Codex revolutioniert den Handel mit Kunstobjekten und Sammlerstücken

Ein junges Startup namens Codex plant mithilfe der Blockchain-Technologie den Kunsthandel zu revolutionieren. Damit könnten viele der großen Probleme von Auktionshäusern, Kunstliebhabern und Sammlern der Vergangenheit angehören. Einige vielversprechende Investoren und mögliche Partner haben bereits ihr Interesse an dem Projekt bekannt gegeben.

 

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Kunstbranche und Auktionshäuser haben mit einigen Problemen zu kämpfen

Die Kunstbranche hatte immer mit einigen Problemen und Sicherheitsrisiken zu kämpfen. Zu den größten Herausforderungen für Auktionshäuser und Kunsthändler gehören:

1. Die Überprüfung der Authentizität von Kunstobjekten
Der wahre Wert eines Kunstobjektes bemisst sich ein seiner Echtheit. Bisher muss die Herkunft eines Kunstobjektes oft in mühsamer Handarbeit recherchiert und überprüft werden. Bei sehr alten und seltenen Stücken kann der lückenlose Nachweis mitunter schwierig sein. Wenn die Dokumentation nur analog auf dem Papier vorliegt, ist der Nachweis besonders erschwert. Diesen Schwachpunkt können sich Kunstfälscher und Betrüger zunutze machen, um ihre Fälschungen zu verkaufen.

2. Der Nachweis von Besitzansprüchen
Dieses Problem steht im engen Zusammenhang mit dem vorherigen. Viele Kunstsammler sträuben sich davor den Besitz eines Kunstobjektes in einer öffentlichen oder zentralen Stelle anzumelden. Die Gründe hierfür sind durchaus nachvollziehbar, denn sie befürchten die Verletzung ihrer Privatsphäre und die Offenlegung ihrer Vermögenswerte. Doch diese Geheimhaltung führt zu den oben genannten Lücken und begünstigt die Arbeit von Betrügern.

3. Die Balance zwischen Anonymität und Vertrauen
Viele Auktionshäuser verlangen von ihren Kunden, bevor sie an einer Auktion teilnehmen können, Angaben über die finanziellen Hintergründe. Denn die Auktionshäuser verlieren regelmäßig Einnahmen, weil Bieter plötzlich vom Kauf zurücktreten. Einige potenzielle Bieter lehnen die erforderlichen Offenlegungen jedoch ab, da sie ihre Privatsphäre schützen wollen. Laut Codex werden außerdem bis zu 20 Prozent der neuen Antragsteller abgelehnt, insbesondere internationale Käufer und Inhaber von Kryptowährungen, die keine übersetzten oder überprüfbaren Finanzdaten vorweisen können.

 

 

Das Codex Protokoll kann diese Probleme lösen

Codex schlägt die Einführung eines dezentralen Hauptbuches vor. Diese dezentrale Datenbank würde beiden Seiten einer Transaktion direkten Zugang zu Herkunftsinformationen gewähren, einschließlich der Identität des Objekts, die Dokumentation des Besitzes und seine Authentizität. Gleichzeitig bleibt die Identität des Besitzers geheim, was für wohlhabende Sammler und Kunstliebhaber ein wichtiges Thema ist.

Die Blockchain, die codierte Informationen über mehrere Knoten speichert und verifiziert, kann außerdem die Kosten erheblich senken, da ein Vermittler nicht mehr nötig ist. Trotz Anonymität kann damit eine Vertrauensbasis zwischen Käufer und Verkäufer erzeugt werden, da die Anwendung der Blockchain eine größtmögliche Transparenz für alle Beteiligten bietet.

Codex hat eine Anwendung für die Blockchain entwickelt mit dem Namen Biddable. Die Software ermöglicht es auch mit Kryptowährungen bei Auktionen mitzubieten. Damit wird der Kunsthandel für eine breitere Gruppe als Investment interessant und Auktionshäuser müssen keine potenziellen Kunden ablehnen.

Außerdem sorgt die Software dafür, dass bei jeder Transaktion von Kunstobjekten die Provenienz und alle weiteren relevanten Daten automatisch auf die Blockchain übertragen werden. So können zukünftige Käufer das Werk authentifizieren und es wird für jedes Objekt ein Datensatz erstellt. Damit kann das Stück jederzeit in der Blockchain gesucht und überprüft werden. Das Einschleusen von Fälschungen bereits dokumentierten Objekten wäre unmöglich.

 

Codex Partner und Investoren

Das junge Startup wird von vielen Seiten unterstützt. Der CEO Mark Lurie und Jess Houlgrave, COO des Unternehmens konnten einige institutionelle und namhafte Investoren für ihr Fundraising gewinne, um die Entwicklung des Protokolls voranzutreiben. Unterstützt wird Codex von Bessemer Venture Partners und FJ Labs. Das Codex-Konsortium besteht unter anderem aus LiveAuctioneers.com und AuctionMobility.com

Außerdem hat die US-Investment Firma Pantera Capital eine Investition von 5 Millionen US-Dollar angekündigt. Pantera Capital ist eine Investmentgesellschaft, die sich ausschließlich auf Ventures, Tokens und Projekte rund um Blockchain, Kryptowährungen und Krypto-Assets konzentriert. Einige Projekte in die Pantera bereits investiert hat, sind ShapeShift, Ripple, Bitstamp und OmiseGo.