Deutsche Behörden warnen vor Malware „Godfather“

Hacker Illustration

Das Wichtigste in Kürze

  • Deutsche Behörden warnen vor Bedrohung durch Schadsoftware „Godfather“
  • Bereits seit 2021 bekannte Malware kann 2-Faktor-Authentifizierung imitieren
  • BaFin ruft zu erhöhter Aufmerksamkeit auf, um Diebstahl von Vermögenswerten und Identitäten zu vermeiden

Die deutschen Behörden haben kürzlich eine Warnung vor der Bedrohung durch die Schadsoftware „Godfather“ herausgegeben, die es auf Bank- und Kryptowährungsanwendungen abgesehen hat.

Nach Angaben der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) in Deutschland hat die Schadsoftware insgesamt rund 400 Apps ins Visier genommen, darunter auch solche, die innerhalb des Landes betrieben werden.

Der Virus ist so konzipiert, dass er die Anmeldedaten der Nutzer sammelt und gefälschte Websites von regulären Bank- und Krypto-Apps anzeigt, was eine ernsthafte Gefahr für diejenigen darstellt, die solche Dienste nutzen.

Malware „Godfather“ bereits seit 2021 bekannt

Die Malware wurde erstmals 2021 von den Cybersecurity-Experten der Group-IB entdeckt. Seitdem hat sie mehrere Upgrades und Verbesserungen erfahren, die in den vergangenen Monaten zu einem Anstieg der Aktivitäten geführt haben.

Es wird vermutet, dass die „Godfather“-Malware in der Lage ist, Push-Benachrichtigungen zu versenden, um Codes für die Zwei-Faktor-Authentifizierung zu erhalten, wodurch Cyberkriminelle möglicherweise Zugang zu den Konten und Geldbörsen der Nutzer erhalten.

Überdies wird geschätzt, dass dieser Virus auch 110 Krypto-Börsen und 94 Kryptowährungs-Wallet-Anwendungen angreift, was bedeutet, dass die Verwundbarkeit weit über die Bankanwendungen hinausgeht.

BaFin warnt: Tragweite und möglicher Schaden können immens sein

Zusätzlich zu dieser alarmierenden Verbreitung des Godfather-Trojaners warnte die BaFin die Verbraucher vor der potenziellen Reichweite und dem Schaden des Virus.

Dazu gehören nicht nur direkte finanzielle Verluste, sondern auch potenzieller Identitätsdiebstahl, wenn persönliche Daten von Hackern mit bösartigen Mitteln erlangt werden.

Als Reaktion auf die erhöhten Risiken, die von dem Virus ausgehen, haben die Behörden alle Nutzer von Online-Banking- und Kryptowährungs-Apps aufgefordert, aufmerksam zu bleiben und proaktive Maßnahmen gegen Cyberkriminalität zu ergreifen, wie die Installation von seriöser Antivirensoftware auf ihren Geräten.

Außerdem sollten die Nutzer immer sicherstellen, dass sie offizielle Websites besuchen, bevor sie Anmeldedaten oder andere persönliche Informationen eingeben – eine weitere Möglichkeit, um zu vermeiden, dass sie Opfer von Phishing-Betrügereien werden, die mit diesem speziellen Virus in Verbindung stehen.

Neben diesem Ratschlag der BaFin kann es für Nutzer auch von Vorteil sein, ihre bestehenden Sicherheitseinstellungen für Bank- und Kryptowährungskonten regelmäßig zu überprüfen – und dabei besonders auf die Kontopasswörter zu achten – um maximalen Schutz vor zukünftigen Angriffen dieser Art zu gewährleisten.

Ebenso unterstützt die Verwahrung seiner Assets auf dedizierten Hardware Wallets, die lediglich beim Transfer von Assets mit dem Internet verbunden sind und folglich nicht so schnell Zugriff darauf zu erhalten ist.

Ledger Hardware Wallet

„Godfather“ ist eine ernste Bedrohung, der man sich vorsehen kann

Insgesamt ist klar, dass die „Godfather“-Malware eine ernsthafte Bedrohung für Bank- und Kryptowährungsanwendungen darstellt und dass Nutzer alle notwendigen Schritte unternehmen sollten, um ihre Daten zu schützen.

Die deutschen Behörden haben bereits Alarm geschlagen, aber es ist wichtig, dass die Nutzer solcher Dienste wachsam bleiben und sicherstellen, dass sie ihre Daten vor böswilligen Akteuren schützen.

Wenn verdächtige Aktivitäten oder mögliche Anzeichen einer Infektion festgestellt werden, sollten die Nutzer vorsichtshalber sofort ihr zuständiges Finanzinstitut oder ihren Blockchain-Anbieter kontaktieren.

Mit diesen einfachen, aber wirksamen Maßnahmen können Nutzer von Online-Banking- und Krypto-Apps das Risiko, Opfer von Cyberkriminalität zu werden, verringern und einen sicheren Zugang zu allen Konten erhalten.

Autor
Autor & Editor

Mathias ist Krypto-Enthusiast seit 2017. Begonnen hat die Krypto-Reise mit Airdrops verschiedenster Projekte. Peu à peu tauchte Mathias immer tiefer in die Thematik rund um Kryptowährungen und die Blockchain ein. Seit April 2020 ist Mathias fester Bestandteil des Blockchainwelt-Teams und konnte im Laufe der Jahre eine weitreichende Expertise in den Bereichen Krypto-News, Blockchain-Technologie sowie Hintergründe zu einer Vielzahl von Krypto-Projekten erlangen. Er liebt es, über die verschiedenen Projekte zu recherchieren und zu schreiben. Dass BTC, ETH & Co. die Zukunft gehört, steht für ihn außer Frage. Absolutes Lieblingsprojekt: XYO

Auch interessant
Immer aktuell in der Blockchainwelt.

Melde dich zu unserem monatlichen Newsletter an. Garantiert kostenlos und ohne Spam!