Krypto-News der Woche 13. Februar 2026

Das Wichtigste in Kürze

  • Die EU plant Krypto-Sanktionen gegen Russland als Teil des 20. Sanktionspakets, das bereits Ende Februar in Kraft treten könnte.
  • Das Unterhaus des niederländischen Parlaments bestätigt eine umstrittene Steuerreform, die eine Besteuerung unrealisierter Kapitalerträge in Höhe von 36 Prozent vorsieht. Betroffen sind etwa Kryptowährungen und Aktien.
  • China verschärft sein 2021 erlassenes Krypto-Verbot. Kürzlich hatten Insider noch eine Lockerung des Verbots erwartet.
  • Krypto stagniert. BTC beißt sich bei 67.000 US-Dollar fest. Unter den Top-100 finden sich Ausreißer, die sowohl enorme Gewinne als auch enorme Verluste schreiben.

EU plant Krypto-Sanktionen gegen Russland

Die Europäische Union plant das 20. Sanktionspaket gegen Russland, das bereits Ende Februar in Kraft treten könnte. Krypto-Sanktionen sind Teil des Pakets. Russland ist mit mehr als 20.000 verschiedenen Sanktionen derzeit das meistsanktionierte Land der Erde.

Seit 2022 ist der Staat auch Ziel zahlreicher Finanzsanktionen. So sind russische Banken vom Bankennetzwerk SWIFT ausgeschlossen. Finanzdienstleister wie Visa und Mastercard haben sämtliche Geschäfte in Russland auf Eis gelegt.

Für die Wirtschaft Russlands führt dies zu einem tiefen Einschnitt. Als Alternative im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr fördert der russische Staat seit 2024 den Einsatz von Kryptowährungen und Stablecoins. Statt über SWIFT werden Gelder somit über unterschiedliche Blockchains transferiert.

Ende 2025 stuften russische Behörden das Konzept als großen Erfolg ein. Um den internationalen Handel weiter zu fördern, beschlossen Finanzministerium und Zentralbank, die behördlichen Vorgaben zu verringern.

Nun reagiert die EU auf die Sanktionsumgehungen. Durch die Sanktionierung von Krypto möchte man russische Unternehmen wieder stärker am internationalen Handel hindern.

“Wir (…) ergreifen Maßnahmen gegen Kryptowährungen, Unternehmen, die damit handeln, und Plattformen, die den Kryptohandel ermöglichen, um Hintertüren zur Umgehung der Sanktionen zu schließen”, erklärte EK-Präsidentin Ursula von der Leyen jüngst in einer Pressemitteilung.

Die neuen Krypto-Sanktionen sollen verhindern, dass russische Hintermänner ständig neue Unternehmen gründen können, um die Sanktionen der EU zu umgehen. Stattdessen möchte die Europäische Union ein generelles Verbot für Krypto-Transaktionen erlassen, deren Empfänger russische Betriebe sind.

Der generelle Einsatz von Krypto im russischen Außenhandel lässt sich durch diese Maßnahme nicht einschränken. Lediglich der Handel zwischen Russland und der EU könnte dadurch verringert werden.

Niederlande: Unterhaus verabschiedet umstrittene Krypto-Steuer

Die Niederlande nähern sich einer Steuer auf unrealisierte Kapitalgewinne an. Bereits im Januar 2028 könnte diese wirksam werden, sollte die Gesetzgebung kurz vor dem Erfolg einer Steuerreform keine Kehrtwende einlegen.

Gestern bestätigte das niederländische Unterhaus eine umstrittene Steuerreform, die auf Kapitalanlagen wie Kryptowährungen oder Aktien wirksam würde. Das Besondere: Statt Steuern wie bisher auf realisierte Gewinne zu zahlen, würden Investoren künftig auch zur Kasse gebeten, wenn die Gewinne noch gar nicht realisiert wurden.

Jährlich würde am 1. Januar eine Bewertung der Kapitalanlagen stattfinden. Weist der Marktpreis unrealisierte Gewinne auf, müssten Abgaben in Höhe von 36 Prozent gezahlt werden. Für die Finanzmärkte hätte die Reform schwerwiegende Folgen.

Der niederländische Abgeordnete Michiel Hoogeveen bestätigte gestern über X den Erfolg des Entwurfs “Wet werkelijk rendement box 3”. Das Unterhaus stimmte für die Steuerreform, die jetzt nur noch die Zustimmung des Senats benötigt.

Experten erwarten eine Kapitalflucht, sollte die Steuer tatsächlich in Kraft treten. Ex-Banker Pius Sprenger vermutet, dass die Steuerreform in Europa einen Kaskadeneffekt auslösen könnte und so von weiteren Mitgliedstaaten der Europäischen Union angenommen würde.

“Diese wahnwitzige Steuer wird sich wie ein Lauffeuer in ganz Europa ausbreiten”, prognostizierte Sprenger über X.

China verschärft unerwartet Krypto-Verbot

Die Volksrepublik China verschärft unerwarteterweise ein bestehendes Krypto-Verbot. Bereits seit 2021 ist ein umfassendes Verbot von Kryptowährungen in Kraft.

Die jüngste Verschärfung konzentriert sich auf die Untersagung von tokenisierten Echtweltanlagen (RWAs). Zudem untersagt die chinesische Regierung die Herausgabe von digitalen Anlagen auch dann, wenn es sich um ein im Ausland befindliches Tochterunternehmen eines chinesischen Betriebs handelt.

Die Verwendung von Begriffen wie “RWA” oder “Kryptowährungen” als Teil von Firmennamen steht in China nun ebenfalls unter Strafe. Die Bewerbung von Krypto-Anlagen ist fortan illegal.

Zuletzt hatten Insider eine Lockerung des Krypto-Verbots erwartet. Behörden hatten illegale Krypto-Miner noch Ende 2025 immer öfter toleriert. Experten erwarteten eine Anpassung bestehender Verordnungen, um die neue Laissez-faire-Haltung auch gesetzlich festzuhalten. Daraus wird nun nichts mehr.

Kryptomarkt stagniert

Über die letzten sieben Tage stagniert der Kryptomarkt mehrheitlich. Der Bitcoin-Kurs verliert im Wochentrend gerade einmal 0,03 Prozent. BTC notiert zum Redaktionsschluss bei 67.053 US-Dollar.

Ethereum gelingen im Wochentrend immerhin milde Gewinne von 1,31 Prozent. Infolgedessen steigt ETH auf 1.958 US-Dollar.

Unter den 100 größten Kryptowährungen gelingt es sechs Projekten, Gewinne von mehr als 30 Prozent im Wochentrend einzustreichen. Der Memecoin Pippin (PIPPIN) platziert sich mit 187 Prozent Kursgewinn als Wochensieger. Er wird für 0,517 US-Dollar gehandelt.

Auf dem zweiten Rang liegt Humanity Protocol (H) – ein Netzwerk, das gleichzeitig digitale Identitäten auf Basis biometrischer Daten verteilt und dabei die Privatsphäre der Nutzer wahren möchte. H stieg um 69 Prozent auf 0,1987 US-Dollar.

Auf dem dritten Rang findet sich River (RIVER) mit 50 Prozent Kursgewinn ein. Der Token notiert zum Redaktionsschluss bei 19,12 US-Dollar. Es handelt sich um ein interoperables DeFi-System.

Autor

Lennard ist ein überzeugter Krypto-Enthusiast. Als Freund der Selbstbestimmung begreift er Kryptowährungen als hohes Gut. Seine Begeisterung gilt vor allem den vertraulichen Kryptos.

Facts Checked Fakten überprüft von Mathias Wagner
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