Rätsel um Satoshi Nakamoto gelöst? Neuer Film offenbart Erstaunliches

Das Wichtigste in Kürze
- Die gestrige Veröffentlichung der Dokumentation “Finding Satoshi” schlägt hohe Wellen in der Krypto-Szene. Viele Experten meinen: Das Rätsel um den pseudonymen Bitcoin-Gründer Satoshi Nakamoto könnte endlich gelöst sein.
- Das Filmstudio Tuckey Tooley Entertainment kommt in seinem Film zu dem Ergebnis, dass zwei Cypherpunks hinter der Erfindung des Bitcoins stecken, die beide bereits vor Jahren verstorben sind.
- Die US-Amerikaner Hal Finney und Len Sassaman sollen den Bitcoin gemeinsam erarbeitet haben. Finney übernahm die Entwicklungsarbeit, während Sassaman die öffentliche Persona Satoshi Nakamoto aufbaute und Schriften verfasste.
Rätsel um Satoshi Nakamoto gelöst? Neuer Film offenbart Erstaunliches
Ist das Rätsel um den mysteriösen Bitcoin-Erfinder Satoshi Nakamoto endlich gelöst? Das Filmstudio Tucker Tooley Entertainment veröffentlichte unter dem Titel “Finding Satoshi” gestern einen neuen Film, der sich mit dieser Frage beschäftigt.
Wegen seiner erstaunlichen Erkenntnisse schlägt die anderthalbstündige Dokumentation große Wellen in der Krypto-Szene. Die Qualität der Recherche rief einige bekannte Persönlichkeiten auf den Plan – etwa den US-amerikanischen Programmierer Jameson Lopp, der durch seine Erkenntnisse eine Schlüsselposition in der Erzählung einnimmt.
Auch Fran Finney, die Witwe des verstorbenen Softwareentwicklers Hal Finney nahm an den Dreharbeiten teil. Auf X machte sie deutlich: Dies sei eine Ausnahme gewesen. Zunächst habe sie die Anfragen des Studios abgelehnt, sei von der Recherchearbeit letztlich jedoch so beeindruckt gewesen, dass sie sich zur Teilnahme bereit erklärte.
“Als ich 2023 gebeten wurde, für die Dokumentation Finding Satoshi ein Interview zu geben, lehnte ich ab. Im Jahr 2025 sah ich eine frühe Fassung. Ich war gerührt, beeindruckt und stimmte zu, am Ende mit dabei zu sein”, schrieb Fran Finney auf X.
Ihr verstorbener Ehemann, Hal Finney, gilt bereits seit Langem als heißester Kandidat hinter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto. Der US-Amerikaner war ein bekannter Cypherpunk, und Kryptograph. Als Empfänger der ersten Bitcoin-Transaktion ging er in die Geschichte ein. Überdies war er der Erfinder des direkten Bitcoin-Vorgängers RPOW.
Viele Experten und Szenegrößen halten Finney für den wahren Bitcoin-Erfinder. In der Dokumentation äußert Jameson Lopp an dieser Sichtweise allerdings Zweifel. Lopp wisse, dass Finney nicht hinter dem Pseudonym stecken könne, da Nakamoto Nachrichten abgesetzt habe, während Finney mit sportlichen Aktivitäten beschäftigt war.
“Wenn man sich die Zeitstempel ansieht, findet man mehrere E-Mails, die hin- und hergeschrieben wurden, während Finney nachweislich an einem Lauf teilnahm”, erklärte Lopp.
Auch die britisch-englische Schreibweise Nakamotos wirft bis heute Fragen auf. Finney könnte sie inszeniert haben, um die Aufmerksamkeit von sich zu lenken. Finding Satoshi kommt zu einem anderen Ergebnis: Neben Finney verbirgt sich womöglich eine zweite Person hinter der Erfindung des Bitcoins.
Wie Len Sassaman und Hal Finney den Bitcoin gemeinsam erfanden
Ermittler Tyler Maroney ist überzeugt: Hinter Satoshi Nakamoto verbargen sich zwei Personen. Im Gespräch mit Lopp kommt er zur Überzeugung, dass dieses Geheimnis schwer geheim zu halten sei, sollte mindestens eine Partei noch leben.
Finney und Maroney starben beide bereits vor mehr als zehn Jahren. Ihre Tode stehen in zeitlicher Nähe zur Verabschiedung Nakamotos. Finney verstarb 2014 im Zuge einer ALS-Erkrankung. Len Sassaman, ein weiterer Kandidat auf die Urheberschaft des Bitcoins, nahm sich im Juli 2011 selbst das Leben. Nakamotos letzte Nachricht stammt aus dem April 2011.
Die Schreibweise von Sassamans öffentlichem Twitter-Konto weise große Ähnlichkeit zur Schreibweise Nakamotos auf. Auch das Bitcoin-Whitepaper soll aus Sassamans Hand stammen, ähnele es doch etlichen Forschungsberichten Sassamans.
Der gebürtige US-Amerikaner war ebenfalls Cypherpunk und wies enge thematische Verknüpfungen zur Idee des Bitcoins auf. So beschäftigte er sich gern mit digitaler Privatsphäre und hatte durch sein Studium Kontakt zum Kryptographen David Chaum, der für die Entstehungsgeschichte der digitalen Währungen als wichtig gilt.
Laut Angaben von Sassamans Witwe Meredith Patterson, kannten sich Finney und Sassaman bereits vor der Entstehung des Bitcoins und pflegten einen virtuellen Kontakt.
Finding Satoshi kommt zum Ergebnis, dass Hal Finney die Entwicklungsarbeit leistete und den Programmcode des Bitcoins schrieb. Währenddessen nahm Sassaman die öffentliche Vertretung unter dem Namen Satoshi Nakamoto mittels schriftlicher Abhandlungen wahr.
Ein Vermögen von rund 1,1 Millionen BTC, das den Bitcoin-Erfindern zugeschrieben wird, ruht bis heute. Der Gegenwert in US-Dollar liegt derzeit bei rund 85 Milliarden US-Dollar. Dass es nicht angerührt wird, gilt als weiterer Beleg für das Ableben Finneys und Sassamans.
Der Film genießt einen Tag nach seiner Veröffentlichung bereits hohe Anerkennung in der Krypto-Szene. Coinbase-Gründer Brian Armstrong bezeichnete ihn als “die sinnhafteste Betrachtung dieses Themas”, die er bisher gesehen habe.
The Finding Satoshi documentary is the most thoughtful take on this subject I've seen out there.
It's coming out tomorrow, but Coinbase users can get early access today. Open your Coinbase app to find out more! pic.twitter.com/dN15Y8VZBU
— Brian Armstrong (@brian_armstrong) April 21, 2026
