Softbank : Reduktion der CO2-Emission per Blockchain

Softbank geht eine Partnerschaft mit Energieproduzenten ein, um eine nachhaltige Reduktion der CO2-Emissionen herbeizuführen. Dabei soll diese CO2-Reduktion mithilfe der Blockchain-Technologie realisiert werden.

 

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Softbank kündigt Zusammenarbeit mit Energie- und Technologieunternehmen an

Der japanische Mediengigant Softbank hat eine Zusammenarbeit mit mehreren Energie- und Technologieunternehmen bekannt gegeben. Das Ziel dieser Zusammenarbeit soll die Reduktion der CO2-Emission in Japan sein. Am Montag veröffentlichte Softbank ein Statement , in welchem das Unternehmen die Teilnahme an einem Blockchain-Projekt bestätigt, welches im Juni dieses Jahres starten wird. Hierbei geht es um eine Blockchain-basierte Lösung zum Handel von CO2-Emissionen. Dieser Ansatz soll den CO2-Handel dezentralisieren und die Transparenz dieses Marktteils nachhaltig erhöhen.

Das Projekt wurde auch vom japanischen Umweltministerium bestätigt. Im Rahmen des Projekts sollen Kunden in den Stadtgebieten die Möglichkeit erhalten konventionelle Energie gegen Energie aus erneuerbaren Energiequellen zu tauschen. Der Handel soll dabei zwischen privaten Personen stattfinden und über eine Blockchain abgewickelt werden.

 

Thematische Komplexität kann durch Blockchain abgebildet werden

Der Ansatz Emissionen zu handeln ist nicht wirklich neu und innovativ. Allerdings war die Realisierung eines solchen Handels bisher nur schwer möglich, da die Berechnung des Wertes grüner Energie eher als fiktiv galt. Zudem war es auch kaum möglich, dass größere Unternehmen an diesem Handel teilnehmen konnten. Durch die Blockchain soll dieses grundlegende Problem nun nachhaltig gelöst werden, sodass vorerst private Haushalte am Emissionshandel teilnehmen können.

Die eigentliche Idee, welche das Kaufen und Verkaufen von Energieemissionen vorsah, wurde im Rahmen des „UN Framework Convention on Climate Change“ (UNFCCC) im Jahre 1992 niedergeschrieben. Dieses Konzept sieht vor, dass Umweltverschmutzer Lizenzen für die CO2-Emission von Konsumenten kaufen können, die auf grüne Energie setzen und hierdurch die verfügbare Emissionsgrenze nicht überschreiten. In Summe soll hierdurch ein Einhalten einer Emissionsobergrenze in einer Region ermöglicht werden.

Insbesondere Kunden, die auf erneuerbare Energien setzen und zusätzlich niedrige Stromverbräuche verzeichnen, sollen von diesem Geschäftsmodell profitieren. Durch den Verkauf unverbrauchter Ressourcen können somit Gewinne realisiert werden. Zudem kann die Nutzung von Solarzellen einen weiteren positiven Einfluss auf die individuelle Stromaufnahme haben, sodass Kunden auch hier profitieren können. Diese Incentivierung soll laut Softbank ein entscheidender Aspekt zur Beschleunigung der Energiewende sein, denn die Kunden suchen permanent nach Möglichkeiten, um die Ausgaben zu senken und Gewinne zu realisieren.

 

Softbank übernimmt Authentifikation

Wie aus dem Statement von Softbank hervorgeht, besteht die Rolle des Medienkonzerns in der Authentifikation kritischer Energiehandelsinformationen. Diese Informationen lassen sich grob in einige Unterfragen aufgliedern.

  • Wer braucht die Energie?
  • Was wird angeboten?
  • Wann wird diese Angebot?
  • Wo wird die Energie angeboten?
  • Wie viel Energie wird gehandelt?

Neben Softbank sind auch weitere Firmen im Projekt beteiligt. Hierzu gehört beispielsweise der Energiehändler „Power Sharing“, der zudem die Führung des Projekts übernommen hat. Zusätzlich wird Power Sharing die dahinterliegende Blockchain und den technischen Support bereitstellen. Auch der Cloud-Service-Anbieter PS Solutions wird eine wichtige Rolle einnehmen und die benötigte Infrastruktur entwickeln. Zu den weiteren Teilnehmern gehören etwa PEPCO i-Frontier Co., Local Energy Corporation, Tsuyoshi Natsono oder Cyber Soken.

Die Handelsplattform, welche auf dem Internet of Medical Things basiert, soll einfache Transaktionen im Customer-to-Customer-Handel erlauben. Durch das eingesparte CO2-Volumen, welche aufgrund des Gewinnstrebens verkauft werden soll, werden immer mehr Haushalte auf sparsame, alternative Energiequellen setzen. Schlussendlich muss die Effektivität des Geschäftsmodells analysiert werden, sodass heute noch kein Fazit zum Erfolg möglich ist.