DCG warnt Senat: Darum muss CLARITY Act jetzt verabschiedet werden

Das Wichtigste in Kürze
- Mark Murphy, Präsident der bekannten Investmentgesellschaft Digital Currency Group (DCG) bittet den US-Senat um eine baldige Verabschiedung des CLARITY Acts.
- Jener soll in den Vereinigten Staaten einen Rechtsrahmen für Krypto herstellen. Die heimische Kryptobranche könnte stark profitieren.
- Der Senat traf bisher keine abschließende Entscheidung über die Zukunft des CLARITY Acts. Infolgedessen könnte diesem die Zeit davonlaufen, da bereits im November die Zwischenwahlen anstehen.
DCG warnt Senat: Darum muss CLARITY Act jetzt verabschiedet werden
Die Digital Currency Group warnt den US-Senat eindringlich. Laut Einschätzung der Investmentgesellschaft müsse der CLARITY Act zeitnah verabschiedet werden, um Schaden vom US-amerikanischen Wirtschaftsstandort abzuwenden.
“Wir möchten uns hier weiter aufbauen, doch dazu benötigen wir einen funktionierenden rechtlichen Rahmen”, erklärt die DCG in einem offenen Brief.
Today, DCG sent a letter to Senate leadership with a clear message: pass the Clarity Act.
As an investor, builder, and incubator in digital assets for over a decade, we're urging Congress to choose clear rules over regulation-by-enforcement, protect U.S. leadership in… pic.twitter.com/8GAHpyI7hg— DCG (@DCGco) July 29, 2026
Der CLARITY Act könne als Grundlage für das Fortbestehen der Kryptobranche in den Vereinigten Staaten von Amerika herhalten, doch dazu müsste aus dem Entwurf ein funktionierendes Gesetz werden.
Das Problem: Rechtliche Unsicherheit definierte den Standort zu lange. Seit Jahren gibt es in der Politik keine eindeutige Haltung gegenüber Krypto. Entsprechend wechselhaft gestaltet sich die Regulierung. Bislang ist die Kryptobranche in den USA ein Spielball der herrschenden Verwaltung.
Mark Murphy, Präsident der DCG, möchte diesen Zustand beenden. Damit dies gelingt, müsse der Gesetzesentwurf H.R. 3633 – weithin als CLARITY Act bekannt – endlich in Kraft treten. Erst dann könne die Kryptobranche in den USA gedeihen.
“[CLARITY] bringt genau die rechtliche Klarheit, die unsere Industrie benötigt, um zu wachsen und um sich verantwortungsvoll zu entfalten. (…) Der Entwurf bietet bedeutsamen Anlegerschutz, schützt Entwickler (…), und schafft klare rechtliche Grenzen zwischen SEC und CFTC”, lobt Murphy die geplante Verordnung.
Laut Murphy ginge es für die US-Kryptobranche nun um alles. Er glaubt, dass diese jeden Tag massiven Boden auf weitere Standorte verliert, solange der CLARITY Act nicht in Kraft getreten ist. Singapur, Abu Dhabi, die Vereinigten Arabischen Emirate und die EU seien demnach beliebtere Standorte für die Industrie.
“Unternehmer und Entwickler sollten dieses Land nicht verlassen müssen, um die neueste Generation der digitalen Infrastruktur zu schaffen”, appelliert Murphy.
Darum steht der CLARITY Act unter Zeitdruck
Murphy ist nur einer von vielen Kritikern, die die lange Bearbeitungszeit rund um den CLARITY Act unzufrieden beäugen. Bereits im Juli 2025 verabschiedete das Repräsentantenhaus seine Version des CLARITY Acts. Den Senat konnte der Entwurf seither nicht passieren.
Zu stark hatten sich die Senatoren über das Gesetz zerstritten. Zuletzt hatte er die Arbeit an der Verordnung verschoben, um stattdessen Sanktionen gegen Russland zu bearbeiten. Diese Entscheidung rief Murphys Reaktion hervor.
CLARITY steht unter massivem Zeitdruck, da die US-Zwischenwahlen im November anstehen. Die bisherigen politischen Verhältnisse drohen zu kippen. Wenn die Republikaner entscheidende Sitze im Kongress verlieren, droht die von Präsident Trump verordnete kryptofreundliche Politik zu scheitern. CLARITY tritt dann womöglich nie mehr in Kraft.
Murphy warnt den Senat: Scheitert CLARITY, so werde sich dies auf den Arbeitsmarkt der USA niederschlagen. Ganze Unternehmen müssten sich außerhalb des Landes neue Stützpunkte aufbauen und technologische Führungspersonen würden ins Ausland abwandern.
Der Präsident der DCG hofft so, die bisher fehlenden Stimmen der Demokraten zu überzeugen. Diese möchten eine strenge staatliche Kontrolle im Gesetz verankern, deren Machbarkeit oft jeder Grundlage entbehrt.
Damit das Gesetz endlich Realität wird, soll der Senat es noch vor der Sommerpause verabschieden. Jene beginnt am 6. August und endet am 14. September.
“Wir bitten Sie höflich, noch vor der Sommerpause im August eine Abstimmung im Plenum über den „Digital Asset Market Clarity Act“ anzusetzen”, schreibt Murphy an die Fraktionsführer John Thune und Charles Schumer.

