CFTC fördert Krypto-Innovation durch Phantom Wallet, Bitnomial, QC

Das Wichtigste in Kürze
- Die US-amerikanische Aufsichtsbehörde CFTC gab jüngst mehrere Verzichtsbescheide an Krypto-Firmen heraus. Statt Repressionen durchzusetzen, geht die Behörde locker mit der Industrie um.
- Zu den Empfängern eines solchen Bescheids zählt die Phantom Wallet, die de facto als Makler agieren darf, ohne sich bei der CFTC registrieren zu müssen.
- Der neue Regulierungsstil soll schließlich in einem Gesetz oder Regelwerk festgehalten werden. Für die Kryptobranche der USA könnte sich dies als innovativer Fortschritt erweisen.
CFTC fördert Krypto-Innovation durch Phantom Wallet, Bitnomial, QC
Die US-amerikanische Aufsichtsbehörde CFTC fördert Krypto-Innovationen durch Verzichtsbescheide. Zudem gibt die Behörde bekannt, an einer Regulierung zu arbeiten, die gesetzlich niedergeschrieben werden und so für jedermann nachvollziehbar sein soll.
“Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass die CFTC durch eine Ausnahmegenehmigung bestätigt hat, dass Phantom sich nicht als Broker registrieren lassen muss, um Nutzern direkt in der Phantom-App Zugang zu regulierten Märkten zu ermöglichen”, erklärten die Entwickler der bekannten Phantom Wallet kürzlich in einer Pressemitteilung.
Today @phantom received first-of-its-kind no-action relief from the @CFTC. We can now connect users to regulated derivatives markets and event contracts without registering as an introducing broker.https://t.co/alP2RDL0Xp
— Brandon Millman (@BChillman) March 17, 2026
Phantom Wallet zählt zu den beliebtesten Programmen zur Verwaltung von Kryptowährungen überhaupt. Das Projekt bedient das Ökosystem von Solana und weitet sein Angebot in dieser Sphäre aus. Neben der Verwaltung der angelegten SOL können Nutzer über die App beispielsweise auch auf Prognosemärkte zugreifen.
“Wir kooperieren mit von der CFTC regulierten Partnern. Dies ist für uns ein wichtiger Meilenstein und wir sind stolz, ihn mit der CFTC angegangen zu haben”, heißt es in der Mitteilung weiter.
Die US-amerikanische Aufsichtsbehörde für Futures- und Optionsmärkte gestattet Phantom als Vermittler zwischen Kunden und zentralisierten Diensten aufzutreten. So darf die Phantom Wallet eine Schnittstelle für seine Nutzer bereitstellen, die zum Angebot von Prognosemärkten führt. Nutzer können dort auf das Eintreten bestimmter Ereignisse wetten.
Gleichzeitig muss Phantom dabei nicht die regulatorischen Vorgaben beachten, denen sich ein sogenannter Introducing Broker (deutsch Vermittlungsmakler) normalerweise unterwerfen muss.
“Bei diesem Modell können Nutzer Aufträge direkt an eine registrierte Börse übermitteln. Phantom kommt nie mit Kundengeldern in Berührung”, erklärt das Unternehmen. Das Konzept sei nur wirksam, da die eingebundenen Partner ihrerseits bei der CFTC registriert sind.
Phantom Wallet möchte Präzedenzfall herstellen
Phantom Wallet bedankt sich in der Pressemitteilung bei der CFTC. Die Behörde sei bereit, sich modernen Innovationen anzupassen. Üblicherweise müssen vermittelnde Tätigkeiten dieser Art in enger Zusammenarbeit mit der CFTC umgesetzt werden. Phantom müsste sich dann als Finanzdienstleister registrieren und würde von der Behörde beaufsichtigt.
Im Fall von Phantom wäre dieses Konzept unschlüssig. Schließlich handelt es sich lediglich um das Entwicklerstudio einer non-custodial Wallet. Deshalb hofften die Entwickler auf das Verständnis der Behörde – erfolgreich.
“Wir haben uns proaktiv an die CFTC gewandt, um Klarheit darüber zu erhalten, wie eine nicht-verwahrende Schnittstelle wie Phantom über einen registrierten Partner Zugang zu regulierten Märkten bieten kann, ohne dabei als Vermittler zu agieren, der einer eigenen Registrierung bedarf”, erklärt man. Das Konzept sei nun aufgegangen.
Das Unternehmen möchte mit seinem Beispiel einen Präzedenzfall herstellen. Die CFTC setze sich bereits dafür ein, diese Regel gesetzlich zu verankern. Phantom möchte sich am Gesetzgebungsprozess beteiligen, um der US-amerikanischen Kryptobranche zu weiterem Wachstum zu verhelfen.
“Wir hoffen, dass unser Engagement dazu beitragen kann, einen dauerhaften Rahmen zu schaffen, der der gesamten Branche zugutekommt”, schreibt Phantom.
Phantom ist nur einer von mehreren Betrieben, die jüngst von der CFTC eine Verzichtserklärung erhielten. Auch die Dienstleister Bitnomial und QC Clearing können sich über die Freigabe der Behörde freuen.
Die CFTC gab jüngst die Zusammenarbeit mit der Wertpapieraufsichtsbehörde SEC bekannt. Gemeinsam möchten beide Einrichtungen wesentliche Schritte zur Förderung von Krypto in den USA unternehmen. Präsident Donald Trump forderte in einem Dekret im Januar 2025, die Vereinigten Staaten von Amerika zum Krypto-Zentrum der Erde zu entwickeln.
