Warum Cloudflare jetzt eine eigene Stablecoin Wallet startet

Das Wichtigste in Kürze
- Cloudflare präsentiert eine eigene Stablecoin Wallet sowie den für KI-Agenten vorgesehenen Zahlungsdienst Cloudflare.pay. Stablecoins werden so verwendet, um Mikrotransaktionen für Daten vorzunehmen, welche KIs abfragen.
- Nach der Präsentation des Monetization Gateway im Juli bildet man damit die zweite Hälfte des KI-basierten Zahlungsverkehrs im Internet.
- Innerhalb der Wallet können Auftraggeber Grundlagen definieren, nach denen KI-Agenten bei der Umsetzung eines Auftrags vorgehen.
Warum Cloudflare jetzt eine eigene Stablecoin Wallet startet
IT-Dienstleister Cloudflare bringt eine eigene Stablecoin Wallet auf den Markt – das gab das Unternehmen gestern in einer Pressemitteilung bekannt. Zudem erscheint mit Cloudflare.pay ein Dienst, den KI-Agenten nutzen können, um Zahlungen im Auftrag ihres Nutzers durchzuführen.
“Cloudflare hat heute die Einführung von Cloudflare Wallets und Cloudflare.pay bekannt gegeben”, vermeldet das US-amerikanische Unternehmen.
Introducing Cloudflare Wallets. They will allow you to store stablecoins, purchase services, and receive funds across the web. https://t.co/ucAaoKMs4Q
— Cloudflare (@Cloudflare) August 4, 2026
Es handelt sich dabei um die direkte Folge eines neuen Konzepts, welches Cloudflare bereits im Juli vorgestellt hat. Weil der Dienst bis zu einem Viertel aller aktiven Webseiten schützt, ist er optimal verknüpft. In dieser Funktion kann Cloudflare den Datenverkehr kontrollieren, den künstliche Intelligenzen beanspruchen.
Deshalb erschließt man einen gänzlich neuen Geschäftszweig, der sich gerade erst in der Entstehung befindet. KI-Agenten könnte Cloudflare künftig zur Kasse beten, sobald diese die Webseite eines Cloudflare-Kunden aufrufen.
“Käuferinnen, Käufern, Verkäuferinnen und Verkäufern stehen damit jetzt zum ersten Mal die Grundbausteine für eine vertrauensvolle Teilnahme am agentenbasierten Handel zur Verfügung, da sie bei jedem Schritt genau wissen, mit wem sie es zu tun haben und mit wem sie Geschäfte machen”, erklärt man die neuen Angebote.
Für Nutzer steige dadurch auch die Sicherheit. Die Betreiber von Webseiten könnten so erstmals feststellen, ob der Aufruf von einem echten Menschen oder von einem KI-Agenten stammt. Zudem sei so feststellbar, ob hinter dem Aufruf böse Absichten stecken.
Dafür liefert Cloudflare identifizierende Angaben – etwa einen Link. Für die Betreiber von Webseiten finde dadurch ein wertvoller Vertrauensgewinn statt.
„Das Internet befindet sich im Wandel. Wo bisher Menschen gesurft sind, prägen nun zunehmend Agenten den Handel. Die Infrastruktur muss mit dieser Entwicklung Schritt halten“, erklärt Matthew Prince, Geschäftsführer von Cloudflare.
“Das schafft Vertrauen, ermöglicht eine Zuordnung und ebnet dem echten Handel den Weg. Damit wird die Identitäts- und Zahlungsinfrastruktur geboten, die man braucht, damit das agentenbasierte Web funktioniert”, führt Prince aus.
Warum KIs künftig eigene Wallets benötigen
In der Pressemitteilung legt das Unternehmen auch dar, warum künstliche Intelligenzen überhaupt über eine eigene Wallet verfügen sollten. In dieser digitalen Geldbörse hinterlegen die Auftraggeber ein zentrales Vermögen für den Agenten, aus dem dieser schöpfen kann, um seine Aufträge durchzuführen, sofern diese Kosten verursachen.
Cloudflare Wallet und Cloudflare.pay bilden die aufseiten des KI-Agenten angewandten Gegenstücke zum Monetization Gateway, welches die Betreiber der Webseiten anwenden, um Geschäfte mit der KI zu verwalten.
Innerhalb der Wallet können Auftraggeber detailliert festlegen, welche Befugnisse und welche Gelder der KI zustehen und welche Limits nicht überschritten werden dürfen.
“Bei diesen virtuellen Geldbörsen werden von Anfang an Schutzmechanismen integriert sein: Benutzerinnen und Benutzer können ein Ausgabenlimit, eine Liste genehmigter Händler und sogar eine maximale Transaktionshöhe festlegen, die der Agent nicht eigenmächtig überschreiten darf.”
Der Zugang zu den Diensten wird über die nächsten Monate freigegeben. Auf Cloudflare.pay lassen sich Nutzernamen bereits jetzt beanspruchen.
