Coinbase: Akquise von BVNK im Wert von 2 Mrd. US-Dollar scheitert

Das Wichtigste in Kürze

  • Gespräche zwischen Coinbase und BVNK scheitern. Die US-amerikanische Krypto-Börse übernimmt den britischen Dienstleister nicht. Ein Kaufpreis von zwei Milliarden US-Dollar stand im Raum.
  • Zuvor hatte bereits Zahlungsgigant Mastercard Interesse gezeigt, plant nun jedoch die Übernahme von ZeroHash.
  • Firmen wie BVNK und ZeroHash stellen B2B-Lösungen bereit, die Zahlungen für Institutionen dank der Blockchain erheblich vereinfachen und vergünstigen. Investitionen seitens etablierter Akteure deuten auf enormes Potenzial hin.

Coinbase: Akquise von BVNK im Wert von 2 Mrd. US-Dollar scheitert

Coinbase nimmt die Akquise des Stablecoin-Unternehmens BVNK anders als bisher geplant doch nicht vor – das verrät Fortune in einem Bericht und beruft sich dabei auf offizielle Aussagen des Unternehmens.

Coinbase, die größte Krypto-Börse der USA, wollte mit BVNK ein britisches Unternehmen erwerben, das erst 2021 gegründet wurde und sich seither als Dienstleister im Bereich B2B etablierte. Das selbsterklärte Ziel BVNKs ist es, sich als “Stripe der Kryptobranche” zu engagieren.

In anderen Worten: BVNK agiert als Mittelsmann. Institutionelle Kunden können Fiatwährungen und Stablecoins über das britische Unternehmen miteinander tauschen und Zahlungen in Auftrag geben.

Als besonders verheißungsvoll gilt die Möglichkeit, Fiatwährungen gegen Stablecoins zu tauschen, um die Stärken der Blockchain zu nutzen. Institutionen könnten Gelder so schneller und kostengünstiger verschieben als über klassische Zahlungssysteme.

BVNK steht als lizenzierter Partner bereit, um Kunden die Erstellung virtueller Konten zu erlauben. Hierüber würden die Geldflüsse erfolgen.

Investoren hatte das Geschäftskonzept anscheinend früh überzeugt. Im Mai 2022 sammelte der Dienstleister eine Finanzierung in Höhe von 40 Millionen US-Dollar ein. Zu den Investoren gehört Coinbase Ventures. Erst im Oktober war bekannt geworden, dass mit Coinbase ein etablierter Krypto-Akteur an der Übernahme des Betriebs interessiert sei.

Laut neuesten Angaben von Fortune ist die Übernahme allerdings gescheitert. Offenbar sind beide Seiten an der Findung eines Konsens gescheitert.

“Wir sind ständig auf der Suche nach Möglichkeiten, unsere Mission und unser Produktangebot zu erweitern. Nach Gesprächen über eine mögliche Übernahme von BVNK haben beide Parteien einvernehmlich beschlossen, das Vorhaben nicht weiter zu verfolgen”, erklärte Coinbase gegenüber Fortune.

Für die Übernahme von BVNK hätte Coinbase demnach zwei Milliarden US-Dollar zahlen müssen. Woran genau die Akquise letztlich scheiterte, ist unbekannt.

B2B-Krypto-Dienstleister derzeit sehr gefragt

BVNK ist nur ein Vertreter einer ganzen Reihe an B2B-Krypto-Dienstleistern, die aktuell sehr gefragt sind. Zuvor hatte es bereits mehrere teure Akquisitionen ähnlicher Unternehmen gegeben.

So erwarb Modern Treasury mit Beam einen direkten Konkurrenten BVNKs für 40 Millionen US-Dollar. Mastercard, ein Gigant der Finanzbranche, befindet sich derzeit in Gesprächen mit ZeroHash – einem Unternehmen, das ein ganz ähnliches Konzept wie BVNK verfolgt.

Zuvor galt Mastercard bereits als möglicher Käufer des britischen Dienstleisters. Im Oktober hatte Coinbase dann auf Exklusivität bestanden und schloss weitere Käufer so erfolgreich aus Gesprächen mit BVNK aus.

Mastercard könnte 1,5 bis zwei Milliarden US-Dollar investieren, um ZeroHash zu schlucken. Das rege Interesse etablierter Finanzunternehmen an den recht jungen Dienstleistern deutet auf enormes Potenzial der Blockchain im B2B-Bereich hin.

Autor

Lennard ist ein überzeugter Krypto-Enthusiast. Als Freund der Selbstbestimmung begreift er Kryptowährungen als hohes Gut. Seine Begeisterung gilt vor allem den vertraulichen Kryptos.

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