Coinbase finanziert Klage gegen US-Finanzministerium

Coinbase, der in San Francisco ansässige Riese unter den Kryptowährungsbörsen, beteiligt sich aktiv an der Finanzierung einer Klage gegen das Finanzministerium der Vereinigten Staaten, die von sechs Nutzern des Krypto-Mixers Tornado Cash eingereicht wurde.

Nach dem Crash des Terra Labs Ökosystems hatte das US-Finanzministerium wohl die Kurzschlusspanik gepackt, und sie haben alle Register gezogen, um ihren Feldzug gegen die Kryptobranche voranzutreiben.

So hatte das US-Finanzministerium das Unternehmen Tornado Cash mit Vorwürfen der Geldwäsche mit Sanktionen belegt, um an die persönlichen Daten von deren Nutzern zu gelangen.

Tornado Cash bietet seinen Nutzer an, anonym Transaktionen der Ethereum-Blockchain wie den Transfer von Kryptowährungen durchzuführen.

Daraufhin haben sechs Nutzer von Tornado Cash, darunter auch zwei Mitarbeiter von Coinbase, eine Klage gegen das US-Finanzministerium eingereicht. Die Firma Coinbase hat sich dazu entschlossen, diese Klage zu finanzieren.

Uns wurde klar, dass wir Mitarbeiter bei Coinbase hatten, die sich auf Tornado Cash verließen, um beispielsweise Geld für Hilfsmaßnahmen in der Ukraine zu spenden und ihre Transaktionen und Gehaltsinformationen vor neugierigen Blicken zu schützen. Gewöhnliche Menschen, die gewöhnliche Dinge tun, wurden plötzlich von Bezeichnungen erfasst, die keine gesetzliche Grundlage hatten.

Paul Grewal

General Counsel von Coinbase

Warum Coinbase die Klage mitfinanziert

In der Klage geht es hauptsächlich um den Vorwurf der Kläger, dass das US-Finanzministerium seine Kompetenzen und das denen ausgestellte Mandat überschritten habe, als es Tornado Cash wegen angeblicher Verstöße gegen das Geldwäschegesetz sanktioniert hat.

Paul Grewal, Leiter der Rechtsabteilung von Coinbase, erklärte seinerseits, dass sich Coinbase schließlich für die Unterstützung des Wachstums des gesamten Kryptosektors verantwortlich sieht.

Und allein deshalb muss sich Coinbase für die zu Unrecht unter Generalverdacht stehenden Nutzer von Tornado Cash einsetzen.

Weiter betonte Grewal ausdrücklich, dass die Firma Coinbase sehr wohl das Mandat des US-Finanzministeriums respektiert, die sich aber in der Wahl der Mittel vergriffen haben.

Das Ministerium hat durchaus andere Mittel, um gesetzesuntreue Akteure zu überführen. Das Zurückgreifen auf Sanktionen gegen ein gesamtes Netzwerk ist da bestimmt das falsche Mittel.

Infolgedessen schloss das Microsoft eigene GitHub alle Benutzerkonten von Nutzern, die zum Code von Tornado Cash beigetragen haben, jedoch dann den Quellcode entfernt hatten.

Der Professor der Johns Hopkins Universität, Mathew Green, hat den Code von Tornado Cash erneut hochgeladen, zu Bildungs- und Forschungszwecken.

Der CEO der Kryptowährungsbörse Kraken erklärte seinerseits, dass diese Sanktionen des US-Finanzministeriums bestimmt eine reflexartige Reaktion der Behörde zu sein scheint, um die Verbraucher nach dem Crash von Terra vor ähnlichen Gefahren zu schützen.

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Autor

Als ausgebildeter Finanzberater und Reisekaufmann sowie Hobby-Journalist, mit zahlreichen Veröffentlichungen in verschiedenen Zeitungen, bin ich heute als Autor für touristische Beiträge und Reiseführer genauso zu Hause, wie in der Finanzwelt. Das Thema Kryptowährung fasziniert mich schon seit Jahren und ich habe bereits unzählige Artikel geschrieben, die auf verschiedenen Kryptoportalen und in etlichen Magazinen veröffentlicht wurden.

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