Ikea nutzt Ethereum-basierte Token für die Zahlungsabwicklung

IKEA wickelt Transaktion per Blockchain ab

Das schwedische Einrichtungshaus IKEA hat ein Ethereum Token für die Bearbeitung einer Rechnung verwendet. Dabei kooperierte der Konzern mit der US-amerikanischen Blockchain-Plattfrom Tradeshift, um eine leichtere Abwicklung der Transaktion mit dem Einzelhändler Nordic Store zu gewährleisten. Außerdem fungierte das isländische FinTech  Monerium als Vermittler, um eine Begleichung der Rechnung in der isländischen Landeswährung Krona zu ermöglichen.

Tradeshift und Monerium wickeln wichtige Geschäftstransaktion für IKEA ab

Ein Bericht vom 1. Oktober 2019 verdeutlicht, dass das schwedische Möbelhaus IKEA eine wichtige Geschäftstransaktion mithilfe der Ethereum-Blockchain abgeschlossen hat. Dabei kooperierte das Unternehmen mit Tradeshift und Monerium. Tradeshift gilt als Marktführer im Bereich der Lieferkettentransaktionen und -marktplätze. Bei Monerium handelt es sich dahingegen um ein FinTech, welches staatlich reguliertes E-Geld für Blockchains zur Verfügung stellt.

Wie der Bericht verdeutlicht, konnten die Unternehmen nun eine wichtige Transaktion erfolgreich abschließen und somit einen wichtigen Schritt in Richtung Blockchain-gestützter Zahlungen im geschäftlichen Umfeld vollziehen. Im Rahmen der Transaktion nutzte der isländische Einzelhändler Nordic Store die Smart Contracts der Ethereum Blockchain, um Waren von IKEA zu erwerben. Anschließend konnten die gekauften Waren per E-Rechnung mit dem digitalen Bargeld von Monerium bezahlt werden.

Diese Transaktion belegt dabei vor allem, dass ein Einsatz eines staatlich regulierten und programmierbaren E-Geldes auch im Mainstream-Markt möglich ist. Dabei zeigt sich vor allem der Mehrwert der Blockchain, welche neue Zahlungsmethoden ermöglicht und ein Maximum an Sicherheit und Effizienz bietet.

Monerium Logo
Monerium Logo @Monerium.com

Die Zukunft der Geschäftstransaktionen könnte auf der Blockchain basieren

Auch Gert Sylvest, Mitgründer von Tradeshift und CEO von Tradeshift Frontiers, sieht im programmierbaren E-Geld die Zukunft des Zahlungsverkehrs. Insbesondere die Programmierbarkeit sowie die staatliche Regulierung zeichnen dieses Zahlungsmittel für den elektronischen Handel aus. Dabei spielen die Smart Contracts eine besondere Rolle, da sich diese in zahlreichen Anwendungsfällen verwenden lassen.

Folglich können die Smart Contracts auch bei der intelligenten Rechnungsstellung verwendet werden. Diese besonderen Rechnungen können sich eigenständig abrechnen und somit die Effizienz im E-Commerce verbessern.

„Programmierbare, staatlich regulierte Währungen werden zur Grundlage des elektronischen Handels. Vor allem die Smart Contracts ermöglichen die Einführung zahlreicher neuer Anwendungsfälle für den praktischen Einsatz.“

Weiterhin erklärt Sylvest, dass intelligente Verträge nicht nur die administrativen Hürden bei den B2B-Transaktionen reduzieren. Vielmehr ließen sich neue Finanzierungsmodelle entwickeln, welche den Unternehmen einen besseren Zugang zu Krediten gewährleisten. Zur Erprobung des avisierten Use Cases haben die Unternehmen die erste intelligente Rechnung erstellt und in Kooperation mit Monerium beglichen. Für die gesamte Branche sei dies ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

Dabei unterstützt die Transaktion vor allem die Prognosen von Gartner, dem IWF und dem WEF. Laut Gartner sollen Blockchains und Smart Contracts einen transformativen Einfluss auf die gesamte Wirtschaft haben – das Potenzial sei in zwei bis fünf Jahren ersichtlich. Auch der IWF sprach sich in der Vergangenheit für Blockchain-basierte Digitalwährungen aus. Diese ermöglichen eine nahtlose Bezahlung mithilfe automatisierter Transaktionen. Schlussendlich hebt auch das WEF hervor, dass sich bis zum Jahr 2027 zehn Prozent des globalen Bruttoinlandsprodukts in Blockchain-Technologien befänden.

Tradeshift Logo
Tradeshift Logo @Tradeshift.com

Programmierbare Lieferkettenfinanzierungen transformieren den geschäftlichen Zahlungsverkehr

Des Weiteren führt Sylvest an, dass ein Einsatz der Technologie zu einer fundamentalen Veränderung in der Art und Weise der unternehmerischen Geschäfte führen könnten. Diese Aussage führt der Manager auf die Programmierbarkeit der Währungen zurück – folglich entstünde auch ein programmierbares Finanzsystem.

Folglich könnte ein entsprechendes System auf intelligenten Rechnungen und Tokens basieren. Letzte repräsentieren den zukünftigen Cashflow, der auf der Rechnung ausgewiesen ist. Wer entsprechende Token besitzt, erhält am Fälligkeitstag der Rechnung die automatische Bezahlung. Dementsprechend ist ein solches System perfekt für den Einsatz einer intelligenten Rechnung ausgelegt.

Das Ziel von Monerium und Tradeshift sei die Revolution der Finanzlandschaft. Dabei möchten die Unternehmen ein Umfeld erschaffen, welches Supply-Chain-Transaktionen unmittelbar, automatisch und kosteneffizient ausführt. Bereits heute unterstützt Tradeshift rund 1,5 Millionen Unternehmen aus 190 Ländern. Von diesem neuen System könnten vor allem kleinere Unternehmen profitieren.

Fazit: Erste E-Geld-Geschäftstransaktion ist für IKEA ein Erfolg

Zahlreiche Studien belegen das disruptive Potenzial der Blockchain-Technologie. Eine besondere Relevanz nehmen hierbei die Smart Contracts ein, die vor allem bei der Automatisierung der Transaktionen eine tragende Rolle spielen. Durch das Zusammenspiel von Tradeshift und Monerium konnte nun erstmalig eine Geschäftstransaktion zwischen Nordic Stores und IKEA vollautomatisch abgewickelt werden. Hierbei fungierten Ethereum-basierte Tokens als Grundlage zur Transaktionsabwicklung.

Monerium ist bisher das einzige Unternehmen, welches eine programmierbare und regulierte Digitalwährung besitzt. Durch die Programmierbarkeit einer Währung ergibt sich die Möglichkeit zur staatlichen Regulierung und somit zur Aufrechterhaltung der Finanzsysteme.

Aus meiner Sicht ist die Transaktion zwischen IKEA und Nordic Stores ein Meilenstein bei der Einführung Blockchain-basierter Transaktionen. Durch das Potenzial der Smart Contracts können Unternehmen Kosten reduzieren und sämtliche Transaktionen in der Supply Chain automatisch und unmittelbar ausführen. Langfristig könnte ein solches Zahlungssystem das Potenzial zur Disruption bestehender Zahlungsmittel besitzen.

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