Mozilla Firefox | Kryptografisches Verschlüsselungsverfahren zur Reduktion von Datenspeicherung

Der Browserbetreiber Mozilla Firefox wir in kommenden Versionen einen Schutz gegen ungewollte Datenaufzeichnungen implementieren. Wie das Unternehmen am 30. August 2018 mitteilte, ist dieser Schritt ein Bestandteil der Anti-Tracking-Initiative des Unternehmens.

mozilla-firefox-620x341 Mozilla Firefox | Kryptografisches Verschlüsselungsverfahren zur Reduktion von Datenspeicherung
Mozilla Firefox Logo @mozilla.org

Die Firefox-Initiative gegen ungewollte Datenaufzeichnungen

Aus der Nachricht des Unternehmens geht hervor, dass das Unternehmen in Zukunft einen Ansatz verfolgen wird, der das ungewollte Speichern von Nutzerdaten verhindern wird. Viele Nutzer beklagen sich vor allem über einen Performanceverlust beim Surfen im Internet. Mozilla führt dies auf das ungewollte Speichern der Nutzerdaten zurück. Durch solche Ansätze erhalten Unternehmen die Möglichkeit dem Nutzer personalisierte Werbung anzuzeigen und einen Kaufimpuls zu initialisieren. Oftmals ist dieser Datenklau jedoch kaum zu bemerken und wird erst im Rahmen eines größeren Datenskandals bekannt.

Mittlerweile konzentrieren sich Hacker auf die Entwicklung von Malware, welche dem Nutzer einen Teil der Rechenleistung entzieht. Diese Rechenleistung wird wiederrum im Rahmen des Minings einer Kryptowährung verwendet und schafft dem Hacker somit einen unberechtigten finanziellen Vorteil. Die neusten Versionen des Browsers werden aus diesem Grund solche Mining-Skripte unterbinden .

Nutzer sollen Kontrolle über Privatsphäre übernehmen

Die Initiative des Unternehmens lässt sich bis ins Jahr 2016 zurückführen. Bereits zum damaligen Zeitpunkt implementierte Mozilla Funktionen, welche es dem Nutzer erlaubten die Privatsphäre zu regulieren und die eigenen Daten zu verschlüsseln. Bereits zum damaligen Zeitpunkt untersagte der Browser den Zugriff auf unsichere Websites, sodass die Nutzer keinen Missbrauch der Daten befürchten mussten.

Mit dieser Entwicklung folgt Mozilla den Entwicklungen eines relevanten Browsers, Opera. Opera reagierte bereits im vergangenen Jahr auf die veränderten Marktbedingungen und implementierte eine Möglichkeit, um ungewollte Mining-Skripte zu unterbinden. Die Funktionalität implementierten die Entwickler in den eigenen Ad-Blocker. Opera kann zudem mit weiteren Vorteilen und Funktionalitäten aufwarten. Im Laufe des Augusts teilte das Unternehmen mit, dass der neue Desktop-Browser eine Funktionalität für eigene Krypto-Wallets erhalten wird. Auch die mobile Applikation wird Tokens und andere digitale Güter unterstützen. Das Unternehmen verfügt mittlerweile über einen eigenen Bereich für Kryptografie und arbeitet an der Etablierung von Kryptowährungen im Web 3.0.

Eine vergleichbare Entwicklung kann auch bei Firefox erwartet werden. Der Schritt zur Unterbindung illegaler Mining-Skripte wird voraussichtlich der erste Schritt des Browsers zur Etablierung einer eigenen Krypto-Strategie sein.