Erste, dezentrale Krypto-Fiat Brücke von Nimiq (NIM) kurz vor Marktreife

OASIS - Krypto/FIAT Brücke von Nimiq

Krypto-Fans kennen das: Man erklärt, begeistert und schafft Interesse für Bitcoin und Co., aber schwierig wird es dann bei der Frage „Wie steige ich ein?“

Über die Jahre ist das Bitcoin-Ecosystem bedeutend gewachsen und hat vor allem bei der Nutzerfreundlichkeit massiv zugelegt. Detailwissen ist nicht mehr notwendig, um über Coinbase et al. ein Konto zu eröffnen und Coins, beispielsweise per Kreditkarte, zu kaufen.

Doch diese Convenience ist teuer erkauft. Häufig ist ein vollständiges KYC (Know Your Customer) Verfahren für den Kauf notwendig und die Keys bleiben meist in Händen des zentralisierten Anbieters.

Eine Bank und ein Kryptoprojekt versprechen Lösung

Eine Kooperation zwischen der deutschen WEG Bank AG, bzw. deren Fintech Sparte, die TEN31 Bank, und dem ebenfalls deutsch-stämmigen Kryptoprojekt, Nimiq, scheint nun kurz vor dem Release einer Lösung zu stehen.

Das vollmundige Versprechen: Direkter Kauf und Verkauf von BTC und NIM per SEPA Überweisung – ohne zusätzlichen KYC-Prozess und das auch noch dezentral.

Ermöglichen soll das „OASIS“, ein von Nimiq entwickeltes Protokoll. Dieses Protokoll, vergleichbar mit einem komplexen Regelbuch, simuliert die Funktionsweise einer Blockchain und soll sich beinahe universell einbinden lassen. Der vielversprechendste Einsatz: Die Integration durch eine Bank.

Euro sollen sich so wie Token nutzen lassen. Die Spielregeln sind die der Blockchain, der wesentliche Unterschied: Durchgesetzt werden sie von der Bank.

Quelle: https://nimiq.com/oasis

Bitcoin könnte schon bald per Überweisung gekauft werden

So entsteht die Möglichkeit, Euros programmatisch anzusprechen und in Smart Contracts einzubeziehen – etwas, das zuvor ausschließlich Token vorbehalten war. Mit so einer Smart Contract Konstruktion sollen Besitzer eines europäischen Kontos nun also dezentral und per Überweisung Krypto kaufen und verkaufen können.

Aktuell ist der Service – genannt Fastspot – noch nicht öffentlich zugänglich, das Produkt wurde aber bereits als „Closed Beta“ von einigen YouTubern getestet.

Die Videos zeigen einen anmeldefreien Prozess, an dessen Ende eine IBAN, die zu der Bank gehört, und ein Euro-Betrag, der zu überweisen ist, stehen. Nachdem der Betrag aus dem Online-Banking heraus angewiesen wurde, erscheint tatsächlich und nach nur wenigen Sekunden eine eingehende Transaktion auf der angegebenen BTC-Adresse.

Der Prozess funktioniert ohne zusätzliches KYC und Anmeldung, da der Nutzer durch das Bankkonto bereits identifiziert ist. Nicht mal die Angabe einer E-Mail-Adresse scheint nötig.

Krypto und DeFi für jedermann?

Es könnte sich hierbei tatsächlich um einen Durchbruch handeln, wenn das Kaufen und Verkaufen von BTC, NIM und perspektivisch weiteren Coins tatsächlich so einfach gemacht wird.

Möglich, dass eine der zentralsten Barrieren der Massenadaption von Kryptowährungen – der komplizierte Zugang – so überwunden werden kann.

Gerüchten zu Folge soll Ethereum bereits kurz nach Release integriert werden. Neben einem denkbar einfachen Einstieg in die Kryptowelt generell, könnten also auch die Implikationen für DeFi immens sein.

Öffnet sich hier gerade und beinahe heimlich die Tür für eine neue Klasse von Finanzprodukten, die über die Grenze zwischen Blockchainwelt und konventioneller Finanzbranche hinweg arbeiten?

Durchbruch oder heiße Luft?

Das Release von Fastspot ist für Q4 2020 angekündigt. Es bleibt abzuwarten, ob und wie nutzbar der Service letztendlich sein wird. Es wäre nicht das erste Mal, dass sich hochfliegenden Ankündigungen, befeuert durch den DeFi Hype, als leere Versprechen herausstellen.

Abgesehen davon, ob Fastspot den versprochenen Service liefert, ist auch unklar was für Limits für das Kaufen und Verkaufen gelten werden und welche Gebühren anfallen.

Laut Nimiq sollen die Gebühren exklusiv genutzt werden, um NIM Coins vom Markt zu kaufen. Auch hierbei bleibt abzuwarten, ob die Verquickung mit der Kryptowährung aus Deutschland einem allgemein nützlichen Service entgegensteht.

Mit Nimiq ist immerhin ein etabliertes Projekt mit technischem Schwerpunkt in der Verantwortung, das bisher eher durch Substanz als durch Hype aufgefallen ist.

Die TEN31 Bank ist zwar noch eher ein Newcomer, dem es aber in vergleichsweise kurzer Zeit gelungen ist, ein schlagkräftiges und prominent besetztes Netzwerk (Litecoin, Salamantex, etc.) um sich zu versammeln.

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