Was sind Masternodes? | Definition und Erklärung

Masternodes Illustration

Masternodes sind eine interessante Möglichkeit, um in der Krypto- und Blockchainwelt Geld zu verdienen. Allerdings ist ein solcher Masternode nicht nur eine Einkommensquelle, sondern ein integraler Bestandteil einiger Blockchain-Netzwerke. 

Wir wollen in diesem Artikel aufzeigen, was überhaupt unter einem Masternode zu verstehen ist. Außerdem erfahren Sie, wieso Masternodes eine lukrative Möglichkeit zur Einkommenserzeugung darstellen. 

Masternode Definition – eine kurze Reise durch die Blockchainwelt

Um das Prinzip einer Masternode etwas besser zu verdeutlichen, wollen wir etwas genauer auf den Ursprung des Begriffs eingehen. 

Der Bestandteil, mit dem die meisten Anleger etwas anfangen können, ist die Node (deutsch Knoten). Jedes Blockchain-Netzwerk besteht aus unterschiedlichen Knoten, welche die Funktionen des Netzwerks, etwa das Validieren von Blöcken, übernehmen. 

Allerdings übernehmen klassische Nodes „nur“ einfache Aufgaben wie das Mining. Eine Masternode übernimmt dahingegen noch weiterführende Aufgaben wie:

  • Verarbeiten von anonymen und vertraulichen Transaktionen
  • Sofort-Transaktionen
  • Sind berechtigt an Governance teilzunehmen und besitzen Stimmrechte

Welche Aufgaben und Stimmrechte ein Masternode hat, kann sehr unterschiedlich ausfallen und hängt von der jeweiligen Plattform ab.

Viele sind fälschlicherweise davon überzeugt, dass Masternodes ein ausschließliches Proof-of-Stake-Phänomen sind. Auf dem ersten Blick mag diese Annahme logisch erscheinen, denn Anleger müssen für den Betrieb einen größeren Stake, also einen großen Anteil an den Coins, besitzen.

Allerdings gibt es auch Proof-of-Work-Ökosysteme, welche über Masternodes verfügen. Das wohl bekannteste Beispiel hierfür ist Dash. 

Unabhängig vom Konsensus-Algorithmus der zugrundeliegende Blockchain ist die Funktion einer Masternode die Schaffung eines zusätzlichen Nutzens für das Netzwerk. Oftmals handelt es sich etwa um Nutzen wie eine höhere Sicherheit oder bessere Skalierbarkeit im Netzwerk. 

Außerdem wird durch die hohe Investmentgrenze die Monopolisierung und Zentralisierung, wie zum Beispiel durch das Pool Mining, verhindert. Die Betreiber von Masternodes erhalten für die zusätzlichen Aufgaben, die sie für das Netzwerk übernehmen, regelmäßig Belohnungen in Form von Coins ausgezahlt.

Menge und Häufigkeit variieren dabei sehr stark und hängen von der gewählten Plattform ab. Die bekannteste und erste Blockchain Plattform, die Masternodes einführte war Dash. Viele haben versucht den Erfolg von Dash und seinen Masternodes zu kopieren, daher gibt es heute zahlreiche Plattformen, die auf diese besonderen Knoten setzen.

Die Qual der Wahl – Betrugsmaschen erkennen, Risiken minimieren

Um einen Masternode betreiben zu dürfen, müssen Nutzer häufig eine größere Investition tätigen. Diese Tatsache machen sich Betrüger immer häufiger zu Nutze. Regelmäßig zeigt sich, dass es sich bei den meisten Projekten mit Masternodes um Scamcoins handelt. 

Aus diesem Grund sollten sich Interessenten vor einem Investment unbedingt das Whitepaper des Projekts durchlesen und somit das persönliche Risiko minimieren. Folgende Punkte sollten Sie vor der Einrichtung einer eigenen Masternode prüfen:  

  • Wie hoch ist das zu erwartende Return on Investment (ROI)? Bitte seien Sie sich bewusst, dass zu hohe Renditen langfristig nicht funktionieren. Historisch betrachtet liegt die Rendite einer Masternode zwischen 5 und 25 % – extreme Ausreißer sind natürlich möglich. 
  • Erfüllt das Projekt einen Anwendungsfall? Solide Kryptowährungen erfüllen einen Zweck und das Entwicklerteam hat konkrete Vorstellungen zur weiteren Entwicklung. Gibt es kein Ziel und kein Zweck, dann sollten Sie nach anderen Projekte Ausschau halten. 
  • Hat das Projekt ein Whitepaper? Ein Whitepaper ist die Bewerbungsmappe des Krypto-Projekts. Einige verzichten darauf und möchten sich lieber auf die Arbeit selbst konzentrieren. Das kann bei einigen wenigen zutreffen, bei den meisten spricht das aber eher dafür, dass kein Konzept dahinter steckt. Ist ein Whitepaper vorhanden sollte es möglichst fehlerfrei und der Inhalt gut nachvollziehbar sein.
  • Welches Team steckt hinter dem Projekt? Welche Referenzen können die Entwickler aufweisen und haben sie bereits Erfahrungen bei anderen Projekten gesammelt? Selbst Pseudonyme Persönlichkeiten sind vertrauenswürdiger als unbekannte Entwickler. 
  • Hat das Projekt eine Website? Eine Website ist oftmals schnell angelegt und ein Vertrauensbeweis für die Community. Projekte, die nur über Foren oder von anderen Anlegern beworben werden, sind oftmals nicht vertrauenswürdig. 
  • Gibt es eine GitHub Seite? Github ist eine Website, die die öffentlichen Code-Repositories für Projekte hostet und Details zu laufenden Code-Releases und Änderungen enthalten sollte. Ein Beispiel für ein schlechtes GitHub ist Bitcoin POS.
  • Präsenz, Social Media und Kommunikation. Wie schnell reagiert das Team auf eingehende Anfragen? Wie aktiv sind sie in den sozialen Netzwerken? Wenn ein Projekt über einen längeren Zeitraum keine neuen Entwicklungen zu berichten hat, ist es in der Regel kein gutes Zeichen.
  • Den Kurs im Auge behalten. Wenn der Kurs ohne ersichtlichen Grund drastisch steigt, kann das bedeuten, dass der Preis künstlich aufgebläht wurde. Das kann zum Beispiel durch neue Nutzer geschehen, die sich einen Masternode kaufen. Dieser Preisanstieg wird sich aber langfristig nicht halten können. Sobald die Nutzer merken, dass ihre Knoten nicht genug Gewinne abwerfen, werden sie die Coins wieder abstoßen und der Kurs fällt in sich zusammen.

Wer diese Punkte beachtet kann die betrügerischen Masternode Angebote leicht enttarnen. Eine absolute Garantie für sichere Masternodes kann einem leider niemand geben. Wie bei jedem Investment gibt es ein gewisses Risiko, welches Anleger in Form der Renditeerwartung einkalkulieren müssen. 

Nichtsdestotrotz, ein Masternode ist eine hervorragende Möglichkeit, um ein passives Einkommen mit Kryptowährungen zu erzielen. Eine gute Anlaufstelle, um Masternode-fähige Blockchain-Plattformen zu entdecken, ist Masternodes.Pro

Masternodes Pro Ansicht
Masternodes Pro Ansicht

Projekte welche Masternodes nutzen

Es gibt eine Vielzahl an Projekte, die Masternoden in ihren Netzwerken nutzen. Viele dieser Projekte sind unbekannt, und klein. 

Bekanntere Beispiele sind etwa: Block (BLOCK), Bata (BTA), Crown (CRW), ChainCoin (CHC), Dash (DASH), Diamond (DMD), GoByte, Innova, ION (ION), Monetary Unit (MUE), Neutron (NTRN), PIVX (PIVX), Stratis (STRAT), Tezos (XTZ), Vcash (XVC) und XtraBytes (XBY).

Was ist nötig, um einen Masternode zu betreiben?

Haben Sie sich dazu entschlossen, eine eigene Masternode aufzusetzen? Dann wird die wohl größte Herausforderung auf der finanziellen Ebene bestehen, denn teilweise sind enorme Anlagebeträge erforderlich, um seine eigene Masternode aufzusetzen. 

Ein Beispiel für die hohen Kosten ist DASH. Für eine Masternode benötigen Anleger 1.000 DASH. 

Allerdings gibt es für die Höhe des erforderlichen Stakes keine fixe Anzahl. Vielmehr entscheidet jedes Projekt autark die erforderliche Token-Anzahl. Damit vergewissert sich das Unternehmen, dass der Masternode-Betreiber im Interesse der Plattform agieren wird. Der hohe Einsatz verhindert außerdem, dass das Netzwerk zentralisiert werden kann.

Besitzt ein Anleger das nötige Kapital, kann praktisch jeder einen Masternode betreiben. Zusätzlich dazu sind folgende Punkte ebenfalls wichtig:

  • Es sollte immer etwas mehr als die Mindestzahl an Coins gekauft werden. Wenn also zum Beispiel 1000 Coins einer Kryptowährung nötig sind, sollten mindestens 1010 Coins über einen Exchange oder ähnliches gekauft werden, um die anfallenden Transaktionsgebühren zahlen zu können.
  • VPS oder eine andere Art von Server muss verwendet werden, um rund um die Uhr mit dem Netzwerk verbunden zu sein. Nur ein aktiver Masternode kann Gewinne einbringen. Dabei sollten auch die Kosten für den Server einkalkuliert werden, damit sich der Masternode auch lohnt.
  • Eine feste IP Adresse, ein Wallet und eine Knotenadresse.
  • Ausreichend Speicherplatz für die Blockchain

Sind diese Punkte erfüllt, steht dem Masternode und einem regelmäßig ausgezahltem passivem Einkommen dann nichts mehr im Wege.

Sind Masternode Pools eine Alternative? 

Vor allen Dinge große Kryptowährungen wie Dash, sind für die meisten Anleger keine wirkliche Option. Der primär Grund hierfür sind die erforderlichen Investments. Aufgrund des hohen Risikos sollte eine Masternode nur eine Beimischung im Portfolio darstellen. 

Die Alternative sind sogenannte Masternode Pools. Bei einem solchen Pool investieren Sie als Anleger nicht in eine ausgewählte Masternode, sondern in einen breiten Pool an unterschiedlichen Projekten. Sie profitieren also von der finanziellen Stärke des Anbieters und dessen Mitgliedern. 

Sie erhalten einen Anteil der Provision auf das von Ihnen investierte Kapital. Ein Masternode Pool ähnelt im Prinzip einem Mining Pool. 

Die derzeit größten Anbieter für Masternode Pools sind NodePools, GetNode und StakeCube.

Masternode Pool Vergleich

  GETNODE PoolNodes
Logo JustTrade TradeRepublic
Einzahlungsmethoden Euro und BTC Kryptowährugnen
Mindesteinzahlung 0,2 BTC oder 1.000 € 50 €
Gebühren 25 % der Gewinne 20 % der Gewinne
Mindestlaufzeit Min. 180 Tage Keine
Website Zu GETNODE Zu NodePools

Neben dem Gebührenmodell und der Mindesthaltefrist unterscheiden sich die verschiedenen Masterpool Anbieter hauptsächlich noch in den angebotetenen Staking Coins.

Die größten Coins, wie DASH, PIVIX, ZCOIN und Blocknet werden jedoch von so gut wie allen Anbietern angeboten.

Sollten Sie ein Investment in kleinere Coins in Betracht ziehen, sei Ihnen geraten, sich intensiv mit der fundamentalen Entwicklung des Projektes auseinanderzusetzen.

Zwar mögen die hohen Renditemöglichkeiten attraktiv erscheinen, jedoch können die Staking-Gewinne durch Kursausschläge nach unten leicht wieder zunichte gemacht werden.

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