Iran verlangt Bitcoin für Passage durch Straße von Hormus

Das Wichtigste in Kürze

  • Am Dienstag endeten die Waffenstillstandverhandlungen zwischen Iran, USA und Israel erfolgreich. Zwei Wochen soll die Waffenruhe andauern.
  • Während dieser Zeit erhebt der Iran Zollgebühren für die Straße von Hormus. Öltankern gestattet man die Durchfahrt, sofern diese eine Gebühr in Bitcoin zahlen.
  • Nachdem Israel seine Angriffe auf den Libanon am Mittwoch ausweitete, ist der Waffenstillstand bereits wieder fraglich.

Iran verlangt Bitcoin für Passage durch Straße von Hormus

Iran, Israel und USA einigten sich vorgestern auf einen Waffenstillstand im Irankrieg. Als Folge dessen öffnete der Iran die Straße von Hormus. Die wichtige Handelsroute nimmt für den internationalen Handel mit fossilen Brennstoffen eine wichtige Bedeutung ein.

Laut Financial Times verlangt die iranische Staatsführung jedoch Gebühren für die Passage der Straße von Hormus. Reedereien müssen diese Gebühren demnach in Bitcoin zahlen. Pro Barrel Rohöl müssen Tanker umgerechnet einen US-Dollar zahlen.

Hamid Hosseini, ein Vertreter der iranischen Union für Öl, Gas und Petrochemie, stand der Financial Times Rede und Antwort. Hosseini bezeichnete die erhobenen Gebühren als Zölle. Die Durchquerung der Hormus-Straße sei nun jedem Schiff gestattet, nachdem dieses vollständig geprüft wurde und seine jeweiligen Gebühren gezahlt hat. Leere Tanker genießen freie Durchfahrt.

“Der Iran muss kontrollieren, was die Straße durchquert, um sicherzustellen, dass während des zweiwöchigen Waffenstillstands keine Waffen eingeführt werden”, erklärte Hosseini.

Bis auf den Transport von Waffen, werde man die freie Fahrt sämtlicher Waren gewähren, führte er aus. “Alles darf passieren, allerdings benötigt die Prüfung jedes Schiffs seine Zeit.” Der Nationale Sicherheitsrat des Irans legt die Konditionen der Straße von Hormus fest. Er setzt sich aus sieben Personen zusammen, die alle der iranischen Regierung oder dem iranischen Militär angehören.

Reedereien müssen ihre Schiffe vorab via E-Mail beim Iran anmelden. Zur Anmeldung gehört die Offenlegung der transportierten Güter. Der Iran antwortet auf die E-Mail dann mit den anfallenden Gebühren, die in BTC dargelegt werden.

“Sobald die E-Mail eingegangen ist und der Iran seine Prüfung abgeschlossen hat, haben die Schiffe wenige Sekunden Zeit, um die Zahlung in Bitcoin zu leisten, wodurch sichergestellt wird, dass sie aufgrund von Sanktionen nicht zurückverfolgt oder beschlagnahmt werden können”, argumentiert Husseini.

Demnach setzt der Iran für diesen Einsatzzweck vollständig auf die größte Kryptowährung. In der Vergangenheit nutzte man den Bitcoin bereits wiederholt im Außenhandel, setzte für andere Zwecke aber auch auf sanktionierbare Stablecoins.

Iran setzt auf Bitcoin? Darum wirft das Konzept Fragen auf

Dass der Iran auf Bitcoin setzt, fasst die Krypto-Szene zu großen Teilen als gute Nachricht auf. Sie wertet es als Bestätigung für den Nutzwert der Kryptowährung. Der Iran macht sich dadurch die Unabhängigkeit und Neutralität der Blockchain zunutze.

Die von der Financial Times gelieferten Zitate werfen allerdings Fragen auf. So legt Hosseinis Aussage nahe, eine Bitcoin-Transaktion könne in wenigen Sekunden finalisiert werden – das entspricht allerdings nicht der Wahrheit. Je nach Auslastung der Blockchain wird eine Bitcoin-Zahlung erst nach wenigen Minuten bis wenigen Stunden abgewickelt.

Ein durchschnittlicher Öltanker transportiert 800.000 bis eine Million Barrel. Pro Schiff fällt also eine Gebühr von bis zu einer Million US-Dollar an – das entspricht derzeit rund 14 BTC. Geldmengen dieser Art lassen sich nicht zuverlässig über das instantane Lightning-Netzwerk transferieren. Hosseinis Angabe bleibt also fragwürdig.

Krypto-Unternehmer Erik Voorhees zeigt sich von der Idee trotzdem überzeugt. Auf X lobte er die Nutzung des Bitcoins zu diesem Zweck.

“Wie auch Öl, ist der Bitcoin neutral. Er ist ein absolut ehrlicher Mechanismus, um Werte zwischen verschiedenen Parteien zu transferieren, unabhängig von ihrer Beziehung zueinander oder dem Grad ihres Vertrauens”, schreibt Voorhees.

Auch der Bitcoin-Befürworter und ehemalige Banker Pius Sprenger sieht in dieser Entwicklung ein positives Zeichen, beweist er doch den Nutzen des Bitcoins. Die größte Kryptowährung ist heutzutage primär für ihren Einsatz als Spekulationsobjekt bekannt.

“Bitcoin hat keinen Nutzen? Nun, hier ist er”, kommentierte Sprenger.

Darum ist die Zukunft der Straße von Hormus ungewiss

Seit der Veröffentlichung der Financial Times gilt die Zukunft der Straße von Hormus bereits wieder als ungewiss. Nachdem Einigungen über einen Waffenstillstand im Irankrieg in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch bekannt wurden, nutzte Israel die neuen Konditionen, um seine Angriffe auf den Libanon auszuweiten.

Der Iran rügte dies öffentlich. Laut US-Präsident Donald Trump habe es bei der Aushandlung des Waffenstillstands ein Missverständnis gegeben. Grundlage der Verhandlung war ein iranischer 10-Punkte-Plan. In Punkt 9 forderte der Iran auch ein Ende sämtlicher Kampfhandlungen in sekundären Kriegsschauplätzen, wozu der Libanon zählt.

Der iranische Außenminister Abbas Araghchi stellte die Ausschreitungen im Libanon als Bruch des Waffenstillstands dar. Eine iranische Reaktion ist denkbar. Der genaue Wortlaut der Abmachungen, welche die Kriegsparteien am Dienstag unterzeichneten, liegt Blockchainwelt nicht vor.

Iran verlangt Bitcoin für Passage durch Straße von Hormus

Iran, Israel und die USA einigten sich vorgestern auf einen Waffenstillstand im Irankrieg. Als Folge dessen öffnete der Iran die Straße von Hormus. Die wichtige Handelsroute nimmt für den internationalen Handel mit fossilen Brennstoffen eine wichtige Bedeutung ein.

Laut Financial Times verlangt die iranische Staatsführung jedoch Gebühren für die Passage der Straße von Hormus. Reedereien müssen diese Gebühren demnach in Bitcoin zahlen. Pro Barrel Rohöl müssen Tanker umgerechnet einen US-Dollar zahlen.

Hamid Hosseini, ein Vertreter der iranischen Union für Öl, Gas und Petrochemie, stand der Financial Times Rede und Antwort. Hosseini bezeichnete die erhobenen Gebühren als Zölle. Die Durchquerung der Hormus-Straße sei nun jedem Schiff gestattet, nachdem dieses vollständig geprüft wurde und seine jeweiligen Gebühren gezahlt hat. Leere Tanker genießen freie Durchfahrt.

“Der Iran muss kontrollieren, was die Straße durchquert, um sicherzustellen, dass während des zweiwöchigen Waffenstillstands keine Waffen eingeführt werden”, erklärte Hosseini.

Bis auf den Transport von Waffen, werde man die freie Fahrt sämtlicher Waren gewähren, führte er aus. “Alles darf passieren, allerdings benötigt die Prüfung jedes Schiffs seine Zeit.” Der Nationale Sicherheitsrat des Irans legt die Konditionen der Straße von Hormus fest. Er setzt sich aus sieben Personen zusammen, die alle der iranischen Regierung oder dem iranischen Militär angehören.

Reedereien müssen ihre Schiffe vorab via E-Mail beim Iran anmelden. Zur Anmeldung gehört die Offenlegung der transportierten Güter. Der Iran antwortet auf die E-Mail dann mit den anfallenden Gebühren, die in BTC dargelegt werden.

“Sobald die E-Mail eingegangen ist und der Iran seine Prüfung abgeschlossen hat, haben die Schiffe wenige Sekunden Zeit, um die Zahlung in Bitcoin zu leisten, wodurch sichergestellt wird, dass sie aufgrund von Sanktionen nicht zurückverfolgt oder beschlagnahmt werden können”, argumentiert Husseini.

Demnach setzt der Iran für diesen Einsatzzweck vollständig auf die größte Kryptowährung. In der Vergangenheit nutzte man den Bitcoin bereits wiederholt im Außenhandel, setzte für andere Zwecke aber auch auf sanktionierbare Stablecoins.

Iran setzt auf Bitcoin? Darum wirft das Konzept Fragen auf

Dass der Iran auf Bitcoin setzt, fasst die Krypto-Szene zu großen Teilen als gute Nachricht auf. Sie wertet es als Bestätigung für den Nutzwert der Kryptowährung. Der Iran macht sich dadurch die Unabhängigkeit und Neutralität der Blockchain zunutze.

Die von der Financial Times gelieferten Zitate werfen allerdings Fragen auf. So legt Hosseinis Aussage nahe, eine Bitcoin-Transaktion könne in wenigen Sekunden finalisiert werden – das entspricht allerdings nicht der Wahrheit. Je nach Auslastung der Blockchain wird eine Bitcoin-Zahlung erst nach wenigen Minuten bis wenigen Stunden abgewickelt.

Ein durchschnittlicher Öltanker transportiert 800.000 bis eine Million Barrel. Pro Schiff fällt also eine Gebühr von bis zu einer Million US-Dollar an – das entspricht derzeit rund 14 BTC. Geldmengen dieser Art lassen sich nicht zuverlässig über das instantane Lightning-Netzwerk transferieren. Hosseinis Angabe bleibt also fragwürdig.

Krypto-Unternehmer Erik Voorhees zeigt sich von der Idee trotzdem überzeugt. Auf X lobte er die Nutzung des Bitcoins zu diesem Zweck.

“Wie auch Öl, ist der Bitcoin neutral. Er ist ein absolut ehrlicher Mechanismus, um Werte zwischen verschiedenen Parteien zu transferieren, unabhängig von ihrer Beziehung zueinander oder dem Grad ihres Vertrauens”, schreibt Voorhees.

Auch der Bitcoin-Befürworter und ehemalige Banker Pius Sprenger sieht in dieser Entwicklung ein positives Zeichen, beweist er doch den Nutzen des Bitcoins. Die größte Kryptowährung ist heutzutage primär für ihren Einsatz als Spekulationsobjekt bekannt.

“Bitcoin hat keinen Nutzen? Nun, hier ist er”, kommentierte Sprenger.

Darum ist die Zukunft der Straße von Hormus ungewiss

Seit der Veröffentlichung der Financial Times gilt die Zukunft der Straße von Hormus bereits wieder als ungewiss. Nachdem Einigungen über einen Waffenstillstand im Irankrieg in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch bekannt wurden, nutzte Israel die neuen Konditionen, um seine Angriffe auf den Libanon auszuweiten.

Der Iran rügte dies öffentlich. Laut US-Präsident Donald Trump habe es bei der Aushandlung des Waffenstillstands ein Missverständnis gegeben. Grundlage der Verhandlung war ein iranischer 10-Punkte-Plan. In Punkt 9 forderte der Iran auch ein Ende sämtlicher Kampfhandlungen in sekundären Kriegsschauplätzen, wozu der Libanon zählt.

Der iranische Außenminister Abbas Araghchi stellte die Ausschreitungen im Libanon als Bruch des Waffenstillstands dar. Eine iranische Reaktion ist denkbar. Der genaue Wortlaut der Abmachungen, welche die Kriegsparteien am Dienstag unterzeichneten, liegt Blockchainwelt nicht vor.

Autor

Lennard ist ein überzeugter Krypto-Enthusiast. Als Freund der Selbstbestimmung begreift er Kryptowährungen als hohes Gut. Seine Begeisterung gilt vor allem den vertraulichen Kryptos.

Facts Checked Fakten überprüft von Mathias Wagner
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