SendFriend reduziert Transaktionsgebühren um bis zu 80 Prozent

SendFriends auf dem Weg zum globalen Überweisungsnetzwerk

Im vergangenen Jahr haben Migranten mehr als 45 Milliarden US-Dollar für Überweisungsdienste ausgegeben. Dabei möchten zahlreiche Migranten lediglich ihre zurückgebliebenen Familien finanziell unterstützen und einen Teil Ihres Einkommens in ihr Heimatland transferieren. Insbesondere im heutigen Zeitalter finden Transaktionen oftmals in einem internationalen Umfeld statt. Entsprechend groß ist die Nachfrage nach modernen und effizienten Diensten, die eine schnelle, erschwingliche und zuverlässige Transaktion ermöglich. Eben jene Nische besetzt nun SendFriend, ein Service auf Basis von XRP und dem Interledger Protocol (ILP).

SendFriend – der neue Dienst für den internationalen Zahlungsverkehr

Aus einem Bericht vom 12. Dezember 2019 geht hervor, dass Ripple zusammen mit dem Zahlungsdienst SendFriend die Revolution des internationalen Zahlungsverkehrs anpeilt. Dabei haben sich Ginger Baker, Senior Director of Product bei Ripple, und David Lighton, CEO von Sendfriend, in einem Kamingespräch der Connect Conference über den Einsatz der Blockchain-Technologie im Zahlungsverkehr unterhalten.

Den Fokus legten die beiden Manager auf den Einsatz der Blockchain sowie digitaler Assets bei der internationalen Geldtransfer-App SendFriend. Durch die digitalen Währungen sollen preiswertere und umfassendere Transaktionen möglich sein – im Fokus stehen hierbei die Bedürfnisse international agierender Kunden.

Die Idee für SendFriend entstand während Lightons dreijährigen Aufenthalt auf Haiti. Damals agierte der aktuelle CEO als Weltbankanalyst. Nach dem Erdbeben aus dem Jahre 2010 muss Lighton persönlich erfahren, wie teuer der Transfer dringend benötigter Gelder in eine bedürftige Region ist.

Kostensenkungen für Überweisungen sind ein Nachhaltigkeitsziel bis 2030

Nachdem sich der Inselstaat nach dem Erdbeben in einer Notsituation befand, hat der Staat keine Steuer auf das Sammeln von Hilfsgeldern erhoben. Allerdings beliefen sich die Gebühren für persönliche Überweisungen von Freunden oder Familienangehörigen auf bis zu 10 Prozent des Transaktionsvolumens. Das fehlende Kapital hemmt die Wirtschaft beim Wachstum und hält dringend benötigte Ressourcen aus dem Wirtschaftskreislauf fern.

„Dies ist ein so ernstes Problem, dass eines der Nachhaltigkeitsziele bis 2030 vorsieht, die Kosten für Überweisungszahlungen auf drei Prozent zu senken.“ – David Lighton, CEO von SendFriend

Dabei gelten vor allem internationale Zahlungen als überdurchschnittlich teuer. Durch die Vorfinanzierung einer Transaktion in die Zielwährung steigen die Kosten stark an. Entsprechend teuer ist dieser Verfahren, welches das Betriebskapital bindet. Um dieses Problem in Zukunft zu vermeiden und die Prozesskosten zu reduzieren, nutzt SendFriend die On-Demand-Liquidität (ODL) von RippleNet.

On-Demand-Liquidität ermöglicht schnelle Transaktionen

Dabei greift ODL auf das digitale XRP-Token zurück. Dieses ermöglicht die Abwicklung von Transaktionen in einem Zeitfenster von lediglich drei Sekunden. Folglich stellt dieses Vorgehen die Abwicklung von Zahlungen in der entsprechenden Lokalwährung sicher.

„Das Tolle an Blockchains und Ripples Produkt ist, dass Sie das Betriebskapital nicht mehr benötigen. Wir können jetzt Liquidität auf Abruf beschaffen und diese Transaktionskosten um bis zu 75 Prozent reduzieren.“ – David Lighton, CEO von SendFriend

Trotz der Einsparungen möchte das Unternehmen nicht nur die eigene Profitabilität in den Fokus stellen, sondern vor allem den Kunden in den Fokus rücken. Unternehmen wie Western Union berechnen Transaktionsgebühren in Höhe von 10 Prozent – bei SendFriend belaufen sich die Kosten für die identische Transaktion auf lediglich 2 Prozent. Dementsprechend sorgen diese relevanten Kosteneinsparungen für einen Vorteil, welcher sich in dem Kundenvertrauen verdeutlicht.

Politische Entscheidungsträger treffen wegweisende Entscheidungen

Insbesondere auf den Philippinen zeigt sich, dass die Politik einen Fokus auf verantwortungsbewusste Innovationen legt. Einhergehend mit diesem Ansatz schafft auch SendFriend Vertrauen bei den Nutzern und orientiert sich somit an den politischen Forderungen.

„Es gibt weltweit vier große Märkte für Überweisungen: Indien, China, Mexiko und Philippinen. Die Philippinen sind bei weitem die Weitsichtigsten. Ich denke, die Aufsichtsbehörden haben großartige Arbeit geleistet, indem sie keine aggressiven Kapitalkontrollen durchgeführt haben – insbesondere im Bereich digitaler Vermögenswerte. Den philippinischen Aufsichtsbehörden ist klar, dass die finanzielle Eingliederung möglicherweise unterstützt wird.“ – David Lighton, CEO von SendFriend

Innovation in diesem Sektor erfordert Vertrauen, welches untrennbar mit Transparenz und Zuverlässigkeit korreliert. Dieses Vertrauen sei auch für andere Blockchain-basierte Geschäftsanwendungen zwingend erforderlich. Der klare Fokus des Unternehmens liege laut Lighton jedoch auf der zunehmenden Globalisierung. Damit einhergehend wachsen die Geschäfte von Unternehmen wie Amazon immer weiter, sodass die Nachfrage nach Devisen steigt. Eben jener Devisenhandel steht im Zentrum der eigenen Bemühungen – Menschen soll nicht nur Geld sparen, sondern Transaktionen international abwickeln können.

Fazit: SendFriend möchte von der zunehmenden Globalisierung profitieren

Das junge Unternehmen SendFriend fokussiert mit seinem Überweisungsservice eine Lücke im internationalen Zahlungsverkehr. Ausländische Fachkräfte transferieren im Regelfall einen Teil ihres Einkommens in ihr Heimatland, um die Familie zu versorgen. Normale Überweisungsdienste warten dabei jedoch mit hohen Kosten auf. Der Service des Blockchain-Unternehmens bietet hier einen klaren Kostenvorteil und überzeugt zudem mit Transparenz.

Wie David Lighton, CEO von SendFriend, verdeutlicht, sinken die Kosten auf unter 2 Prozent der Transaktionssumme. Außerdem verfolgt das Unternehmen einen klaren Wachstumspfad und verknüpft das eigene Wachstum mit der internationalen Globalisierung. In Zukunft erfordert der wachsende internationale Handel auch einen Anstieg im Devisengeschäft.

Das Geschäftsmodell von SendFriend finde ich persönlich sehr interessant. Dabei ist die Idee nicht komplett neu und bereits andere Unternehmen haben einen Blockchain-basierten Überweisungsdienst eingeführt. Allerdings hat das Unternehmen bereits einen laufenden und akzeptierten Service, sodass die Adaption durchaus erfolgversprechend verlaufen kann. Bei einer positiven Adaption sowie einem wachsenden Welthandel könnte SendFriend einer der zukünftigen Stars im internationalen Devisengeschäft werden.

 

Antworten

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Immer aktuell in der Blockchainwelt.

Melden Sie sich zu unserem monatlichen Newsletter an. Garantiert kostenlos und ohne Spam!