Trump erzwingt Zinssenkung: FED-Chef Powell fürchtet Verhaftung

Das Wichtigste in Kürze
- Laut FED-Präsident Jerome Powell erzwingt die Trump-Regierung durch Einschüchterung und juristischen Druck die geforderten Leitzinssenkungen.
- Seit dem Beginn von Trumps zweiter Amtszeit als US-Präsident im Januar 2025 ist der US-Leitzins ein fortwährender Streitpunkt. Trump möchte den US-Dollar mittels sinkender Zinsen abwerten, während Powell eine steigende Inflation verhindern will.
- In einer Videobotschaft gab Powell heute eine Vorladung durch das Justizministerium bekannt. Wegen angeblichen Meineids könne er strafrechtliche Konsequenzen erfahren.
Trump erzwingt Zinssenkung: FED-Chef Powell fürchtet Verhaftung
Die Trump-Regierung erzwingt eine Senkung des US-Leitzins – das gab FED-Chef Jerome Powell in einer Videobotschaft über X bekannt. Der Leitzins ist seit Anfang 2025 ein konstantes Streitthema zwischen den beiden. Im Januar 2025 begann Donald Trump seine zweite Amtszeit als US-Präsident.
Seither fordert der 79-Jährige eine Zinssenkung durch Powell. Den FED-Präsidenten kritisiert er in der Öffentlichkeit immer wieder hart, da sich dieser den Forderungen des Staatspräsidenten nicht beugt.
Zwar entschied sich das FED-Komitee FOMC im September, Oktober sowie Dezember für Zinssenkungen, die Trump-Regierung scheinen diese Entscheidungen allerdings nicht zu besänftigen.
“Am Freitag hat das Justizministerium der Federal Reserve eine Vorladung übermittelt und Strafanklagen in Bezug auf meine Aussagen vor dem Bankenausschuss des Senats im Juni angedroht”, gab Jerome Powell heute in einer Videobotschaft über X bekannt.
Video message from Federal Reserve Chair Jerome H. Powell: https://t.co/5dfrkByGyX pic.twitter.com/O4ecNaYaGH
— Federal Reserve (@federalreserve) January 12, 2026
In der angesprochenen Debatte sah sich Powell Kritik durch Senatoren ausgesetzt. So wurde er für die Entscheidung kritisiert, die Niederlassung der Zentralbank zu renovieren. Auch seine Zinspolitik findet unter den Senatoren wenig Unterstützung.
Powell möchte den US-Leitzins auf einem tendenziell höheren Niveau belassen. Dadurch, so sagt er, bekämpft er übermäßige Inflation. Aktuell steht der US-Leitzins bei 3,50 bis 3,75 Prozent.
Präsident Trump erwartet hingegen einen tieferen Leitzins – laut Experteneinschätzungen soll dieser unter drei Prozent und möglicherweise bis auf zwei Prozent sinken. Der Republikaner möchte den US-Dollar auf diese Weise abwerten, um US-Exporte zu stärken und um seine freizügigen Ausgaben zu erleichtern.
Das Justizministerium wirft Powell nun vor, während des Bankenausschusses im Juni gelogen zu haben. Powell hält dies für einen Vorwand. In Wahrheit gehe es um die politische Entscheidung, den Leitzins nicht wie gefordert zu senken.
“Das ist eine Konsequenz dafür, dass die FED den Leitzins so bestimmt, wie er der Öffentlichkeit am besten dient, statt die Forderungen des Präsidenten zu erfüllen”, sagt Powell.
US-Leitzins: Wie wirken sich Senkungen auf Kryptowährungen aus?
Im Streit um den US-Leitzins könnte sich US-Präsident Donald Trump dank der überwältigenden Unterstützung des Staatsapparats künftig durchsetzen. FED-Präsident Powell befürchtet, dass wirtschaftliche Einschätzungen der Zentralbank künftig in den Hintergrund rücken, da die Präferenzen des Staatspräsidenten Vorrang genießen.
Kommt es in Folge des Konflikts tatsächlich zu Zinssenkungen, könnte sich dies auf den Kryptomarkt auswirken. In der Vergangenheit reagierten die Kurse der Kryptos oft deutlich auf die Währungspolitik der größten Volkswirtschaften.
Leitzinssenkungen durch die Vereinigten Staaten von Amerika dürften den Bitcoin-Kurs und den Rest des Marktes antreiben – diese Entwicklung prognostiziert Krypto-Experte Arthur Hayes bereits seit Frühjahr 2025.
Trump möchte den Staat dank niedriger Zinsen mit frischem Kapital ausstatten und seine Ausgaben erhöhen. Abwertungen des US-Dollars lassen das Interesse an Krypto üblicherweise steigen. Gleichzeitig könnten günstige Kredite auch weitere Investitionen in den Kryptomarkt verursachen.
Schon im September gab Hayes sinngemäß bekannt, dass die Steuerung des US-Leitzins den Bitcoin-Kurs auf bis zu eine Million US-Dollar hieven könne, da Trump steigende Inflation verursachen werde.
