Fidelity beantragt Bitcoin ETF – Genehmigung der SEC steht noch aus

Bitcoin ETF

Der weltweit tätige Vermögensverwalter Fidelity mit Sitz in Boston, Massachusetts ist einer der Big Player im Finanzbereich. Lag der Fokus in der Vergangenheit klar auf klassischen Anlageprodukten, scheint Fidelity seine Fühler auch in den Krypto-Markt zu stecken. Einem aktuellen Antrag zufolge plant der Vermögensverwalter nun einen eigenen Bitcoin Trust. Eine entsprechende Genehmigung hat Fidelity bereits bei der Securities and Exchange Commission (SEC) gestellt. Sollte der Antrag durchgehen, wäre es der erste Bitcoin ETF in den Vereinigten Staaten. In der Vergangenheit scheiterten alle Versuche, einen Indexfonds auf die nach Marktkapitalisierung größte Kryptowährung zu platzieren.

Fidelity will ersten Bitcoin ETF in den USA auf den Markt bringen

Am Mittwoch ging bei der amerikanischen Finanzaufsichtsbehörde SEC ein Antrag des Vermögensverwalters Fidelity ein, welcher die Einführung eines Bitcoin ETFs prüfen lassen will. Der Indexfonds trägt die Bezeichnung Wise Origin Bitcoin Trust und er wäre – eine entsprechende Genehmigung vorausgesetzt – der erste ETF auf den Bitcoin (BTC). Der Fidelity Bitcoin ETF bildet die tagesaktuelle Entwicklung der führenden Kryptowährung auf Grundlage des Fidelity Bitcoin Index PR ab. Dieser Index ist ein Zusammenschluss aus verschiedenen Kursdaten, welche den Preis möglichst genau nachbilden sollen. Fidelity selbst beschreibt seinen Trust als ein „direktes Engagement in Bitcoin“. Der Vermögensverwalter bewertet die Anteile des Trusts tagesaktuell nach derselben Methode, welche auch zur Berechnung des Index herangezogen werden.

Das Depotgeschäft läuft über die eigene Hausbank Fidelity Digital Asset Services. Generell verteilt sich die Verwaltung, Vermarktung und das Sponsoring auf mehrere Tochtergesellschaften des amerikanischen Vermögensverwalters. Präsident des börsengehandelten Fonds ist Peter Jubber, der sich auch schon als Leiter des Fidelity Digital Funds verantwortlich zeigt. Das Unternehmen aus Boston will vor allem seinen institutionellen Kunden einen einfacheren Zugang zum Krypto-Markt verschaffen. Ein gewohntes Maklerkonto soll darüber hinaus den Einstieg unkompliziert gestalten. Dadurch sollen sich „potenzielle Einstiegshürden oder Risiken“ vermeiden lassen. Sollte die Securities and Exchange Commission den Trust zulassen, wäre es der erste Krypto-ETF, welcher in den Vereinigten Staaten auf den Markt kommen darf. Bislang blockte die SEC jeden Antrag aufgrund verschiedener Bedenken umgehend ab.

Krypto-ETF immer wahrscheinlicher – Fidelity als Zünglein an der Waage?

Im Nachbarland Kanada sind die Behörden offenbar deutlich offener, was die Einführung von börsengehandelten Indexfonds auf Bitcoin und Co anbetrifft. In der jüngeren Vergangenheit wurden in Kanada zwei Bitcoin ETFs genehmigt. Der Purpose Bitcoin ETF erreichte bereits kurz nach dem Start ein Volumen im dreistelligen Millionenbereich. Mit Fidelity wagt nun auch ein Schwergewicht aus der Finanzszene den Vorstoß und will mit einem strukturierten Konzept auch die amerikanischen Aufsichtsbehörden überzeugen. Der Vermögensverwalter mahnte bereits in der Vergangenheit, dass die Entwicklungen auf dem Anleihenmarkt viele Finanzdienstleister dazu zwingend würden, sich nach neuen Alternativen umzusehen. Mit dem Wise Origin Bitcoin Trust macht das Unternehmen nun offenbar ernst.

Dass Fidelity im Allgemeinen als Krypto-freundlich gilt, liegt vor allem daran, dass der Vermögensverwalter bereits in der Vergangenheit Mining von Bitcoin und Ether (ETH) betrieben hat. Nachdem Goldman Sachs bereits in der vergangenen Woche einen ETF beantragt hat, welcher indirekt in BTC investiert, steigt der Druck auf die Aufsichtsbehörden immer weiter. Mit Fidelity steht nun auch einer der größten Vermögensverwalter der Welt auf dem Programm. Es dürfte daher nur noch eine Frage der Zeit sein, bis die SEC den ersten Antrag genehmigt.

Fazit: Fidelity drängt mit Bitcoin ETF auf den Markt – Genehmigung steht noch aus

Nachdem es in der Vergangenheit bereits einige Finanzdienstleister versucht haben, versucht es mit Fidelity einer der größten Vermögensverwalter der Welt erneut mit einem Bitcoin ETF. Bislang scheiterte jeder Antrag aufgrund unzureichender Anti-Geldwäschemaßnahmen und der unkontrollierbaren Volatilität des Bitcoins. Sollte es Fidelity dennoch gelingen, den Wise Origin Bitcoin Trust herauszubringen, wäre es der erste dieser Art. Noch steht die Entscheidung der Aufsichtsbehörde SEC nicht fest, wird aber mit Spannung von vielen Marktbeobachtern erwartet.

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