China verschärft Krypto-Verbot: Das steckt dahinter

Das Wichtigste in Kürze

  • China verschärft sein bestehendes Krypto-Verbot. Eine Zeit der inoffiziellen Tolerierung von Kryptowährungen gilt damit als beendet.
  • Die Volksrepublik schneidet dem Kryptomarkt damit einen der größten Märkte der Erde ab – Analyst Benjamin Cowen wertet diese Entwicklung als wesentlichen Teil des Bärenmarktes.
  • Ende 2025 hatten Insider noch die Beseitigung des Krypto-Verbots durch die chinesische Regierung prophezeit.

China verschärft Krypto-Verbot: Das steckt dahinter

China verschärft sein seit 2021 bestehendes Krypto-Verbot – und das, obwohl Insider erst kürzlich eine gesetzliche Lockerung erwartet hatten. Wie chinesische Medien kürzlich bekanntmachten, gaben chinesische Behörden neue Vorgaben für die Verwendung von Krypto aus.

“Eine Mitteilung zur Verhinderung der Risiken von Kryptowährungen reguliert die Verwendung virtueller Währungen und RWAs auf strikte Weise”, schrieb das China National Radio (CNR).

Erstmals setzen sich chinesische Behörden in der Mitteilung mit sogenannten Echtweltanlagen (RWAs) auseinander. Es handelt sich dabei um auf der Blockchain existierende Token, die Anlagen aus der physischen Welt abbilden.

Der chinesische Staatsapparat stellt klar, dass der Einsatz von RWAs unter Strafe steht und sämtliche Aktivitäten in Verbindung mit ihnen verboten sind. Dieses Verbot gelte ebenfalls für die Tochterfirmen chinesischer Unternehmen im Ausland.

“Ausländische Unternehmen und Einzelpersonen dürfen in keiner Form illegal Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Tokenisierung von RWAs für inländische Unternehmen erbringen”, heißt es in der Mitteilung.

Diese wurde von acht verschiedenen Behörden veröffentlicht – darunter die chinesische Zentralbank, das Industrieministerium, das Ministerium für öffentliche Sicherheit, die Marktaufsichtsbehörde, die Finanzregulierungskommission, die Wertpapierregulierungsbehörde sowie die Staatliche Devisenverwaltung.

Chinesische Firmen werden fortan härteren Kontrollen unterzogen, um den möglichen Einsatz von Kryptowährungen in jeglichen Formen zu unterbinden. Auch Geldwäsche macht der chinesische Staat als Bedrohung aus.

Als besonders bedrohlich gelte die Herausgabe eigener Kryptowährungen oder Stablecoins, die man explizit untersagt. Das Verbot wolle man auch für Tochterfirmen chinesischer Betriebe im Ausland geltend machen.

Krypto-Begriffe wie “RWA” oder “Kryptowährung” dürfen im Namen einer Firma nicht vorkommen. Werbung mit Krypto-Inhalten untersagen die Behörden ebenso. Ein 2021 etabliertes Verbot des Krypto-Minings soll künftig wieder härter durchgesetzt werden.

Die Gesetzgebung möchte eine Verordnung verabschieden, welche die härteren Verbote umfasst und einen besseren Datenaustausch im chinesischen Staatsapparat zusichert, um Zuwiderhandlungen zielgenauer bestrafen zu können.

Darum hielt China zuletzt riesiges Krypto-Potenzial bereit

Im Spätjahr 2025 schien sich Chinas Beziehung zu Krypto wieder einmal drastisch zu verbessern. Das Bitcoin-Mining aus chinesischen Quellen stieg merklich an. Laut Insideraussagen hatten Behörden immer seltener Interesse am Vorgehen gegen die Miner und weitere Vertreter der Kryptobranche.

Experten vermuteten sogar, dass China das offizielle Verbot des Krypto-Minings aufheben würde, um die inländische Industrie zu unterstützen.

Zudem galt die Volksrepublik als möglicher Nachahmer der US-amerikanischen Krypto-Öffnung. So hatte die chinesische Regierung bereits die Etablierung eines Yuan-Stablecoins besprochen und wollte damit auf die Etablierung des US-Gesetzes GENIUS reagieren. Mit ihrer neuesten Vorgabe scheinen diese Pläne nun verworfen.

Mit der Verschärfung des Krypto-Verbots speist China neuen FUD in einen ohnehin pessimistisch geprägten Markt. Der Bitcoin-Kurs notiert zum Redaktionsschluss bei 69.000 US-Dollar und liegt im Wochentrend elf Prozent im Minus.

Krypto-Experte Benjamin Cowen legt nahe, dass China Anteil an den jüngsten Kursverlusten trägt. Inzwischen sind die negativen Einflüsse auf den Kryptomarkt zahlreich.

“Es wäre kein Bärenmarkt, wenn China kein Krypto-Verbot erlassen würde”, schrieb Cowen kürzlich über X.

Autor

Lennard ist ein überzeugter Krypto-Enthusiast. Als Freund der Selbstbestimmung begreift er Kryptowährungen als hohes Gut. Seine Begeisterung gilt vor allem den vertraulichen Kryptos.

Facts Checked Fakten überprüft von Mathias Wagner
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