Fractal Interview – DeFi Protokolle benötigen Identifikationslösung

Fractal DeFi

Experteninterview mit Julian Leitloff, dem Gründer und CEO von Fractal. Das Start-up mit Sitz in Berlin wurde 2017 von Leitloff und Júlio Santos gegründet und beschäftigt 16 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.

20180801_Julian Leitloff_Foto mirkolux.de-

Fractal liefert Identifikationslösungen für DeFi

Blockchainwelt: Hallo Julian, freut mich sehr, dich kennenzulernen und von dir mehr über dein gegründetes Unternehmen Fractal zu erfahren.

Julian: Hallo Stefanie, ich freue mich auch und herzlichen Dank für die Gelegenheit, hier über Fractal zu sprechen. Wir sind gerade kurz nach dem Launch des Testnets, daher ist die Öffentlichkeitsarbeit gerade besonders wichtig für uns.

Blockchainwelt: Erst vor kurzem habe ich ein Interview mit dem CEO von Polymath, Chris Housser, geführt und habe erfahren, dass ihr eine Kooperation habt. Erzähl uns doch bitte etwas über dein Unternehmen und die Lösungen, die es anbietet.

Julian: Fractal ist 2017 gestartet. Wir haben damals das tief greifende Potenzial gesehen, aber auch, dass ganz viel Infrastruktur noch fehlte. Uns war von Anfang an klar, dass Identität im Mittelpunkt stehen wird.

Identität wird in der aktuellen zentralisierten Version des Webs als Gatekeeper missbraucht: Der Kunde kann weder einfach wechseln, noch hat er die Chance zu sehen, was mit seinen Daten passiert. Das gilt für Finanzprodukte genauso wie für den Werbemarkt.

Blockchainwelt: Gab es zu diesem Zeitpunkt schon andere Protokolle, die sich mit dem Thema digitaler Identitäten und Verifikation von Daten beschäftigt haben?

Julian: Mit Sovrin und dem von ConsenSys gestarteten uPort gab es zwei sehr prominente und gut finanzierte Spieler im Markt.

Wir haben aber gemerkt, dass es vor allem an den Brücken in das Web 3.0 mangelte als an der Infrastruktur on-Chain. Die Nutzer fanden es – und finden es häufig heute immer noch – viel zu kompliziert und alles andere als einfach zu nutzen.

Wie hart der Markt immer noch ist, zeigt sich, da mittlerweile die Sovrin Foundation insolvent war und sich uPort aufgelöst hat.

Wir sind noch sehr früh im Adaptionszyklus. Doch mittlerweile gibt es Bewegung im Markt. Das hat zum einen damit zu tun, dass die Technologie sich weiter entwickelt und unter anderem mit Polkadot völlig neue Möglichkeiten zur Verfügung stehen.

Und zum anderen auch damit zu tun, dass es regulatorische Änderungen gibt, denn DeFi Protokolle benötigen für institutionelle Anleger eine Identitifikationslösung.

Blockchainwelt: Der faire und transparente Austausch von persönlichen Daten steht also bei Fractal im Zentrum der Entwicklungen. Wie sehen denn die derzeitigen Lösungen zwischen Benutzern und Werbetreibenden aus?

Julian: Aktuell läuft vieles noch mit Ad Cookies. Nimmt ein Benutzer die Cookies des Werbetreibenden nicht an, kann er den Service meistens nicht oder nur eingeschränkt nutzen.

Nimmt er sie an, ist sein Surfverhalten von anderen Websites auslesbar und deren weitere Verwendung entzieht sich seiner vollständigen Kontrolle.

Aktuell arbeitet Google an einem anderen Standard. Der ist zwar sehr viel freundlicher für die Privatsphäre des Nutzers, aber füttert ausschließlich das proprietäre Datensilo von Google. Andere Firmen haben krasse Nachteile.

Tim Berners-Lee im CERN 1994
Quelle: www.deutschlandfunk.de

Blockchainwelt: Wie hat sich das Internet entwickelt und warum stehen gerade jetzt so viele dezentrale Ansätze im Raum?

Julian: Zunächst muss man wissen, dass das Internet vom Militär initiiert und später von wissenschaftlichen Instituten wie dem CERN maßgeblich entwickelt wurde.

Wir nehmen es als ganz selbstverständlich, dass E-Mails schreiben kostenlos ist oder das Surfen im Netz generell. Aber dafür haben die Gründer des Internets gesorgt.

Kommerzielle Überlegungen standen für sie aber eher nicht im Vordergrund, was eines der Gründe ist, warum es keinen solchen Standard für den Austausch von Daten oder den Werbemarkt gibt.

Diese erste Version des Webs, was wir heute als 1.0 bezeichnen würden, hat sich mit Cookies einen eigenen Standard geschaffen, um Werbung zu personalisieren. Das war per se nicht schlecht, jedoch nicht gut für die Privatsphäre der Nutzer.

Dann kam das Web 2.0 Mitte der Nullerjahre auf und hat unser Leben stark beeinflusst. Es ging weg von der Dezentralisierung und von offenen Systemen hin zu sozialen Netzwerken und proprietären Datensilos.

Es kam zu einer starken Marktverschiebung hin zu wenigen Akteuren, allen voran Facebook und Google.

Blockchainwelt: Was hat sich in jüngster Zeit verändert und warum ist der Wunsch nach Dezentralität so groß?

Julian: Nutzer und Unternehmer profitieren jetzt von der verbesserten technologischen Verfügbarkeit. Es gibt eine digitale Infrastruktur und neue Generationen von Basisprotokollen wie zum Beispiel Polkadot, die auch wir nutzen.

Menschen wollen heute selbst entscheiden, mit wem sie ihre Daten teilen und nicht mehr nur passiv daran beteiligt sein. Im Web 2.0 agieren Webseiten mit Nutzern einseitig.

Im Web 3.0 bestimmt der Benutzer, welche Unternehmen Daten von ihm erhalten dürfen, und kann diese selektieren. Mit Fractal haben wir eine Technologie entwickelt, die on-Chain Prüfungsnachweise hinterlässt und damit die Identität eines Nutzers bestätigen lässt.

Das Web 3.0 ist die Gegenbewegung und Blockchain Technologie ihr Hoffnungsträger. 

Julian Leitloff

CEO - Fractal

Duopol von Facebook und Google

Blockchainwelt: Wie dezentral ist die Welt der Ads und Werbung derzeit?

Julian: Über 60 % des Onlinemarketing-Umsatzes machen derzeit nur zwei Unternehmen, und zwar Facebook und Google. Wir wollen eine alternative Technologie zur Verfügung stellen, bei der sich “normale” Unternehmen verbinden können und so eine Art föderalistisches Gegengewicht zu den beiden Marktführern aufbauen.

Wir sprechen von einem Duopol, wenn sich nur zwei Anbieter gegenüberstehen. Das ist mit Facebook und Google der Fall und Daten sind im Marketing der Gatekeeper.

 

Blockchainwelt: Kannst du uns das näher erläutern?

Julian: Grundsätzlich ist das Web kostenlos. Egal, ob du viel Geld oder wenig hast, sind sehr viele Seiten im Netz erstmal kostenlos. Jetzt müssen jedoch auch Journalisten und App Builder von etwas leben, wenn ihr Produkt den Nutzern kein Geld kostet. Das passiert natürlich über Werbung. Soweit ein fairer Deal.

Die Werbetreibenden möchten allerdings sicherstellen, dass sie ihr Geld gezielt ausgeben und daher ihre Werbung nur bestimmten Gruppen anzeigen. Zum Beispiel wollen Shops für Hundenahrung auch nur Hundehalter bewerben.

Da Facebook und Google genau diese Informationen besitzen, weil wir sie ihnen im Gegenzug für die Nutzung ihrer Produkte gegeben haben, haben sie einen unglaublichen Wettbewerbsvorteil. Mit den Daten werden sie zum Gatekeeper.

Der Rest des Marktes ist vergleichsweise blind und ihr Angebot damit sehr viel weniger attraktiv. Ironischerweise führt es dazu, dass die Journalisten und App Builder, die unser freies Web ausmachen, viel weniger Geld zur Verfügung haben.

Kritischer Blick auf Gatekeeper

Als Gatekeeper sind Unternehmen wie Facebook und Google durchaus kritisch zu betrachten, denn sie entwickeln und kontrollieren die Algorithmen für die Interaktionen und Werbeeinblendungen.

Die Algorithmen entscheiden beispielsweise jedoch, welche Informationen und Inhalte der Nutzer sieht und welche nicht, in welcher Reihenfolge diese angezeigt werden und in welchem Kontext diese gebracht werden.

Aufgrund von persönlichen Daten zu den Identitäten der Nutzer entscheiden die Algorithmen folglich über die mögliche Relevanz und bestimmen anhand individueller Eigenschaften, was gezeigt oder vorgeschlagen wird. So werden diese Algorithmen zu den neuen Gatekeepern.

Neben Facebook und Google gelten auch Apple und Amazon als Gatekeeper. Je mehr ein Nutzer bei diesen Plattformen aktiv ist und nach einem Begriff oder einer Informationen sucht, umso mehr Daten können die Anbieter sammeln und so mehr Werbung verkaufen.

Doch die Plattformen haben nicht nur die volle Kontrolle über die Daten der Nutzer, sondern können auch eigene Regeln aufstellen und bestimmen, wer wann welche Dienstleistung in Anspruch nehmen darf.

Die Macht im Internet soll beim Nutzer liegen

Blockchainwelt: Wie will Fractal das Web 3.0 neu erfinden und für eine Revolution im Ad-Markt sorgen?

Julian: Die Macht soll beim Nutzer liegen, denn er hat die Möglichkeit, das Internet wieder in die richtige Richtung zu bringen. Das Internet, wie wir es jetzt kennen, verändert sich gerade rasant.

Um aber auch zukünftig eine qualitativ hochwertige Version des kostenlosen Internets zu gewährleisten, muss der Austausch von Benutzerinformationen fair und offen ablaufen.

Im Internet der zweiten Phase, also das Web 2.0, haben die Standards dazu geführt, dass wenige Unternehmen monopolistische Macht aufbauen konnten.

Mit der Blockchain lässt sich der sichere Austausch persönlicher Daten für das Validieren der Identität der Nutzer sicher und dezentral gestalten. Der Übergang vom Web 2.0 zum Web 3.0 erfolgt natürlich nicht radikal, sondern in kleinen Schritten.

Fractal ist ein dezentrales System, bei dem Nutzer Dienstleistungen und Apps nutzen können, ohne die Hoheit über ihre persönlichen Daten aufgeben zu müssen.

Sie sind nicht mehr das reine Produkt, sondern aktiver Partner im Ökosystem. Sie werden vom Objekt zum Subjekt gemacht.

Blockchainwelt: Dann müssen zentrale Plattformen aber umdenken, wenn sie nicht an Relevanz verlieren wollen, oder?

Julian: Ja, sicherlich. Aber leider hatten sie viel Zeit, sich auf die Umstellung vorzubereiten. So hat Facebook beispielsweise das Problem der Identität allein durch die schiere Masse der ihnen vorhanden Daten bereits gelöst.

Problem dabei ist jedoch, dass die Lösung nicht offen und transparent ist, sondern wiederum dem Anbieter selbst in die Hände spielt.

Blockchain: Dann werden die Platzhirsche vermutlich nicht so schnell zu verdrängen sein, oder?

Julian: Nein, das wird wohl erstmal nicht zu erwarten sein. Aber wir müssen erstmal Alternativen entwickeln, um welche zu haben. Fractal ist eine dieser Alternativen.

In der Fractal Wallet können Benutzer ihre Identität übermitteln und seit neuestem auch ihr Surfverhalten erfassen. Der wichtige Unterschied ist, dass sie entscheiden, wie diese Daten geteilt und im Browser gespeichert werden.

Eine weitere Funktion, und zwar das Teilen der Identität, haben wir bereits entwickelt. Unser Testnet Launch ist am 17.08. geglückt und ermöglicht nun die Funktion weitere Informationen zu erfassen. Wir gehen damit den Weg der “Verhärtung” einer Identität.

Blockchainwelt: Was bedeutet die Verhärtung einer Identität?

Julian: Adobe hat in einer Studie herausgefunden, dass 28 % des Webseiten-Traffics nicht von Menschen stammt, sondern von Bots und anderen “nicht menschlichen Signalen”.

Der Traffic ist aber für Werbetreibende eine wichtige Metrik, um ihren Erfolg zu messen. Wir können mit unserer Lösung aber beispielsweise nachweisen, dass ein Nutzer ein echter Mensch ist, denn er kauft beispielsweise etwas in einem Online-Shop.

Bots kaufen nichts. So können Werbetreibende sicher sein, wenn sie relevante persönliche Daten kaufen, dass diese wirklich von echten Menschen stammen.

Ein Bot klickt zwar viel, aber kauft nichts. Daher ist die Wahrscheinlichkeit ab dem ersten Kauf sehr groß, dass es sich um einen Menschen handeln muss.  

Julian Leitloff

CEO - Fractal

Data Staking belohnt Nutzer für ihre Daten

Blockchainwelt: Wie viele Nutzer habt ihr, wie breit ist eure Lösung bereits am Markt platziert?

Julian: Eine halbe Million Nutzer haben eine Fractal ID. Allein unser Partner Eyeo ist auf über 200 Millionen Geräten installiert, sodass wir von einem kräftigen Wachstum ausgehen.

Blockchainwelt: An wen richtet sich euer Angebot genau? Alle Endbenutzer oder Nutzer im Internet?

Julian: Mit der Fractal Wallet richten wir uns nicht nur an Blockchain-begeisterte User. Wir geben Nutzern einen Anreiz, ihre Daten zu Teilen, ohne den Datenschutz zu gefährden. Dieses Konzept nennen wir Data Staking.

Für das Nutzerwachstum sprechen wir mit Ad-Blockern, andere Anbieter von Wallets sowie Anbieter von Extensions an. Im Moment konzentrieren wir uns darauf, so viele Leute wie möglich an Bord zu holen, damit wir zusammen ein gewisses Mitspracherecht am Markt erreichen.

Fractal Bridging the gap
Quelle: www.medium.com

Blockchainwelt: Was ist mit Data Staking gemeint?

Julian: Wir belohnen aktive Nutzer mit dem Fractal Token FCL. Aktiv bedeutet für uns, dass sie mit der Wallet viel im Internet surfen und ihre Daten zur Verfügung stellen. Wir sprechen dann von Data Staking.

Geht man davon aus, dass persönliche Daten einen reellen Gegenwert von 40 bis 200 € haben, dann ist es nur fair, wenn Nutzer eine Belohnung dafür erhalten.

Die Fractal Wallet ist der Ausgangspunkt der digitalen Identität, eine Ethereum-Adresse. Anders als aber beim Cookie, werden die Daten nicht für jede/n einsehbar und abrufbar aufbewahrt, sondern beim Nutzer selbst.

Nutzer entscheidet, wer Daten bekommt

Blockchainwelt: Was sind die Motivationsfaktoren für Nutzer bei Fractal?

Julian: Die volle Kontrolle über die persönlichen Daten zu erhalten und vom Produkt der Datenökonomie zum aktiven Teilnehmer zu werden.

Persönlich ist meine Motivation sicherzustellen, dass solche Anbieter auch bezahlt werden, die ein kostenloses Internet ermöglichen – also die Blogger, Journalisten und App-Entwickler.

Ich möchte selbst darüber entscheiden, welche Daten geteilt werden und bin auch bereit dazu, solange meine Identität bewahrt wird.

Blockchainwelt: Ist es nicht ein Widerspruch für Blockchain-begeisterte User, sich mit ihren vollen Daten zu identifizieren?

Julian: Den Widerspruch lösen wir aber auf, das ist nur auf den ersten Blick widersprüchlich. Nehmen wir das Beispiel in der Disko. Dort geht eine Person rein und muss ihren Ausweis dem Türsteher zeigen, damit dieser das Alter und die Identität verifizieren kann.

Anschließend geht diese Person in die Disko und wechselt nach ein paar Stunden die Lokalität. Erneut muss diese Person am Eingang den Ausweis vorzeigen, um hereingelassen zu werden. Mit hoher Wahrscheinlichkeit hat der Türsteher bereits wenige Momente nach der Begegnung vergessen, was auf dem Personalausweis stand.

Er hat keine Kopie davon angefertigt, keinerlei Daten gespeichert. Es gibt also eine vertrauensvolle Umgebung mit fast 100 %-iger Anonymität. In der ersten Disko hat keiner Kenntnis darüber, dass die Person noch eine weitere Lokalität aufsucht. Die beiden Kontrollen des Ausweises laufen vollkommen getrennt voneinander ab.

In der zweiten Disko kann es auch sein, dass der Führerschein vollkommen ausreicht. Damit teilt die Person also völlig unterschiedliche Daten mit verschiedenen Instanzen und kann trotzdem anonym bleiben.

Kooperation von Fractal mit Eyeo

Blockchainwelt: Du erwähntest bereits Kooperationen, wie zum Beispiel mit Eyeo. Kannst du uns dazu näheres berichten?

Julian: Natürlich. Bekannter ist Eyeo mit ihrem Produkt Adblock Plus. Adblock Plus ist ein kommerzielles Angebot zur Unterdrückung von überbordender Werbung auf Webseiten. Es geht um einen nachhaltigen Austausch zwischen Online-Nutzern, Werbetreibenden und Publishern.

Fractal und Eyeo
Quelle: www.medium.com

Gemeinsam mit dem Unternehmen forschen und entwickeln wir neue Open-Source-Standards für den Datenaustausch. Dazu kombinieren wir das Produkt Crumbs von Eyeo mit der Technologie von Fractal zur Überprüfbarkeit von Daten.

Nutzer sollen Zugang zu einem Tracking-freien Internet erhalten und gleichzeitig den Anforderungen an den Datenschutz entsprechen.

Wir lösen damit proprietäre Datensilos auf und entwickeln eine zweckmäßige Infrastruktur für den Daten- und Werteaustausch.

Mit der gemeinsamen Vision, Daten zu demokratisieren und den Nutzern mehr Kontrolle über ihre Privatsphäre zu geben, bietet diese Partnerschaft die Möglichkeit, gleiche Wettbewerbsbedingungen für die Datenverfügbarkeit in der Werbebranche zu schaffen.

Julian Leitloff

CEO Fractal

Unternehmen wollen zielgerichte Werbekampagnen

Blockchainwelt: Ist das nicht ein herber Verlust für Werbetreibende, wenn der Nutzer jederzeit seine Einwilligung zurückziehen kann? Wie ist sichergestellt, dass das Geschäft mit Werbung auch weiterhin profitabel bleibt?

Julian: Es gilt schon lange nicht mehr das Prinzip von möglichst viel Traffic, sondern Unternehmen wünschen sich zielgruppenorientierten Traffic. Weil aber nur Facebook und Google diese Daten haben, schlagen sich Publisher mit immer geringeren Margen rum oder drücken lieber Teil der Marge ab.

Mit dem Fractal Protocol können beide Seiten profitieren. Denn der Benutzer kann seine Daten monetarisieren und behält gleichzeitig die volle Kontrolle über diese.

Außerdem unterstützen wir damit die zukünftige Form des kostenlosen Internets mit einer dezentralen Stelle, der Blockchain, als technologische Basis für die Identitätsprüfung.

Blockchainwelt: Welche Rolle spielt die Blockchain?

Julian: Die Blockchain ist eine vertrauenswürdige, gemeinsame Quelle der Wahrheit. Obwohl der Nutzer die Daten selbst auf dem eigenen Rechner verwahrt, kann so sichergestellt werden, dass sie nicht einfach gefälscht sind. Das ermöglicht erst, dass wir nicht mehr auf zentrale Datensilos angewiesen sind, um die Datenvalidität sicherzustellen.

Blockchainwelt: Wie finanziert sich Fractal?

Julian: Wie viele Open Source Unternehmen bieten wir Services rund um das kostenlose Produkt an. Wir haben selbst eine Wallet entwickelt, die wir Nutzern zur Verfügung stellen.

Außerdem ermöglicht uns die Tokenökonomie, das Protokoll zu bauen. Das ist wie ein großer Vorschuss, damit wir eine kostenlose Infrastruktur schaffen.

Mainnet von Fractal kommt

Blockchainwelt: Ein Blick in die Zukunft, auf was dürfen wir uns freuen?

Julian: Am 05. Oktober dieses Jahres geht das Testnet in das Mainnet über. Das heißt, dann ist das Produkt am Markt und Nutzer können anfangen, ihre Datenhoheit zurückzuholen.

Bis dahin ist noch viel zu tun. Dann kommt es auch darauf an, noch mehr Partner dazu zu holen. Darum werden wir uns direkt mit dem Start des Mainnets kümmern.

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