Coinbase überwacht Auszahlungen aus Kanada, Singapur und Japan

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Die Krypto-Börse Coinbase schränkt seine Nutzer immer weiter ein. Nun erfolgt ein Schlag gegen Kunden aus Kanada, Singapur und Japan. Diese sollen künftig persönliche Angaben über die Empfänger der Gelder machen.

Regulierung und Überwachung von Kryptowährungen nehmen zu

Coinbase ist ein börsennotiertes Unternehmen, das unter dem Kürzel COIN zu finden ist. Bereits kürzlich machte Coinbase Schlagzeilen, weil es die von Behörden geforderte Zensur russischer Nutzer auf freiwilliger Basis erweiterte und mehr Wallet Adressen ausschloss, als behördlich erforderlich.

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Ab dem 1. April baut Coinbase die Überwachung der eigenen Kunden aus – bislang jedoch nur in bestimmten Ländern. Gesetzliche Maßnahmen in Kanada, Singapur und Japan würden die Krypto-Börse dazu verpflichten, Informationen darüber zu sammeln, wohin Gelder fließen, die von Coinbase abgehoben werden.

Wenig überraschend ist die negative Reaktion seitens der Nutzer. Zur großen Beliebtheit in den betroffenen Ländern wird diese Maßnahme also nicht führen. Tatsächlich nimmt Coinbase damit diesmal aber keine Sonderrolle ein.

Auch weitere Krypto-Börsen sollen dazu gezwungen werden. Coinbase spielt in der Entwicklung aber eine führende Rolle und führt die neuen Regularien daher frühzeitig ein. Nach Einschätzung von Patrick Hansen bleibt es nicht bei der Einschränkung der hier genannten Länder. Schon bald werde man diese Probleme weltweit erfahren.

Das müssen Investoren durch die FATF Travel Rule beachten

Grund für die übertriebene Überwachung ist die FATF Travel Rule. Es handelt sich um einen international verwendeten gesetzlichen Rahmen zu Überwachung von grenzüberschreitendem Geldverkehr. FATF steht dabei für die Financial Action Task Force (Arbeitsgruppe für finanzielle Maßnahmen), die federführend für die Regel ist und ihren Sitz in Paris hat.

Die vom Nutzer angegebenen Informationen werden dann automatisch geprüft und die Transaktion nur durchgeführt, sofern sie mit bereits vorhandenen Daten übereinstimmen und sonst keine weitere Auffälligkeit vorliegt.

Coinbase tritt in führender Position bei der Entwicklung eines Zahlungsnetzwerkes auf, das Krypto-Unternehmen implementieren sollen. Das Netzwerk mit dem Namen Trust ist eine Art SWIFT für krypto-spezifische Anwendungen.

Hansen schätzt, dass in den nächsten zwei Jahren alle großen Krypto-Börsen Teil des Netzwerkes sind und die Überwachung für Nutzer zum Alltag geworden ist.

Die Maßnahme sieht vor, dass Nutzer in Japan und Singapur ab 1. April Angaben zum Namen, zum Wohnort und zur Wallet Adresse des Empfängers machen müssen. In Kanada sind diese Vorgaben am dem 4. April gültig.

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Lennard ist ein überzeugter Krypto-Enthusiast. Als Freund der Selbstbestimmung begreift er Kryptowährungen als hohes Gut. Seine Begeisterung gilt vor allem den vertraulichen Kryptos.

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