Integrität als Masterplan für die Krypto-Adaption in den USA

Arbeitsgruppe forciert Integrität von Krypto-Börsen

Obwohl immer mehr Unternehmen eigene Blockchain-Projekte fokussieren, fristet die Technologie noch immer ein Nischendasein. Vielen potenziellen Nutzern fehlt bisher vor allem der technische Hintergrund, sodass die Mainstreamadoption der Technologie noch auf sich warten lässt. Allerdings forcieren immer mehr Krypto- und Blockchain-Unternehmen eine umfassende Einführung der Technologie. Immerhin lassen sich durch Blockchain-basierte Geschäftsmodelle reale Vorteile erzielen. Zu diesen Unternehmen gehören auch Ripple und Coinbase. Führungskräfte der beiden Unternehmen haben nun einen Masterplan, welcher die Adaption auf dem US-Markt vorantreiben soll, entworfen. Eine Arbeitsgruppe soll die Integrität und Transparenz des Marktes für digitale Assets steigern.

Integrität als Grundpfeiler zum Mainstream

In einer Pressemitteilung vom 23. Januar 2020 teilt die Blockchain Association mit, dass sie eine Market Integrity Working Group – eine Arbeitsgruppe für die Marktintegrität – ins Leben gerufen hat. Die neue Arbeitsgruppe soll die Entwicklung öffentlicher Richtlinien vorantreiben. Dabei sollen vor allem die Transparenz und Fairness im Krypto-Markt profitieren.

Bei den Vorsitzenden der Arbeitsgruppe handelt es sich um Breanne Madigan und Rachel Nelson. Madigan kommt von Ripple und leitet dort die Abteilung für globale, institutionelle Märkte. Nelson arbeitet bei Coinbase als Senior Director, Associate General Counsel.

Wie die Blockchain Association in der Pressemitteilung hervorhebt, ist die Integrität der Kryptowährungsmärkte eine Hürde. Dabei sei die Überwindung dieser Hürde maßgeblich für die erfolgreiche institutionelle Akzeptanz digitaler Assets. Auch aus Sicht der Regulierungsbehörden spielt die Integrität des gesamten Marktes eine entscheidende Rolle.

Rechtsvorschriften sollen Integrität verbessern

Für die erfolgreiche Einführung der Technologie sowie als Vertrauensbasis gegenüber den Verbrauchern seien Rechtsvorschriften notwendig. Eben jene Rechtsvorschriften solle der Kongress erlassen, um die Grundlage für ordnungsgemäße und sicher funktionierende Krypto-Märkte zu schaffen. Beispielsweise könnte eine entsprechende Gesetzgebung dazu führen, dass die Zuständigkeit der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) auf die Regulierung und Überwachung von Handelsplätzen für digitale Assets ausgeweitet wird.

Bereits heute müssen Verbraucher auf die Handelsplattformen für digitale Vermögenswerte vertrauen, um aktiv an diesem Markt zu partizipieren. Dabei ähnelt der Funktionsumfang einer Krypto-Börse der eines klassischen Handelsplatzes oder Brokers. Nichtsdestotrotz sind Käufer und Verkäufer von Kryptowährungen auf diese Krypto-Börsen angewiesen, um virtuelle Währungen zu handeln.

Uneinheitliche Rechtsvorschriften schaffen komplexe Prozesse

Während die eigentliche Eröffnung eines Accounts auf einem solchen Handelsplatz noch vergleichsweise einfach funktioniert, ist die Nutzung eines solchen Accounts eher aufwendig. Insbesondere im Vergleich zu etablierten Legacy-Playern unterliegen die Krypto-Börsen strengen staatlichen Regulierungen. Folglich müssen diese Anforderungen erfüllt sein, um das Geschäft auf dem wichtigen US-Markt sicherzustellen.

Aus diesem Grund sind die Markteintrittsbarrieren für neue Handelsplätze, Börsen und Marktplätze noch immer sehr hoch. Auch bestehende Anbieter müssen hohe Compliance-Anforderungen sicherstellen. Insgesamt leiden die Verbraucher unter der vergleichsweise geringen Transparenz und die Anbieter unter den hohen regulatorischen Anforderungen.

Die Aufgabe der Market Integrity Working Group besteht in der Schaffung eines klaren und verständlichen Rechtsrahmens. Durch die Etablierung dieses Rahmens soll sich die gesamte Marktintegrität verbessern und die Akzeptanz von Kryptowährungen aufseiten der Verbraucher steigen.

Fazit: Marktintegrität als Schlüssel zur Krypto-Adaption

Der aktuelle Status Quo stellt Krypto-Börsen in den USA vor eine ernstzunehmende Herausforderung. Hohe regulatorische Anforderungen, staatliche Gesetzgebungen und intransparente Prozesse sorgen hindern die Krypto-Börsen an der erhofften Marktdurchdringung. Dabei begünstigt die aktuelle Ausgangssituation klassische Börsen und Broker.

Die neu geschaffene Arbeitsgruppe „Market Integrity Working Group“ soll Lösungen präsentieren, welche in einer unmittelbaren Verbesserung der Ausgangslage resultieren. Mit Breanne Madigan und Rachel Nelson übernehmen zwei etablierte Führungskräfte von Ripple und Coinbase die Leitung der Arbeitsgruppe. Wichtig ist im ersten Schritt die Etablierung einer Marktintegrität im Blockchain– und Krypto-Sektor. Hierzu gehören die Einführung neuer rechtlicher Rahmen und die Steigerung der Transparenz gegenüber den Nutzern. Durch ein erfolgreiches Vorgehen möchte die Arbeitsgruppe für mehr Interesse an digitalen Assets aufseiten der institutionellen und privaten Anleger sorgen. Im Endeffekt steht die Adaption auf dem US-Markt im Fokus.

Aus meiner Sicht ist die Einberufung der Arbeitsgruppe ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur finalen Adaption von Kryptowährungen. Insbesondere die Anpassung der regulatorischen Anforderungen sowie eine Gleichstellung von Börsen digitaler Assets sowie von klassischen Wertpapierbörsen könnte ein wichtiger Erfolgsfaktor sein. Ob das Projekt den gewünschten Erfolg realisiert, zeigen die kommenden Monate.

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