MetaMask Sicherheitslücke: Das müssen Nutzer jetzt wissen

Das Wichtigste in Kürze
- Die Entwickler der MetaMask entdeckten gestern Abend eine Sicherheitslücke in der Infrastruktur ihres Staking-Angebots.
- Genaue Hintergründe sind bislang nicht bekannt. MetaMask hält sich bedeckt. Man arbeite aktuell mit Partnern an einer Behebung des Problems.
- Die Browser Wallet sei weiterhin sicher. Validatoren, die sich am Staking beteiligen, werden derzeit vorsichtshalber abgeschaltet.
Sicherheitslücke bei MetaMask: Das sind die Hintergründe
Die Infrastruktur der beliebten Browser Wallet MetaMask weist offenbar eine Sicherheitslücke auf – das gaben die Entwickler des Dienstes vor wenigen Stunden über ihre öffentlichen Kanäle bekannt.
“MetaMask reagiert auf einen Vorfall, der die Infrastruktur betrifft. Wir haben keine unmittelbare Gefahr für MetaMask-Wallets festgestellt”, heißt es in einer Pressemitteilung.
We’re continuing to actively investigate and respond to the security incident affecting part of our infrastructure.
Our focus remains on working closely with affected partners and taking appropriate steps to protect users. As part of this, we worked with our partners to take the… https://t.co/tbC70C6Bdi
— MetaMask 🦊 (@MetaMask) October 1, 2026
Gestern Abend habe man demnach eine Sicherheitslücke festgestellt, deren Bedeutung bisher noch nicht näher erläutert wurde. Man arbeite bereits an der Behebung des Problems und kooperiere dafür mit externen Partnern und Sicherheitsberatern.
Derzeit beobachte man die Situation genauer. Bekannt ist vor allem, dass MetaMask aktuell Validatoren aus seinem Staking-System entfernt. Diese Maßnahme erfolgt aus Sicherheitsgründen.
“Als Vorsichtsmaßnahme beenden Validatoren ihre Aktivitäten, die an unserem non-custodial Staking teilgenommen haben”, schreibt man dazu in der Pressemitteilung.
Betroffen sei etwa Lido Finance als Partner von MetaMask. Es handelt sich dabei um ein Angebot für Liquid Staking innerhalb des Ethereum-Netzwerks. Teilnehmende Validatoren müssen mit finanziellen Einbußen rechnen, schreibt Lido auf X.
“Es ist damit zu rechnen, dass sowohl entgangene Belohnungen als auch mögliche Strafen für Ausfallzeiten anfallen, sollten Validatoren in naher Zukunft offline genommen werden, um Risiken im Zusammenhang mit potenziellen Netzwerkstrafen zu verringern.
Der Ausstieg soll bis zum 7. Oktober beendet werden. Diese Aussage weist darauf hin, dass der zugrundeliegende Fehler möglicherweise schwerwiegend ist.
Halter der Kryptowährung stETH müssen hierbei nicht mit Problemen rechnen. Bis betroffene Validatoren ihre angelegten ETH wieder staken können, dürften bis zu 45 Tagen vergehen, schreibt Lido.
Das müssen Nutzer der Browser Wallet jetzt wissen
Die wichtigste Meldung für Nutzer der MetaMask: Kryptowährungen, die über die Browser Wallet verwaltet werden, sind weiterhin sicher. Nutzer müssen also nicht mit dem Verlust ihrer Kryptos rechnen.
Auch innerhalb von Lido angelegte ETH und die eingenommenen stETH seien nicht bedroht. Die Kontrolle der Coins bleibt in den Händen der rechtmäßigen Eigentümer.
Following an investigation into an infrastructure compromise, MetaMask Staking (ex Consensys Staking) has taken precautionary steps to protect client assets related to its operated Ethereum validators.
These steps include exiting its Ethereum (ETH) validators in the Lido… https://t.co/nsox7h0I5k
— Lido (@LidoFinance) September 30, 2026
Genauere Informationen zu dem Sicherheitsvorfall bleiben bislang vor der Öffentlichkeit verborgen. MetaMask untersuche die Situation derzeit genauer. Möglicherweise möchten die Entwickler die potenzielle Ausnutzung der Lücke durch Trittbrettfahrer verhindern.
MetaMask weist laut offiziellen Zahlen mehr als 100 Millionen Nutzer weltweit auf. Mehr als 30 Millionen Menschen nutzen die Wallet jeden Monat. Für die Krypto-Gemeinschaft zählt die Browser Wallet also zu den wichtigsten Anwendungen überhaupt.
Nutzer sollen Ruhe bewahren und nicht in Panik verfallen. Sämtliche Kryptowährungen seien sicher, sofern ihre Eigentümer ihre Privaten Schlüssel vorsichtig verwahren. Private Schlüssel, Schlüsselphrasen oder Wiederherstellungsphrasen sollten niemals weitergegeben werden – auch nicht an Personen, die sich als Kundendienst von MetaMask ausgeben.
Ob es derzeit vermehrt zu Phishing-Angriffen auf Nutzer der MetaMask kommt, ist nicht klar.

