Boson Protocol ermöglicht dezentralen Handel physischer Produkte

Boson Protocol

Seit dem Launch von Ethereum wurde die Tokenisierung von Vermögenswerten auf einer Blockchain stark vorangetrieben. Dabei standen meist „Fungible Token“ im Mittelpunkt. Fungible Token sind gleichwertige, untereinander austauschbare Token. Denen gegenüber stehen die Non-Fungible Token (NFT). Diese sind einzigartige, nicht gegenseitig austauschbare Token. Non-Fungible Token erlangten durch CryptoKitties eine breitere Aufmerksamkeit.

Für austauschbare Token gibt es bereits ein großes Blockchain-Ökosystem. Nun machen sich immer mehr Projekte auf, neue Anwendungsfälle für NFTs zu schaffen und die Tokenisierung einzigartiger Wertgegenstände voranzutreiben.

Eines dieser Projekte ist das Boson Protocol. Das Vorhaben ermöglicht den dezentralen Handel von sogenannten „Non-Fungible Voucher Token“ (NFVT). Das sind Gutscheine in Form von Token, die gegen physische Produkte eingetaucht werden können. Die nächste Stufe der Tokenisierung!

Boson Protocol NFVT

Am 2. November 2020 machte das Boson Protocol durch Schlagzeilen auf sich aufmerksam. Wie mehrere Medien berichteten, wurde eine Investmentrunde erfolgreich abgeschlossen. An der Finanzierungsrunde waren das führende Venture Capital Unternehmen Outlier Ventures sowie der Gründer des Ocean Protocol, Trent McConaghy, beteiligt. Mit den zugesagten 350 Tausend US-Dollar soll das Boson Protocol Team erweitert und der Aufbau eines funktionierenden Pilotprojektes vorangetrieben werden.

Das Boson Protocol

Das Boson Protocol hat es sich zum Ziel gesetzt, Smart Contracts mit dem Handel realer Wertgegenstände zu verbinden. Damit sollen die Bausteine für die nächste Generation von dezentralen Handelsanwendungen (Next Generation Decentralized Commerce Applications) geschaffen werden.

Im Mittelpunkt steht eine Lösung, mit der einzigartige Token gegen reale physische Gegenstücke eingelöst werden können.

Die auf Ethereum beruhende Lösung basiert auf Token-Gutscheinen, die als Anspruch auf das zugrunde liegende physische Produkt gelten. Die NFVTs stellen eine wechselseitige Übertragungsurkunde zwischen Käufer und Verkäufer dar, die garantiert, dass der Austausch des physischen Gutes ordnungsgemäß erfolgt. Belohnungsanreize sollen dabei positives Verhalten aller Teilnehmer sicherstellen, sodass der dezentrale Handel reibungslos funktioniert. Vergleichbar mit einer dezentralen Tauschbörse (DEX) für physische Vermögenswerte.

Boson Protocol

Anwendungsfälle

Das Projekt plant eine breite Palette von Anwendungsfällen bereitzustellen. Von der Möglichkeit für Benutzer, so unterschiedliche Artikel wie Autos und Lebensmittel zu kaufen, bis hin zu Krypto-Börsen oder Krypto-Kreditkartenanbietern, die reale Belohnungen mit Token-Gutscheinen gewähren können.

So böte beispielsweise ein Blockchain-basiertes Treueprogramm die Möglichkeit, Belohnungen wie Tickets oder T-Shirts direkt in Wallets auszugeben.

Brücke zu DeFi durch Smart Contracts

Das Projekt ist so konzipiert, dass es mit DeFi-Projekten zusammengesetzt werden kann.

Die wichtige Brückenfunktion besteht darin, die physische Welt mit DeFi zu verbinden, sodass Benutzer physische Waren und Dienstleistungen direkt über einen Smart Contract kaufen können.

Boson Protocol Smart Contracts

Fazit: Boson schafft neue Weichen bei Tokenisierung

Das Vorhaben des Boson Protocol klingt sehr vielversprechend. In Zukunft wird die Digitalisierung von Vermögenswerten und physischen Produkten weiter zunehmen. Bei diesem Trend spielt die Tokenisierung eine entscheidende Rolle.

Die Tatsache, dass die Token-Gutscheine von Boson mit wirklich existierenden Artikeln gedeckt sind, hat das Potenzial für eine nachhaltige Entwicklung. Denn der tatsächliche Wert vieler Token, die nur digital existieren ist noch nicht abschließend geklärt. Doch der Anspruch auf ein reales Produkt könnte auch Blockchain-Skeptiker überzeugen.

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