Supply Chain Management mit Blockchains

Supply Chain Management mit Blockchains

Unsere Zukunft rund um die Digitalisierung entwickelt sich ausgesprochen dynamisch. Neue Technologien entstehen, Anwendungen sind mehr oder weniger praxistauglich und von einigen Trends ist das abschließende Potenzial noch nicht erkennbar. Supply Chain Management beschäftigt sich mit der Steuerung aller Prozesse entlang der Wertschöpfungskette.

Die Blockchain gehört zu einem dieser technologischen Trends, jedoch zeichnet sich heute bereits ein klares Bild der zukunftsfähigen Einsatzbereiche ab. Inwiefern dort das bisher bekannte Potenzial der Realität entspricht, ist noch nicht vollständig klar. Hier fehlt es derzeit an aussagefähigen und allgemeingültigen Ergebnissen aus Forschung und Entwicklung.

Doch eins scheint klar: Blockchains können die Wertschöpfungskette der Zukunft mit ihren Anforderungen technisch abbilden. Die Distributed-Ledger-Technologie bietet eine vertrauensvolle Umgebung mit einem Netzwerk, in dem Computer und Geräte ohne den Menschen zum gemeinsamen Konsens gelangen. Auf Basis dieses Konsens und mithilfe von Smart Contracts erfolgen anschließend die vorher definierten Transaktionen.

Zukunft von Supply Chain Management

Globale Lieferketten werden komplexer, Lieferoptionen und Kundenerwartungen steigen. Die Transparenz nimmt zu und wandelt sich von einem seltenen Service einzelner Händler für begrenzte Etappen entlang der Lieferkette zu einer ganzheitlichen Sichtbarkeit mit nie dagewesener Transparenz.

Die Supply Chain Visibility SCV ist fester Bestandteil im modernen Supply Chain Management. Zukünftig stehen nicht nur Logistikverantwortliche vor großen Herausforderungen. Für die vollständige Sichtbarkeit im Sinne vonTransparenz relevanter Daten bedarf es eines ganzheitlichen Systems.

Die Industrie 4.0 hat auch den Handel 4.0 hervorgebracht und neue Dimensionen für den Einkauf 4.0 geschaffen. Dazu gehören etwa die Echtzeitfähigkeit von Daten sowie die Sicherheit, Flexibilität und Skalierbarkeit von passenden Systemen. Blockchains können einen Teil der Aufgaben im Netzwerk übernehmen und so für die dezentrale Steuerung der Datenströme sorgen.

Alle Daten entlang von globalen und komplexen Supply Chains lassen sich auf Blockchains transparent, sicher und dauerhaft abspeichern. Über Zugriffsrechte erhalten Partner im Netzwerk Einsicht in eine aktuelle Kopie des verteilten Hauptbuches.

Anforderungen an Supply Chain Management SCM

Supply Chain Management umfasst spezifische Komponenten, die einzeln gemanaged für Wettbewerbsvorteile sorgen. Aus dem ursprünglichen Begriff des Lieferantenmanagements ist inzwischen die Wertschöpfungskette und das Managen aller am Wertschöpfungsprozess beteiligten Partner geworden.

Neu ist, dass der Verbraucher ebenfalls als Partner wahrgenommen wird und seine Ansprüche großen Einfluss auf die Abläufe und Prozesse entlang der Supply Chain haben.

SCM sieht sich mit einer Vielzahl an externen und internen Faktoren konfrontiert, die ein komplexes System zur Steuerung benötigen. Der Einkauf 4.0 hat sich geformt und mit ihm eine neue Vorgehensweise zur zukunftsorientierten Wertschöpfungskette und der Bewertung von Lieferanten.

Die Bewertung von Partern obliegt allerdings nicht mehr nur dem jeweiligen Handels- oder Logistikpartner, sondern in vielfältiger Hinsicht dem Verbraucher. Sein jeweiliges Kaufverhalten verändert Prozesse entlang der Wertschöpfungskette nachhaltig und setzt neue Trends.

Das geht bis zur Auswahl und Gewinnung des Rohstoff, über sozialökonomische Aspekte wie Kinderarbeit oder Mindestlohn, bis hin zu nachhaltigen Verarbeitungsprozessen und dem CO2-Fußabdruck bei der anschließenden Auslieferung.

Supply Chain Management betrachtes das gesamte Netzwerk vom Lieferanten der Rohstoffe bis zum Endkunden als ganzheitliches System. Ein erfolgreiches Supply Chain Management verlangt vor allem nach kürzeren Lieferzeiten und niedrigeren Kosten. Das gelingt allerdings nur mit einer angepassten Software und strategischen Schnittstellen, die globale Bedingungen abbilden können.

Funktionen von Supply Chain Software

Die richtige Ware muss zum richtigen Zeitpunkt beim richtigen Kunden ankommen. Angereichert wird das komplexe Netzwerk mit dem Wunsch der Verbraucher nach Beteiligung, Nachhaltigkeit, echter Wertschöpfung und neuem Denken hinsichtlich des Benutzerkomforts.

Kommen Waren nicht zum richtigen Zeitpunkt an, kann das für große Unternehmen leicht Milliardenverluste bedeuten, denken wir beispielsweise an die Automobilindustrie und fehlender Teile für die Produktion.

Zu den genannten Anforderungen kommen noch über 40 verschiedene Versandvorschriften, neue Umschlagspunkte, wechselnde Lagerstandorte, gesetzliche und zolltechnische Bedingungen.

Eine ganzheitliche Softwareumgebung optimiert digitale Prozesse und schließt konsequent die bestehenden Digitalisierungslücken – und davon gibt es mehr als genug. Nur die allerwenigsten Unternehmen können bereits einen Single Point of Truth im Lagerbestand vorweisen.

Das bedeutet, dass es nur eine einzige Sicht auf alle Bestände im Lager gibt und die liegt zudem in Echtzeit vor. Zurzeit ist der Handel geprägt von stationären Shops, E-Commerce, Wareninseln und Vertriebszentren sowie Zentrallagern und einem weit verzweigten Netzwerk aus Partnern, die in ein System aus unterschiedlichsten Anforderungen integriert sind.

Doch mit professionellen Lösungen, auch auf Basis von Blockchains, bewegen sich Artikel von A nach B nur noch mit transparenter, digitaler Echtzeitsteuerung.

Was ist Supply Chain Event Management SCEM?

Jedes Event birgt Risiken, denn seine Auswirkungen zeigen sich unveränderbar auf der digitalen Wertschöpfungskette. Allgemeine Ineffizienzen und Ungenauigkeiten sind für den Endverbraucher einsehbar.

Solche Ineffizienzen führen nicht nur zum Imageschaden, sondern auch zu hohen Produktivitätsverlusten. Die immer stärker wachsende Verknüpfung der Märkte führt dazu, dass Unternehmen Kommunikationsnetzwerke ausbauen und Prozesse optimieren müssen.

Supply Chain Event Management SCEM steuert und koordiniert den Informationsfluss und die Visibility entlang der Wertschöpfungskette. Ein Event stellt die Abweichung von einem Soll-Zustand dar und bietet die Möglichkeit, auf kritische Ereignisse zu reagieren. In der Folge lassen sich mit dem Wissen Lieferketten optimieren, was mittel- und langfristig die Kosten senken soll.

Von einem effektiven SCEM auf Basis von Blockchains dürfen die Partner nicht nur die Benachrichtigung über Abweichungen erwarten, sondern auch konkrete Handlungsempfehlungen.

Aber durch neue Technologien wie der Künstlichen Intelligenz ist im Rahmen eines intelligenten SCEM auch die selbständige Problemlösung möglich. Dies führt zu kurzfristigen Effizienzsteigerungen und damit auch zu Kostenreduzierungen.

Die Störanfälligkeit von Lieferketten wird durch die Globalisierung weiter zunehmen. Zu unterschiedlich sind bisher die jeweiligen Aspekte beim Warentransport. Kritische Events wirken sich aber auch negativ und unmittelbar auf das operative Tagesgeschäft aus, was bei gleichzeitiger Ersparnis durch SCEM zu Kostensteigerungen führt.

Track&Trace mit Blockchain und KI

Um relevante Events effizient zu managen, bieten sich Tracking & Tracing-Systeme an. Sie benötigen jedoch eine solide Datenbasis, die die Systeme vom Supply Chain Event Management erhalten. Auch historische Daten können einfließen, um alltägliche Entscheidungen zu optimieren.

Track and Trace beschreibt die Verfolgung und Rückverfolgung von Lieferungen. Vor allem die Logistikbranche profitiert von dem System, denn es zeigt, wo sich Waren zu einem bestimmten Zeitpunkt befinden.

In Zusammenarbeit mit Künstlicher Intelligenz und Blockchain lassen sich auch Rohstoffe, Halbfertigfabrikate sowie Endprodukte entlang der Supply Chain verfolgen. Im Grunde bietet die DLT das Potenzial, um den gesamten Herstellungsprozess und den Versandprozess auf einem Netzwerk abzubilden.

Unter Track & Trace 2.0 nimmt eine Software, die mit KI-Algorithmen angereichert ist, eine selbständige Ankunftsprognose vor. Diese basieren auf externen Daten wie beispielsweise Verkehrsdaten, Wetterdaten oder saisonalen Daten.

Mit der Künstlichen Intelligenz kommt ein weiterer Bereich in das Supply Chain Management, und zwar Supply Chain Analytics. Denn mit KI können die angeschlossenen Systeme aus den Datenanalysen lernen und Prognosen zu unterschiedlichsten Szenarien und Events erstellen.

Wie bereits geschildert, ist der Verbraucher als Partner im Netzwerk rund um die Wertschöpfung ein wichtiger Teil davon. Die Lieferkette der Zukunft erfüllt den Kundenbedarf, denn es reicht nicht mehr aus, die Wünsche des Kunden zu kennen.

Supply Chain Analytics beeinflussen Strategien

Die Effizienz der Materialsteuerung funktioniert zukünftig zunehmend auf Basis autonomer Agenten. Dazu kommt die Etablierung schnittstellenübergreifender Datensicherheit, denn das Internet der Dinge wächst.

Die Verbindung von Maschine, Mensch und Produkt bringt eine große Menge Daten mit sich.

Die Wertschöpfungskette nimmt eine zentrale Rolle im Unternehmen ein. Durch die aktive Einbindung aller Beteiligten im Netzwerk und die Verfügbarkeit neuer technischer Möglichkeiten im Bereich der Digitalisierung stehen großartige Möglichkeiten zur Verfügung.

Artificial Intelligence, die Künstliche Intelligenz, aber auch Smart Analytics ermöglichen die langfristige Steuerung der gesamten Supply Chain. Das ermöglicht den Unternehmen, langfristig wettbewerbsfähig zu sein.

Die Faktoren Kunde, Zulieferer und Prozesse lassen sich mit geeigneten Analysemethoden ganzheitlich betrachten und erlauben realistische Zukunftsszenarien.

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Blockchain bringt Vertrauen in die Daten

Analysen auf Basis der Daten beeinflussen direkt die Rentabilität von Unternehmen. Qualität, Bereitstellung und Kundenerlebnisse stehen im Fokus. Mit den in der Lieferkette gewonnenen Datenmengen gilt es nun aber Aussagekraft in die Daten zu bringen.

Supply Chain Analytics deckt Muster in den Lieferketten-Daten auf und visualisiert Erkenntnisse daraus in Form von Grafiken, Diagrammen und anderen Methoden. Datengesteuerte Entscheidungen prägen Unternehmensstrategien der digitalen Transformation.

Von der Datenerfassung über Sensorik, die Datenübertragung im Internet der Dinge, der Datenspeicherung mit Big Data und der Datenanalyse mittels Künstlicher Intelligenz sowie die anschließende Prozessintegration über IT-Anwendungssysteme stehen unternehmerische Tools und Methoden bereit, um wichtige Fragen im Management von Unternehmen beantworten zu können.

Die kognitiven Technologien wie die Künstliche Intelligenz verstehen, folgern, lernen und interagieren wie ein Mensch. Sie übersteigen dabei jedoch menschliche Kapazität und Geschwindigkeit. Mit Supply Chain Analytics kommt auch die Blockchain zum Einsatz, sie bildet das technologische Framework für die Speicherung und Steuerung der Datenströme.

Blockchain und KI können Daten aus unterschiedlichen Quellen und Systemen umfassend lesen, verstehen und korrelieren. So haben Unternehmen Zugriff aus Informationen, die bisher aufgrund der eingeschränkten oder unbekannten Analysemethoden und der fehlenden Barrierefreiheit in den Systemen nicht verarbeitet werden konnten.

Digitalisierung im Supply Chain Management-System

Da Technologien wie die Blockchain immer mehr Anwendung finden, profitieren Unternehmen von zahlreichen Vorteilen. Die Herausforderung besteht jedoch darin, die riesigen Datenmengen wertschöpfend zu nutzen.

Experten gehen davon aus, dass nur rund 20 % der Supply Chain Daten in strukturierter Form vorliegen. Das bedeutet, dass 80 % der Daten unstrukturiert oder ungenutzt sind.

Mit Supply Chain Event Management lassen sich kritische Events entlang der Lieferketten beherrschen und das Risiko für das zukünftige Auftreten minimieren. Vorhersagende Analysen, die Predictive Analytics, führen im Rahmen von Supply Chain Analytics zu wertvollen Auswertungen. Anhand dieser lassen sich Handlungsempfehlungen ableiten.

Business Software kommt zukünftig im Bereich Supply Chain wahrscheinlich nicht mehr ohne die DLT aus. Vor allem in Verbindung mit KI können Unternehmen Ereignisse in Zukunft proaktiv vorhersagen und wertvolle Ressourcen schonen.

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