DID Indy Methode für Hyperledger veröffentlicht

Die Community von Hyperledger Indy hat jüngst die Entwicklung der DID Indy Methode abgeschlossen. Mit den neuen Updates entwickelt sich ein „Netzwerk der Netzwerke“. Damit ist das Lesen überprüfbarer Anmeldeinformationen, den sogenannten Verifiable Credentials, sogar aus verschiedenen Netzwerken möglich.

Hyperledger Indy DID

DID jetzt interoperabel

Hyperledger Indy gilt als Teil des fortschrittlichsten Frameworks auf dem Markt und bietet Transaktionen mit digitalen Identitäten.

Die dezentralen Identifikatoren (DIDs) auf Hyperledger Indy geben Benutzern die vollständige Kontrolle ihrer Daten.

Das Besondere ist aber, dass sie sich über mehrere Netzwerke, die auf Indy basieren, verwenden lassen.

Mittels Private Keys erfolgt die Verschlüsselung auf Hyperledger Indy, das als führend für Transaktionen mit interoperablen und dezentralen Identitäten gilt.

Unternehmensverzeichnis für Regierung von British Columbia

Die Regierung von British Columbia (BC), Kanada, beschloss bereits Anfang 2019 die Durchführung eines Use Cases mit der Hyperledger Foundation.

Ziel war es, ein offenes Protokoll zu entwickeln, mit dem Geschäftskunden vertrauenswürdige, dauerhafte digitale Beziehungen aufbauen können. Diese sollen dabei helfen, die Bürokratie zu reduzieren und damit die Regierung zu entlasten.

Zunächst wurde Orgbook BC entwickelt. Ein Online-Verzeichnis, dss digitale IDs für über eine halbe Million Unternehmen mit mehr als 1,4 Millionen Zugangsdaten enthält.

Es geht vor allem um den Bereich der Unternehmensgründung, bei der derzeit eine hohe Einstiegshürde in dem Land herrscht. Mit am Projekt beteiligt, waren kleine Teams der kanadischen Regierung aus Ontario und die Entwickler von Hyperledger Indy.

Indy ist mit anderen Blockchains interoperabel oder lässt sich eigenständig verwenden, um die Dezentralisierung der Identität voranzutreiben.

DID Indy Methode senkt Bürokratie

Das Online-Verzeichnis enthält relevante Daten über Unternehmen, die folglich das Auffinden von benötigten Informationen leichter machen.

Somit reduziert sich die Zeit, um beispielsweise die Due-Diligence-Prüfung neuer Lieferanten oder Kunden durchzuführen, von Stunden auf wenige Sekunden.

Und die Kosten lasen sich dadurch ebenfalls erheblich reduzieren, wie die nächste Grafik zeigt:

Hyperledger Indy British Columbia DID:Indy
Quelle: www.hyperledger.org

Von DID Sov zur DID Indy Methode

Die frühere Version verwendete die DID Sov Methode, während nun die Indy DID Methode verwendet wird.

Heute hat die Hyperledger Foundation bekannt gegeben, dass die Entwicklung der DID:Indy Methode abgeschlossen ist.

Ab sofort lassen sich also Objekte aus dem Indy-Netzwerk NYM in eine DIDDoc umwandeln. Das bedeutet folglich:

  • Inhaber erhalten nahtlos überprüfbare Anmeldeinformationen.
  • Interoperabilität der DID Indy Methode ermöglicht die Verwendung über mehrere Netzwerke.
  • Benutzer können in das Mainnet jedes Hyperledger Indy basierenden Netzwerks schreiben.
  • Das Datenobjekt Verinym (NYM) enthält die konkreten Identitäten einer Identität und kann von jedem Client aus einem Hyperledger Indy Knoten gelesen werden.
  • Das Verfassen einer DID erfolgt nur für berechtigte Nutzer im Hyperledger Indy Netzwerk.
  • Jede DID:Indy enthält die Namespace-Komponenten, die das Auflösen einer DID in Indy-Netzwerken ermöglicht.
  • Das Einfügen einer Kennung von anderen Netzwerken in die Indy-DID-Kennung führt zur Interoperabilität.
  • Alle Kennungen, die auf die Indy Blockchain gespeichert sind, entsprechen den W3C-Standards.
  • DIDs im Indy-Ledger zertifizieren sich selbst und lassen sich nur überschreiben, wenn die Signatur übereinstimmt.
Autor
Autorin

Stefanie Herrnberger ist als freiberufliche Referentin und Redakteurin tätig. Ihre langjährige berufliche Erfahrung im Bereich der Industrie 4.0, Digitalisierung und Blockchain bieten ihr den perfekten Background, um über Anwendungsfälle der Distributed-Ledger-Technologie in der globalen Industrie und Wirtschaft zu berichten.

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