Robinhood: Anklage wegen Marktmanipulation

Eine US-Richter hat entschieden, dass Robinhood sich einer Klage stellen muss, in der Marktmanipulation behauptet wird. Der Fall bezieht sich auf die Entscheidung von Robinhood, den Handel mit bestimmten Aktien im vergangenen Jahr einzustellen.

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Klage gegen Robinhood gestellt

Eine Richterin des US-Bezirksgerichts, Cecilia Altonaga, hat entschieden, dass die Handelsplattform Robinhood sich einer Klage im Zusammenhang mit mehreren Aktien aus der Meme-Aktienrallye im vergangenen Jahr stellen muss.

Robinhood muss sich nicht mit dem Vorwurf auseinandersetzen, Marktmanipulation betrieben zu haben, als es Kunden Anfang 2021 vorübergehend vom Kauf bestimmter Aktien abhielt.

Die Protagonisten waren hauptsächlich die Aktien von GameStop und AMC. Einzelhändler haben Unmengen dieser Aktien gekauft, was zu einem massiven Preisanstieg führte.

Die Handelsplattform schränkte daraufhin den Handel mit den Aktien ein, sehr zum Unmut der Händler.

Aktienkurs auf Sinkflug

Robinhood und andere Unternehmen schränkten den Kauf bestimmter Aktien ein, während das Unternehmen mit einer Flut von Käufen konfrontiert wurde. Damit begann eine Reihe von Negativschlagzeilen für das Unternehmen, dessen Aktienkurs seit seinem Höchststand im August 2021 gesunken ist.

Richter Altonaga wies auch die Vorwürfe von Kleinanlegern zurück, Robinhood habe fahrlässig gehandelt und seine Pflichten verletzt, ebenso wie die Behauptung, Robinhood habe sich verschworen, um einen Short Squeeze zu verhindern.

In der Zwischenzeit sagt das Unternehmen, dass es überzeugt ist, dass die von ihm ergriffenen Maßnahmen „angemessen und notwendig“ waren.

 

Robinhood unter Druck

Robinhood hatte einen steinigen Start ins Jahr 2022, mit mehreren großen Rückschlägen. Die Plattform war gezwungen, 23 % ihrer Belegschaft zu entlassen, während ihre Krypto-Handelseinheit in einem bahnbrechenden Fall mit einer Geldstrafe von 30 Millionen US-Dollar belegt wurde.

Es gab zwar Gerüchte, dass FTX beabsichtigt, die Börse zu übernehmen. CEO Sam Bankman-Fried hat diese dementiert, allerdings hat er selbst ein Interesse an der Übernahme von Robinhood Financial und kafute Mitte Mai dieses Jahres knapp 8 % aller Robin Hood Aktien.

Bankman-Fried kauft 7,6 % von Robinhood

Weiteres Wachstum trotz Schwierigkeiten als Ziel

Während die wirtschaftlichen Bedingungen das Geschäft unter Druck gesetzt haben, hat sich Robinhood auf die Entwicklung seines Angebots konzentriert. Es wird eine Von-Custodial Wallet auf den Markt bringen, die es mit den Giganten Coinbase und MetaMask aufnehmen soll.

Zudem steht in der Planung, das britische Kryptounternehmen Ziglu zu integrieren, was eine Expansion nach Europa vorbereiten würde.

Das Finanzdienstleistungsunternehmen Robinhood sieht sich mit einer Klage konfrontiert, die zu einem weiteren Schlag für das angeschlagene Unternehmen führen könnte, wenn sie nicht ordnungsgemäß beseitigt wird.

Autor

Eva Steinmetz zeigt großes Interesse an den Themen Krytowährungen, Tokenisierung und Künstliche Intelligenz zur Optimierung von bereits bestehenden Systemen, wie der Immobilien- oder Finanzbranche. In diesem Zuge liegt ein Fokus auf die Veränderungen zur Regulierungen der Kryptowährungen weltweit.

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