EU stimmt für Kill Switch bei Smart Contracts

Das Wichtigste in Kürze

  • EU unterstützt Smart Contracts-Klausel im Data Act zur Risikominimierung.
  • Gesetz ermöglicht Verbrauchern, von Mobilgeräten generierte Daten zurückzufordern und fördert Datendemokratisierung.

EU unterstützt Smart Contracts-Klausel im Data Act

In einem entscheidenden Schritt zur Regulierung des digitalen Marktplatzes hat das Europäische Parlament das Datengesetz gebilligt.

Es enthält eine wichtige Klausel zur Überwachung von Smart Contracts. Mit 481 Ja-Stimmen und nur 31 Gegenstimmen erhielt das Gesetz eine breite Unterstützung und kann nun vom Europäischen Rat verabschiedet werden.

Das Gesetz schreibt vor, dass Smart Contracts, d. h. Verträge, deren Bedingungen direkt in den Programmcode kodiert und automatisch ausgeführt werden, mit einem Mechanismus zur Aussetzung oder Beendigung ausgestattet sein müssen – gemeinhin als „Kill Switch“ bekannt.

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Reduzierung der potenziellen Risiken von Smart Contracts

Mit dieser Vorschrift sollen die Risiken, die mit der Autonomie von Smart Contracts verbunden sind, durch Sicherheitsvorkehrungen zum Schutz der Verbraucher gemildert werden.

Um das Potenzial ungenutzter Daten zu nutzen, ermöglicht das Datengesetz den Verbrauchern, die von ihren Mobilgeräten generierten Daten zurückzufordern.

Die Europäische Kommission hat darauf hingewiesen, dass ein großer Teil dieser Daten ungenutzt bleibt, und das Gesetz soll den Zugang zu den Daten demokratisieren.

Die Anwendungsfälle für diese Daten seien mannigfaltig, schenkt man den Aussagen von EVPs Glauben.

Das Datengesetz ist ein Wendepunkt. Daten über die Funktionsweise von Industrieanlagen ermöglichen es Fabriken, landwirtschaftlichen Betrieben und Bauunternehmen, Betriebszyklen, Produktionslinien und das Lieferkettenmanagement zu optimieren. Mit dem ‚Data Act‘ wird ein neues datenagiles System geschaffen, das einen einfachen Zugang zu einer nahezu unendlichen Menge an qualitativ hochwertigen Daten ermöglicht. Das Gesetz wird maßgeblich dazu beitragen, bestehende Geschäftsmodelle und Prozesse zu optimieren, die Entwicklung neuer voranzutreiben und neue Werte zu schaffen. Mit anderen Worten, eine Chance für Innovation und Wettbewerbsfähigkeit.

Unklare Formulierungen lösen Kontroverse aus

Trotz der Absicht des Gesetzgebers stößt das Gesetz auf Skepsis. Die Formulierungen sind unklar, insbesondere in Bezug auf die Bedingungen, unter denen Smart Contracts gestoppt oder für ungültig erklärt werden können.

Dadurch entsteht ein Klima der Unsicherheit in der Blockchain-Branche.

Interessengruppen in der EU haben die Befürchtung geäußert, dass die derzeitige Formulierung des Gesetzes versehentlich dazu führen könnte, dass Smart Contracts auf etablierten öffentlichen Blockchains wie Ethereum nicht konform sind.

Als Antwort auf diese Bedenken hat die Europäische Kommission bekräftigt, dass das Datengesetz keine Anklage gegen die Blockchain-Technologie darstellt.

Zudem sei die Vorstellung, dass Smart Contracts als illegal eingestuft werden könnten, unbegründet.

Dennoch beobachten die Akteure der Kryptowährungs- und Blockchain-Branche, wie sich das Gesetz in der Praxis auswirkt.

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Autor & Editor

Ich bin Krypto-Enthusiast seit 2017. Begonnen hat meine Krypto-Reise mit Airdrops verschiedenster Projekte. Seit 2020 bin ich Teil des Blockchainwelt.de Teams. Zu meinen Krypto-Steckenpferden gehören Krypto-News, Hardware Wallets sowie alles rund um das Thema Krypto-Kreditkarten.

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