Monero FCMP++ Upgrade naht: Warum XMR bald noch sicherer wird

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Upgrade namens FCMP++ naht auf Monero. Mehrere neue Funktionen sorgen für eine enorme Verbesserung der Sicherheit, die Herstellung einer Layer-2-Funktionalität und der Quantenresistenz.
  • Aktuell befindet sich das Upgrade in Erprobung. Noch im Frühjahr 2026 soll es eingeführt werden. Ein genaues Fälligkeitsdatum steht nicht fest.
  • Monero möchte dadurch seine Zukunft als Marktführer der vertraulichen Kryptowährungen festigen. Die Entschlüsselung von Transaktionen, die bereits heute schwierig ist, sei laut Experten dann nahezu unmöglich.

Monero FCMP++ Upgrade naht: Warum XMR bald noch sicherer wird

Die Einführung des Upgrades FCMP++ (Full-Chain Membership Proofs++) naht auf Monero. Die Entwickler erproben den neuen Inhalt derzeit als Teil einer Beta-Testphase. Für den größten Privacy Coin ist die Entwicklung ein bedeutender Meilenstein, da sich seine Sicherheit immens verbessert. Die Verschlüsselung der Blockchain zu knacken, wird nach der Einführung erheblich schwieriger.

“Die FCMP++ weisen nach, dass der ausgegebene [Transaction]-Output einer von beliebig vielen Outputs in der Blockchain ist. (…) Das bedeutet, dass sich die Anzahl der [Transaction]-Inputs von einem Anonymitätssatz von 16 auf 100.000.000 erhöht”, erklärte Monero über sein offizielles X-Konto.

Als Input bezeichnet man auf der Blockchain eine Zahlung an ihrem Startpunkt. Ein Output ist ein Paket an Coins einer bestimmten Kryptowährung, welches als Ausgang einer Transaktion beim Empfänger landet.

Um die Privatsphäre seiner Nutzer zu schützen, setzt Monero auf sogenannte Ring Signatures. Es handelt sich um ein kryptografisches Konzept, das einen realen Sender unter mehreren vorgetäuschten Sendern versteckt. Aktuell verwendet die Blockchain eine Ringgröße von 16. Demnach versteckt sich der echte Sender unter 15 Fälschungen.

Angreifer können versuchen, diese Art der Verschlüsselung durch Transaktionsanalysen zu dechiffrieren. Dafür beobachten sie die Nutzung bekannter Outputs auf der Blockchain. Da reale Outputs als gefälschte Ring Signatures genutzt werden, ist eine Deanonymisierung besonders dank Insiderwissen denkbar. Dieses Wissen kann etwa durch die Überwachung einzelner Transaktionen durch Dienstleister aufgebaut werden. Man spricht hierbei von einer EAE-Attacke.

Mit der Einführung von FCMP++ möchten Moneros Entwickler derlei Angriffe nachhaltig verhindern. Dafür erhöhen sie die Ringgröße von 16 auf 100 Millionen.

“EAE-Angriffe und statistische Auswertung sind dann so gut wie unmöglich”, heißt es in einer Erklärung, die Monero auf X teilte.

Gleichzeitig soll das Update Monero mit einer Quantenresistenz ausstatten. Die Versicherung gegenüber Quantencomputern ist derzeit ein wichtiges Thema in der Kryptobranche und gilt für ihre Zukunft als wegweisend.

Monero-Update enthält zwei umstrittene Funktionen

Neben der Verbesserung der Verschlüsselung enthält Moneros kommendes Update noch weitere Funktionen. So bereitet man die Blockchain für die Verwendung von Layer-2-Systemen vor und erweitert die View Keys so, dass diese nicht nur eingehende, sondern auch ausgehende Transaktionen offenbaren.

Beide Inhalte sorgten in der Szene für einigen Widerstand. Teilweise kritisierten Nutzer, die sogenannten Outgoing View Keys könnten die Privatsphäre gefährden. Allerdings handelt es sich dabei um eine Funktion, die der Inhaber einer Blockchain-Adresse nur willentlich teilt.

Auch die Debatte um die Einführung eines Layer-2 sorgte für Konflikte. Um die Versendung von Mikrotransaktionen in Echtzeit abzuwickeln, ist die Einführung des Konzepts Grease geplant. Das Upgrade stellt mit der Funktion Transaction Chaining dafür eine Grundlage bereit.

Das FCMP++ Upgrade befindet sich schon seit Jahren in Arbeit. Der Programmcode steht schon seit August 2024 bereit. Noch im Frühjahr 2026 möchten die Entwickler die Implementierung abschließen. Wann genau die Einführung auf dem Mainnet stattfindet, ist bislang noch nicht klar.

Veränderungen dieser Größe setzten sorgfältige Prüfungen voraus, um die Ausnutzung etwaiger Fehler zu verhindern. Die Monero-Blockchain wird nach der Einführung schneller wachsen als bisher. Die Dateigröße pro Transaktion wächst auf vier Kilobyte, während sie heute zumeist zwischen 1,50 und 2,17 Kilobyte liegt.

Auch vor der Einführung des Upgrades ist die Sicherheit von Monero weitgehend gewährleistet. Ausnutzungen der aktuellen Technologie gelingen nur selten. Durch die Verbesserungen möchten die Entwickler Moneros Stand als Marktführer der vertraulichen Kryptowährungen weiterhin gewährleisten.

Autor

Lennard ist ein überzeugter Krypto-Enthusiast. Als Freund der Selbstbestimmung begreift er Kryptowährungen als hohes Gut. Seine Begeisterung gilt vor allem den vertraulichen Kryptos.

Facts Checked Fakten überprüft von Mathias Wagner
Auch interessant
Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert