Thailand testet Blockchain bei Aufklärung von Steuerbetrug

Die Steuerbehörden in Thailand zeigen großes Interesse an der Einführung der Blockchain-Technologie. Sie möchten die Mehrwertsteuerzahlung zurückverfolgen, mehr Transparenz erreichen und Steuerbetrug bekämpfen.

Thailand könnte das erste Land werden, das eine Distributed-Ledger-Technologie für Steuerprüfungen nutzt, wenn sich diese Technologie bewährt. Blockchain soll bei der Abschaffung illegaler Rechnungen ohne Mehrwertsteuer helfen.

Steuerbetrug mit Blockchain bekämpfen

Gemäß einem Bericht der Bangkok Post vom 03.12.2018 planen die thailändischen Steuerbehörden die Einführung von Blockchain, um betrügerische Machenschaften bei der Mehrwertsteuerzahlung zu bekämpfen.

Ekniti Nitithanprapas, der Generaldirektor der Steuerbehörde, sagte, dass Blockchain dazu beitragen könnte, die Mehrwertsteuer auf den Rechnungen zu prüfen und Rechnungen, die nicht echt sind, zu entfernen.

Kauft ein Unternehmen Waren von einem anderen Unternehmen, erhält es eine Rechnung mit Mehrwertsteuer. Beide Unternehmen könnten eine Blockchain zur Bestätigung der Transaktion (Was ist Blockchain?) nutzen.

Zur Bekämpfung von Steuerhinterziehung und Betrug plant die Regierung auch die Einführung anderer einschlägiger Technologien wie

  • Big Data
  • maschinelles Lernen
  • künstliche Intelligenz

Mit künstlicher Intelligenz könnten die Praktiken im Steuerbetrug studiert werden, um Steuerzahlungen effizient zu prüfen und mehr Menschen zu zwingen, das rechtmäßige Steuersystem zu nutzen.

Ekniti

Seine grundlegenden Ziele sind mehr Effizienz in der Steuerpolitik und eine breitere Basis von Steuerzahlern in Thailand. Er legt daher großen Wert auf ein digitales Steuererhebungssystem.

Neue Regelungen ab 1. Januar 2019

Nach Aussage von Herrn Ekniti ist das Finanzministerium verpflichtet, die von der Steuerbehörde herausgegebenen Finanzkonten zu verwenden, um die Kreditvergabe für kleinere und mittlere Unternehmen zu vereinheitlichen.

Diese Regelungen sollen ab 1. Januar 2019 gelten. Die Zentralbank verlangt im Rahmen des Ein-Konto-Schemas, dass die Banken bei der Prüfung von Krediten für kleinere und mittlere Unternehmen die bei der Finanzbehörde eingereichten Abschlüsse stärker berücksichtigen.

Die neue Anforderung stößt jedoch auf Widerstand, da die meisten kleinen und mittleren Unternehmen in Thailand mehr als ein Konto verwenden.

Für sie könnte der Zugang zum Kreditmarkt erschwert werden. Um Steuern zu vermeiden, reichen sie das Konto mit dem geringsten Wert bei der Behörde ein, während sie das Konto mit dem höchsten Wert bei den Kreditinstituten einreichen.

Sie erhoffen sich damit bessere Chancen auf Darlehen. Zum Thema Kryptowährungen gab es keine neuen Informationen.