Bitcoin-Kurs noch 2025 bei 250.000 USD? Hayes bleibt stur

Das Wichtigste in Kürze
- Marktanalyst Arthur Hayes glaubt weiterhin an das Kursziel von 250.000 US-Dollar, das er BTC seit 2024 voraussagt.
- Durch eine Abnahme der weltweiten Geldmenge und einen durch US-Präsident Trump ausgelösten Handelskonflikt endete die Bitcoin-Kursrallye in diesem Jahr ungewöhnlich früh.
- Laut Hayes befinden wir uns aktuell mitten in einer Erholung, die zum Ende des Jahres beim Bitcoin-Kurs von 250.000 endet – ausgelöst durch eine massive Inflation in den USA und der EU.
Bitcoin-Kurs noch 2025 bei 250.000 USD? Hayes bleibt stur
Erreicht der Bitcoin-Kurs noch 2025 ein neues Rekordhoch bei 250.000 US-Dollar? Diese Prognose machten gleich mehrere Experten, bevor der Bullenmarkt im November 2024 begann.
Sowohl Standard Chartered als auch der Krypto-Unternehmer Arthur Hayes sagten das Kursziel von 250.000 US-Dollar voraus. Zwar gelang dem Bitcoin im Jahr 2025 tatsächlich eine Kursrallye, doch von den angekündigten Werten befindet sich der Bitcoin-Kurs derzeit weit entfernt.
Heute notiert BTC bei 84.840 US-Dollar. Sein aktuelles Allzeithoch stammt vom 20. Januar – dem Tag, an dem Donald Trump zum US-Präsidenten gekürt wurde. Damals stellte der Bitcoin bei 109.114 US-Dollar einen neuen Rekordwert auf.
Anschließend sank der Bitcoin-Kurs allmählich bis zum Ende des Februars. Seither hält sich der Marktwert hauptsächlich zwischen 80.000 und 90.000 US-Dollar auf. Einzelne Ausreißer unter die 80.000-Dollar-Schwelle gab es.
Geht es nach dem Unternehmer und Marktanalysten Arthur Hayes, so ist sein prognostiziertes Kursziel trotzdem immer noch realistisch – jedoch soll es sich Richtung Ende des Jahres verschieben. Hayes bleibt also stur und passt sein Kursziel nicht an, obwohl der Bitcoin ein verfrühtes Ende seiner Kursrallye erlebte.
Darum soll der Bitcoin-Kurs 250.000 US-Dollar erreichen
Hayes erläutert in seinem neuesten Blogeintrag, warum er weiterhin so stur an sein Kursziel bei 250.000 US-Dollar glaubt. Technische Verschlechterungen habe es beim Bitcoin nicht gegeben. Dieselbe Technologie läuft nach wie vor jeden Tag störungsfrei.
Hayes hält es deshalb für unrealistisch, dass die Abwertung der letzten Wochen aufgrund technischer Unzulänglichkeiten entstand. Vielmehr bewertet der Markt den Bitcoin anhand der Lage der wichtigsten Fiatwährungen, erklärt der Experte.
“Die Technologie funktioniert, und es gibt in naher Zukunft keine größeren Veränderungen, ob das gut ist oder schlecht. Daher wird Bitcoin ausschließlich auf der Grundlage der Markterwartung für das künftige Angebot an Fiat gehandelt”, so Hayes.
Zuletzt verzeichnete der US-Dollar eine Deflation. Weil Trump einige Strukturprojekte finanzieren möchte, droht in den kommenden Monaten allerdings eine enorme Inflation. Diese erwartet Hayes. Ihm zufolge soll sie eine Bitcoin-Kursexplosion auslösen.
“Wenn meine Analyse des großen Schwenks der FED von quantitativer Straffung zu quantitativer Lockerung für Staatsanleihen richtig ist, dann hat Bitcoin letzten Monat ein lokales Tief von 76.500 US-Dollar erreicht, und jetzt beginnen wir den Aufstieg auf 250.000 US-Dollar bis zum Jahresende.”
Wie euphorisch der Analyst tatsächlich ist, zeigt sich im weiteren Verlauf seiner Erklärung. Demnach erwartet er nicht, dass es dem Bitcoin gelingt, erneut ein regionales Tief aufzustellen. Das diesjährige Tief bei 76.000 US-Dollar könne die Kryptowährung nicht mehr unterbieten, glaubt er.
“Wenn ich wetten müsste, ob ich glaube, dass Bitcoin zuerst 76.500 oder 110.000 US-Dollar erreichen wird, würde ich auf Letzteres setzen.”
Das aktuelle Damoklesschwert – Trumps durch Einfuhrzölle ausgelöster Handelskonflikt – werde es nicht schaffen, den Bitcoin-Kurs über längere Zeit zu hemmen. So ausgelöste Unsicherheit werde sich lediglich auf den Aktienmarkt auswirken, schreibt der US-Amerikaner.
Auch die europäische Politik soll dem Bitcoin stark in die Hände spielen. Nachdem der Bundestag im März ein neues Schuldenpaket beschlossen hat, droht auch in der EU eine enorme Inflation, der sich neben Deutschland auch weitere Länder anschließen werden, glaubt Hayes.