Krypto ETFs

Krypto‑ETFs (umgangssprachlich auch: Krypto‑Indexprodukte) sind börsengehandelte Anlageprodukte, die die Wertentwicklung einer oder mehrerer Kryptowährungen abbilden und damit Krypto‑Exposure über das Wertpapierdepot ermöglichen, ohne dass Anleger selbst Coins kaufen und verwahren müssen.

Krypto ETF vs. Krypto ETP

Wichtig ist die Begriffsabgrenzung: In Europa werden „Krypto‑ETFs“ häufig als Krypto‑ETPs gehandelt (z. B. ETNs/ETCs), also als Wertpapiere/Schuldverschreibungen und nicht zwingend als klassische, UCITS‑regulierte Fonds.

Ein Grund dafür ist, dass europäische UCITS‑ETFs Diversifikationsanforderungen unterliegen, während ETP/ETN/ETC‑Strukturen auch sehr fokussierte „Single‑Asset“-Exposures (z. B. nur Bitcoin) abbilden können.

Unterschied zwischen physisch besicherten und syntehtischen ETFs

Bei der Konstruktion unterscheidet man grob zwischen Spot‑/physisch besicherten Produkten und synthetischen Produkten.

Spot‑Produkte sind „physisch unterlegt“: Der Anbieter hält die Coins typischerweise über einen Custodian (oft mit Cold‑Storage‑Konzept), Anleger besitzen jedoch Anteile am Produkt und nicht die Coins selbst.

Synthetische Produkte bilden die Performance über Derivate (z. B. Futures) ab und können zusätzliche Effekte wie Rollkosten oder Abweichungen zum Spot‑Preis mitbringen.

  • Vorteile: einfache Handelbarkeit, bekannte Depot‑Infrastruktur und ausgelagerte Verwahrung
  • Nachteile: Gebühren sowie, je nach Struktur, Emittenten‑/Kontrahenten‑ und Regulierungsrisiken.

In den USA wurden Spot‑Bitcoin‑ETFs im Januar 2024 von der SEC zur Notierung und zum Handel zugelassen, was den Begriff „Krypto‑ETF“ dort stärker im klassischen ETF‑Sinn geprägt hat.

« Zurück zum Glossar Index