Deutsche Bank nutzt XRP? Folgt eine Bankenrevolution?

Das Wichtigste in Kürze
- Laut eines Berichts von Der Aktionär soll die Deutsche Bank auf XRP oder andere Systeme des US-amerikanischen Entwicklers Ripple bauen. Eine offizielle Bestätigung fehlt.
- Das deutsche Kreditinstitut übernehme damit eine Führungsrolle in einer neuen Blockchaininitiative des Bankennetzwerks SWIFT.
- Durch den Einsatz der Blockchain möchte man grenzüberschreitende Zahlungen beschleunigen und vergünstigen. Mehr als 40 Finanzdienstleister nehmen am Projekt von SWIFT teil.
Deutsche Bank nutzt XRP? Folgt eine Bankenrevolution?
Die Deutsche Bank nutzt fortan XRP — diese Mitteilung machte Der Aktionär gestern und beruft sich dabei augenscheinlich auf Insideraussagen. Die Deutsche Bank ist das größte Kreditinstitut Deutschlands. Die Verwendung von XRP würde dem Konzept des Entwicklers Ripple entsprechen. Eine offizielle Bestätigung durch Ripple oder die Deutsche Bank selbst bleibt bislang aus.
“Die Deutsche Bank positioniert sich an der Spitze einer technologischen Zeitenwende. Um den globalen Zahlungsverkehr neu zu ordnen, setzt das Frankfurter Geldhaus verstärkt auf die Technologie von Ripple”, schreibt Der Aktionär.
Es handele sich dabei um eine neue Initiative des Bankennetzwerks SWIFT, an dem etliche Großbanken beteiligt sein sollen — neben der Deutschen Bank etwa 40 weitere Finanzdienstleister wie die Bank of America, Citi, Commerzbank oder JPMorgan. Im September hatte SWIFT das Projekt erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.
Damals erklärte SWIFT, man setze auf Linea — einen Ethereum–Layer-2 des bekannten Entwicklers ConsenSys. Laut Medienberichten waren zuvor auch Hedera und XRP erprobt worden.
Bislang ist der Einsatz von XRP durch die Deutsche Bank und SWIFT offiziell zwar unbestätigt, allerdings würde er dem exakten Plan des Entwicklers Ripple entsprechen. Statt eine Alternative für Banktransfers zu bieten, entstand XRP im Jahr 2012 mit dem Ziel, dem Zahlungsverkehr der Banken zu dienen.
Ripple betreibt neben der Kryptowährung XRP auch die Blockchain XRPL, die der Abwicklung von Zahlungen dient. Banken, die das Ökosystem integrieren, können grenzüberschreitende Geldtransfers schneller und kostengünstiger abwickeln als über herkömmliche Wege. Ripple hofft so, die Arbeitsweise der Banken zu revolutionieren.
Laut des jüngsten Berichts möchte die Deutsche Bank in der Blockchaininitative von SWIFT eine Führungsrolle dank XRP einnehmen.
Warum XRP dank institutioneller Nutzung explodieren könnte
Laut Aktionär sei die führende Rolle der in Frankfurt am Main ansässigen Bank bereits bestätigt. In dieser Funktion könne das Bankhaus die Zukunft eines vielversprechenden Projekts entscheidend mitprägen, heißt es.
“SWIFT hat die Frankfurter als einen der Hauptarchitekten für sein neues, Blockchain-basiertes Hauptbuch (Ledger) bestätigt”, schreibt Der Aktionär.
XRP kann nicht nur den grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr, sondern auch den Devisenmarkt erneuern — den wertvollsten Finanzmarkt der Erde mit einem täglichen Volumen von mehr als sieben Billionen US-Dollar.
Der institutionelle Einsatz der Blockchain würde dann wesentlich auf die Verwendung der Kryptowährung XRP bauen. Diese kommt als Intermediär zum Einsatz. Banken verschieben Liquidität in Form von XRP und erhalten an beiden Enden des Transfers die gewünschte Fiatwährung.
Für die Kryptowährung XRP wäre der wachsende Einsatz durch die Finanzinstitute ein entscheidender bullischer Faktor. Heute rangiert der Coin mit einer Marktkapitalisierung in Höhe von 85 Milliarden US-Dollar bereits auf dem vierten Platz aller Kryptowährungen.
Wie ausgiebig Bankhäuser XRP tatsächlich nutzen, ist schon lange umstritten. Eine geringe Liquidität soll das ausschlaggebende Problem bei dessen Verwendung sein. Stattdessen setzen die Finanzinstitute lieber auf XCurrent — ein weiteres System aus dem Hause Ripple, das auf die Kryptowährung verzichtet und stattdessen Fiatwährungen gegeneinander abrechnet.
