USA: Tornado Cash sanktioniert

Ein vom US-Finanzministerium sanktioniertes Tool zum Mischen von Kryptowährungen wurde von der US-Regierung abgeschaltet. Die Software bot Nutzern eine dezentralisierte Möglichkeit, Coins zu mixen, um sie anonym zu versenden.

Justitia Statue

Tornado Cash sanktioniert

Das Finanzministerium hat aufgrund des hohen Risikos der Transaktion Maßnahmen gegen die Plattform ergriffen. Das Finanzministerium hat die Website von Tornado Cash und mehrere mit dem Protokoll verbundene Smart Contracts sanktioniert.

In der neuesten Sanktionsliste des US-Finanzministeriums wurde ein Kryptowährungsprojekt Tornado Cash als primär geldwäscherelevante Einrichtung aufgenommen.

Tornado Cash ist eine Kryptowährungsbörse, die beschuldigt wurde, betrügerisch zu handeln und wurde am Montagabend vom US-Finanzministerium mit Sanktionen belegt. Die Website der Plattform wurde vom Netz genommen, nachdem sie eine Unterlassungsaufforderung erhalten hatte.

Was bedeutet das?

Dieser Schritt bedeutet mit sofortiger Wirkung, dass jeder, der mit Tornado Cash handelt, Gefahr läuft, sanktioniert zu werden. Das kann zu Geld- oder sogar Gefängnisstrafen führen.

Der beliebte Ethereum-Mixer ist den offiziellen Behörden wohl ein Dorn im Auge, sodass im Rahmen der Bemühungen, ein Anti-Geldwäsche-Gesetz durchzusetzen, diese Sanktionierung stattfindet.

So ganz von ungefähr kommt dieser Schritt allerdings nicht, schließlich hatte Tornado Cash in der Vergangenheit etlichen Hackern dabei unter die Arme gegriffen, ihre Beute zu „waschen“ und eine potenzielle Rückverfolgung zu erschweren.

Das Finanzministerium hat bestätigt, dass die Website des Protokolls, die Bibliothek und eine Liste der mit dem Projekt verbundenen Smart Contracts gesperrt wurden.

Dies ist das erste Mal, dass die USA ein DeFi-Protokoll auf der Kette sanktioniert haben und stellt eine bedeutende Entwicklung für Ethereum und dezentrale Finanzen im Allgemeinen dar.

Was ist Tornado Cash?

Tornado ist ein dezentrales und vertrauensloses Protokoll, das es Krypto-Nutzern ermöglicht, auf öffentlichen Blockchains privat zu bleiben. Durch die Verwendung eines intelligenten Vertrags ermöglicht es den Nutzern, eine Einzahlung von einer Adresse zu senden und dann die Gelder an eine andere, völlig neue Adresse abzuheben, wodurch die Verbindung zwischen den Geldern auf der Kette aufgehoben wird.

Die neueste Version des Projekts unterstützt beliebige Wallet-Apps und abgeschirmte Transaktionen, sodass die Nutzer das Protokoll als vollständigen Client für Blockchain-basierte Konten nutzen können.

Autor

Eva Steinmetz zeigt großes Interesse an den Themen Krytowährungen, Tokenisierung und Künstliche Intelligenz zur Optimierung von bereits bestehenden Systemen, wie der Immobilien- oder Finanzbranche. In diesem Zuge liegt ein Fokus auf die Veränderungen zur Regulierungen der Kryptowährungen weltweit.

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