Kin Ecosystem Foundation | Die hybride Blockchain

Die Non-Profit-Organisation Kin Ecosystem (kurz: Kin) plant, eine eigene Blockchain ins Leben zu rufen. Diese wird auf dem Bezahlsystem Stellar basieren und das bisherige Kin Ecosystem unterstützen. Der neue Ansatz zielt auf eine hybride Blockchain-Infrastruktur ab, die weiterhin auf die Ethereum-Blockchain setzt, um für Sicherheit und Liquidität zu sorgen. Die neue Kin-Blockchain soll sich durch höchste Skalierbarkeit und Zugänglichkeit auszeichnen und ohne Transaktionskosten nutzbar sein.

 

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Kin Ecosystem Foundation @kinecosystem.org

 

Kin: Hintergrund und Konzept

Es handelt sich bei der Kin Ecosystem Foundation um ein in Kanada ansässiges Non-Profit-Unternehmen. Die Foundation verfügt über eine eigene, gleichnamige Kryptowährung und hat es sich zur Aufgabe gemacht, als Ökosystem für eine wachsende Zahl digitaler Aufgaben zu dienen. Die Foundation koordiniert das gesamte Ökosystem, beispielsweise im Hinblick auf die Mitgliedschaft, die Transaktionen in der eigenen Kryptowährung und das Anreiz- und Belohnungssystem der virtuellen Währung. Ein übergeordnetes Ziel ist es, das gesamte Ökosystem in ein vollständig dezentralisiertes, unabhängiges Modell zu überführen.

Gründer und CEO der Non-Profit-Foundation ist Ted Livingston. „Unser Ziel ist es, Kin zur meistgenutzten Kryptowährung der Welt zu machen„, betont Livingston. Eine Besonderheit besteht darin, dass der Fokus nicht auf der Technologie sondern auf den konkreten Produkten und Angeboten liegt. Damit unterscheidet sich das Projekt von den meisten anderen Krypto-Konzepten, hebt der CEO hervor.

 

 

Kooperation mit Stellar

Die Kin Ecosystem Foundation pflegt eine enge Zusammenarbeit mit dem Bezahlsystem Stellar. Dessen Open-Source-Protokoll ist 2014 vom eDonkey-Gründer Jed McCaleb mitgegründet worden. Auch Stellar wird von einer Non-Profit-Organisation unterstützt (Stellar Development Foundation).

 

Stellar (XLM): Was steckt hinter der Plattform?

Dank der Open-Source-Struktur ist Kin imstande, Stellar für sich nutzbar zu machen und auf seiner Basis eine eigene Blockchain ins Leben zu rufen. Die Foundation beabsichtigt, Entwicklern und Konsumenten eine schnelle Plattform zur Verfügung zu stellen und dabei Transaktionskosten zu vermeiden. Die Foundation möchte dabei eine einheitliche Währung über zwei Netzwerke schaffen. Die Pläne sollen dabei so eingehalten werden, wie sie im Whitepaper der Stiftung vorgesehen sind.

Bis zum jetzigen Zeitpunkt werden die Transaktionen über die Ethereum-Blockchain abgewickelt. Für die Zukunft sollen sowohl Ethereum als auch Stellar zur Verfügung stehen. Beide Ansätze sollen Kin auf verschiedene Art und Weise unterstützen. Hierbei sollen verschiedene Dienste jeweils auf derjenigen Blockchain abgewickelt werden, die sich dafür am besten eignet. Ethereum stellt beispielsweise ein hohes Maß an Liquidität für die Token-Eigentümer bereit. Die Ladezeiten und Gebühren stehen jedoch der Idee einer täglichen Nutzung durch Endverbraucher entgegen. Die zusätzliche zweite Blockchain auf Stellar-Basis soll dem Ökosystem eine schnellere, effizientere Grundlage mit geringeren Transaktionskosten zur Verfügung stellen. In der Praxis soll sich dieser Übergang wie eine Art Software-Update gestalten. Nutzer sollen von der Umstellung profitieren, ohne dass Handlungsbedarf besteht. So brauchen sie bestehende Token nicht etwa von der Ethereum-Blockchain auf ein neues System zu migrieren. Die bisherige Nutzererfahrung mit ERC20 bleibt erhalten.

Für die Zukunft sollen sowohl Ethereum als auch Stellar zur Verfügung stehen

In bisherigen Tests hat die neue Plattform schnellere und besser skalierbare Transaktionen ermöglicht als die zuvor ausschließlich genutzte Ethereum-Blockchain. Wie Ted Livingston ausführt, ist das Team zu dem Ergebnis gekommen, dass „eine hybride Lösung aus Ethereum und der eigenen Stellar-Fork dem Kin Ecosystem sowohl kurzfristig als auch langfristig dienlich sein wird.“

Mit der schnellen und anpassungsfähigen Blockchain soll Kin als ideale virtuelle Währung für die tägliche Nutzung dienen. Daher gilt die Integration von Stellar in die Infrastruktur als enormer Schritt im Hinblick auf die Funktionalität und Zugänglichkeit der virtuellen Währung sowie der digitalen Services der Foundation.