Visa und Stripe setzen auf Stablecoins: So fördern sie die Token international

Das Wichtigste in Kürze

  • Visa und Stripe-Tochter Bridge setzen zunehmend auf Stablecoins. Die beiden US-Unternehmen kooperieren, um Stablecoin-Karten von Visa künftig in mehr als 100 Ländern zu verbreiten.
  • Laut Visa erkenne man zunehmend Interesse an Krypto-Zahlungen. Weil es oft an der nativen Unterstützung der Ladengeschäfte mangelt, könnte Visa sein großes Netzwerk hier sinnvoll einbringen.
  • In 18 Ländern ist das Konzept bereits etabliert. Bis zum Ende des Jahres sollen Visa-Karten auch in Europa mit Stablecoins gedeckt werden können.

Visa und Stripe setzen auf Stablecoins: So fördern sie die Token international

Visa und Stripe setzen auf Stablecoins. International möchten die beiden US-Finanzunternehmen kooperieren, um die Token zu verbreiten. In einer Pressemitteilung gab Visa die Umsetzung eines 2025 erdachten Konzepts bekannt.

“Visa und Bridge (…), eine führende Stablecoin-Infrastrukturplattform (…) gaben heute die Erweiterung ihrer internationalen Karte bekannt”, schrieb Visa und spricht damit auf eine Zahlungskarte an, die mit Stablecoins gedeckt wird.

Das Infrastrukturunternehmen Bridge ist eine Tochter des US-amerikanischen Finanzdienstleisters Stripe.

“Bridge ermöglicht es Unternehmen und Fintech-Entwicklern, Visa-Karten anzubieten, die durch Stablecoins gedeckt sind. Durch die Partnerschaft von Bridge mit Lead Bank können diese Kartentransaktionen nun von Visa über die Blockchain abgewickelt werden”, heißt es weiter.

Bisher sei das Produkt bereits in 18 verschiedenen Ländern etabliert. Künftig soll es beinahe weltweit Verbreitung finden. In über 100 Ländern der Erde möchte man die Visa-Karten zur Verfügung stellen. Wo das Produkt schon jetzt erhältlich ist, sei es beliebt, erklärt Visa.

“Seit der Einführung der an Stablecoins gebundenen Karten haben Entwickler, die Bridge nutzen, schnell damit begonnen, diese Visa-Karten anzubieten, sodass Verbraucher ihre täglichen Einkäufe mit ihrem Stablecoin-Guthaben bei jedem der über 175 Millionen Visa-Händler tätigen können.”

Bis zum Ende des Jahres sollen die Zahlungskarten auf vier verschiedenen Märkten verfügbar sein: Europa, Asien-Pazifik, Afrika und Naher Osten.

Der Zahlungsdienstleister setzt zudem auf die Integration in Krypto-Wallets. Dienste wie Phantom und MetaMask seien für das Konzept zuträglich, ermöglichen sie Millionen von Krypto-Nutzern Zahlungen via Stablecoins an sämtlichen Annahmestellen des Kreditkartenanbieters.

Warum Visa Blockchains unterstützt

Laut Angaben von Visa erkennt man zunehmendes Interesse des Verbrauchermarktes an Blockchain-Zahlungen. Krypto-Investoren möchten ihre digitalen Währungen demnach nicht nur halten, sondern auch anwenden, um ihre alltäglichen Einkäufe zu bezahlen.

An dieser Stelle erkennt Visa das Potenzial für die Erweiterung des eigenen Geschäfts. Oft scheitert es in Läden an der nativen Krypto-Unterstützung der Betreiber. Visa kann diese Lücke schließen. Der Dienstleister ist in vielen Ländern der Erde bereits etabliert.

“Visa ist bestrebt, Geschäftsaktivitäten dort zu bedienen, wo sie passieren, und sie geschehen zunehmend auf der Blockchain“, sagte Cuy Sheffield, Leiter der Kryptoabteilung von Visa.

Visas digitale Infrastruktur bleibt von Blockchain-Transaktionen bisher größtenteils ungenutzt. Auch in Deutschland können Krypto-Anleger bisher nicht auf das weit verbreitete Netzwerk zugreifen. Hierzulande sind die Anleger meist auf Geschenkkarten angewiesen, die sie mit Kryptowährungen erwerben können.

Ob das Konzept Privatanleger begeistern kann, bleibt allerdings fraglich. Die Nutzung der Stablecoin-Karten setzt KYC voraus. Die Sammlung von Nutzerdaten stößt Teilen der Krypto-Szene allerdings übel auf.

Bisher sieht Visa die größte Stärke der Stablecoins in der Abwicklung institutionellen, grenzüberschreitenden Zahlungsverkehrs.

Autor

Lennard ist ein überzeugter Krypto-Enthusiast. Als Freund der Selbstbestimmung begreift er Kryptowährungen als hohes Gut. Seine Begeisterung gilt vor allem den vertraulichen Kryptos.

Facts Checked Fakten überprüft von Mathias Wagner
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