Europäische Union hält Regulierung von Kryptowährungen für notwendig

Kryptowährungen Munich Security Conference 2022

Die Europäische Union (EU) zeigt sich erneut offen gegenüber Kryptowährungen. Dies jedoch nur unter Einbehalten der nötigen Vorschriften, um Betrug und Kriminalität zu verhindern. Hierzu äußerte sich die Abgeordnete der Europäischen Kommission Ylva Johansson auf der Munich Security Conference (MSC) 2022.

Sprecher bei der Veranstaltung waren unter anderem auch Sam Bankman-Fried (CEO FTX) und Christian Angermayer (Mitbegründer der Cryptology Asset Group). Neben Themen wie Klimawandel, Covid-19 und der globalen Stabilität, kamen auch Kryptowährungen zur Sprache.

Demnach seien digitale Währungen zunehmend im Fokus von kriminellen Organisationen. Sie gewährleisten dabei ein hohes Maß an Anonymität und finden dadurch oftmals Verwendung bei der Finanzierung von Terrorismus.

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Kryptowährungen sind Thema bei der Munich Security Conference 2022

Die Munich Security Conference ist eine jährlich stattfindende Veranstaltung in München zur internationalen Sicherheitspolitik. Sie fand dieses Jahr zum 58. Mal statt, dabei kamen unter anderem auch Kryptowährungen zur Sprache.

Schwerpunkte der Veranstaltung waren besonders die Corona-Pandemie und der Klimawandel. Auch die aktuelle Situation in der Ukraine war Mittelpunkt der Diskussionen. Eine detaillierte Übersicht der Agenda findet sich im Munich Security Report 2022.

Agenda der MSC 2022

Zu den Sprechern dieses Jahr zählten mitunter Annalena Baerbock (Bundesministerin des Auswärtigen), Cem Özdemir (Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft), Markus Söder (Parteivorsitzender der CSU), Ursula von der Leyen (Präsidentin der Europäischen Kommission) und Bundeskanzler Olaf Scholz.

Ebenso waren namhafte Persönlichkeiten wie Kamala Harris (Vizepräsidentin der Vereinigten Staaten) Nancy Pelosi (Sprecherin des Repräsentantenhauses der Vereinigten Staaten) und Bill Gates vertreten.

Am Freitag, dem 18. Februar, fand die Diskussion zum Thema „Sicherheitsprüfung nationaler Kryptowährungen“ statt. Zu den Rednern hierbei zählten Ylva Johansson (Abgeordnete der Europäischen Kommission) und Sam Bankman-Fried (CEO FTX). Bei FTX handelt es sich um eine der bekanntesten Börsen, um Kryptowährungen zu kauden.

Ich fühle mich mit digitalen Währungen nicht unwohl, aber wir müssen sie angemessen regulieren.

Ylva Johansson

Abgeordnete der Europäischen Kommission

Fördern Kryptowährungen die Aktivität von Kriminellen?

Eine häufige Kritik im Zusammenhang mit Kryptowährungen ist die Verbindung zu kriminellen Tätigkeiten. Auch Sam Bankman-Fried räumte die damit verbundenen Risiken ein. Er verwies jedoch auch darauf, dass Krypto-Plattformen die Aufsichtsmechanismen bereits erheblich gestärkt hätten.

„Wir sehen tatsächlich, dass Kryptowährungen auf eine Weise verwendet werden, die den kriminellen und terroristischen Gruppen wirklich hilft.“ – Ylva Johansson, Abgeordnete der Europäischen Kommission

Christian Angermayer hingegen kritisierte, dass Finanzinstitute oftmals nur die eigenen Interessen hervorheben. Währenddessen haben weltweit viele Menschen kein Bankkonto und somit keinen Zugang zum Finanzsystem. Digitale Währungen wie Bitcoin können hierbei zur Behebung des Problems beitragen. Auch digitale FIAT-Währungen, wie US-Dollar oder Euro, können durch Blockchain-Technologie digitalisiert werden.

Ebenso stimmte die stellvertretende Generalstaatsanwältin Lisa O. Monaco zu, dass weltweit die Bekämpfung der Krypto-Kriminalität zunimmt. Hierbei verwies sie auf das Federal Bureau of Investigation (FBI), welches auch Kryptowährungen untersucht.

Hierfür wurde eine Einheit namens Virtual Asset Exploitation Unit (VAXU) zusammengestellt. Das Expertenteam kümmert sich dabei um Blockchain-Analysen, Schulungen für das FBI und Beschlagnahmung virtueller Vermögenswerte. Zudem steht mit dem National Cryptocurrency Enforcement Team (NCET) ein Team aus Staatsanwälten bereit, welche auf Geldwäsche, Computerkriminalität und Regierungspolitik spezialisiert sind. Sie halfen unter anderem zuletzt dabei, 3,6 Milliarden Dollar aus dem Bitfinex-Hack zu beschlagnahmen.

Lisa O. Monaco verkündete zudem den Start einer internationalen Initiative für virtuelle Währungen. Diese soll dem Missbrauch digitaler Währungen vorbeugen und die globale Zusammenarbeit bei der Strafverfolgung ermöglichen.

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Patrick beschäftigt sich seit 2017 mit der Blockchain und den damit verbundenen Möglichkeiten. Besonders das Konzept der Dezentralität sieht er als vielversprechende Neuerung mit großem Potenzial.

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