Händler versuchten sämtliche Ersparnisse in Bicoins umzutauschen und somit vor der Entwertung zu retten.

Doch auch die türkische Regierung zeigt ein Interesse an der Blockchain-Technologie. Erst im August gründete der Staat ein Blockchain-Zenrum, welches auf der Universitätsebene des Landes eingegliedert wurde. Mit diesem Schritt möchte das Land die aktuelle Lücke im Bereich des Blockchain-Knowhows schließen. Zudem soll mit Hilfe dieses Vorgehens die Adaption der Technologie vorangetrieben werden. Auch die aktuelle Leiterin des Blockchain-Zentrums äußerte sich vor geraumer Zeit positiv zu den Möglichkeiten der Technologie. Demnach hätte die Türkei die Möglichkeit eine tragende Rolle bei der Entwicklung der Technologie einzunehmen und sich somit einen technologischen Vorsprung zu sichern.