Die Blockchain löst das Sharing Versprechen ein

Die Sharing Economy verspricht weniger Ressourcenverbrauch durch gemeinsame Nutzung. Ein signifikanter Teil der Einsparungen geht bisher an Vermittler wie Airbnb, Uber oder auch eBay. Blockchains können die Vermittlungskosten drastisch senken und solche Vermittler sogar überflüssig machen. Neben Gütern wie dem Wohnraum oder Auto wird das Sharing dann auch bei Ressourcen wie der Rechenleistung des privaten PC, der Zeit für die Durchführung einer Umfrage oder personenbezogenen Daten möglich.

 

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Blockchain Sharing

 

Was bedeutet Sharing Economy unabhängig von Blockchains?

Der Begriff Sharing Economy oder Shareconomy ist missverständlich und nur unscharf definiert. In den gebräuchlichsten Verwendungen hat er mit uneigennützigem Teilen etwa so viel zu tun, wie eine Martinsgans mit dem ehemaligen Bischof von Tours, der als Soldat seinen Mantel mit seinem Schwert geteilt hat, um eine Hälfte einem frierenden Bettler zu geben. Der Shareconomy geht es zwar um ein Ressourcen schonendes Wirtschaften, aber mindestens ebenso um einen auch finanziellen Gewinn der beteiligten Parteien. Das gilt aber zum Beispiel ebenso für den älteren Begriff Shareware, einer Form der Software-Lizenzierung, bei der die Gebühren durch den Nutzer nur bei Gefallen und freiwillig zu entrichten sind.

 

Wie verändern Blockchains die Shareconomy?

Die Sharing Economy ermöglicht es Ihnen, Ihr privates Eigentum gewinnbringend einzusetzen, damit die Investitions- und gegebenenfalls Unterhaltskosten zu senken sowie anderen eine ebenfalls kostengünstige Nutzung der Güter zu ermöglichen. Sie gibt Ihnen also die Möglichkeit, als Privatmensch in kleinem Rahmen wirtschaftlich tätig zu werden. Als Mini-Freelancer sozusagen. Die bereits im Beitrag zum Einfluss von Blockchains auf den Arbeitsmarkt für Freelancer genannten Aspekte gelten daher auch im Zusammenhang mit einer Shareconomy. Smart Contracts vereinfachen den Abschluss und die Kontrolle von Verträgen, das nötige Vertrauen zwischen den Vertragspartnern kann die Blockchain auch ohne zentrale Instanzen wie die vermittelnden Online-Plattformen oder Banken herstellen.

 

 

Eine „echte“ Sharing Economy

Die Rolle, die kommerzielle Dienstleister bei der Vermittlung spielen, ist ein Grund für Kritik, die der Begriff Sharing Economy hervorgerufen hat. Durch die Reduzierung der Transaktionskosten oder den vollständigen Ausschluss von Vermittlern macht der Blockchain-Einsatz Systeme möglich, die selbst der schärfste Kritiker als echte Sharing Economy bezeichnen muss. Aufgrund der geringen Kosten, die das Vermitteln von Güteraustausch oder Dienstleistungen über eine Blockchain-Infrastruktur verursacht, haben gemeinnützige Organisationen viel bessere Chancen, als Vermittler in einer Shareconomy aufzutreten.

Neben dem Sharing als reiner Peer-to-Peer Lösung, die durch Blockchains möglich wird, dürfen sich auch solche, nichtkommerziell vermittelten Transaktionen als „wahre“ Sharing Economy bezeichnen. Diese Unterscheidung ist aber nur bei einer strengen Auslegung des Begriffs relevant, denn wie bereits erwähnt impliziert das englische Wort Sharing nicht unbedingt ein uneigennütziges Handeln.

 

Ist Sharing das bessere Besitzen?

Es gibt Fundamentalisten, für die ist jedes Eigentum Diebstahl. Für andere ist der Privatbesitz das Nonplusultra. Eine weniger ideologischen Herangehensweise lässt erkennen, dass sowohl das Besitzen, wie das Teilen, jeweils einen eigenen Wert hat. Ein eigenes Auto bietet Ihnen die Möglichkeit, jederzeit irgendwo hin zu fahren. Teilen Sie es mit anderen, dann ist eine Absprache nötig und es kann sein, dass das Fahrzeug nicht frei ist, wenn Sie es nutzen wollen. Trotzdem kann das Sharing attraktiv sein, wenn die Unterhaltskosten hoch sind, Sie das Auto selten benötigen oder beispielsweise viel Zeit mit der Suche nach Parkplätzen verbringen. Blockchains reduzieren den Aufwand und senken die Kosten für das Teilen. Damit kann sich eine Sharing Economy besser durchsetzen.

 

Shareconomy als unkomplizierter Einstieg in die Kryptowährung

Wenn Sie Ressourcen wie Rechenpower, Speicherplatz auf Ihrer Festplatte, Ihre Daten oder etwas von Ihrer Zeit auf Blockchain basierten Online-Marktplätzen verkaufen, bietet Ihnen das auch einen risikoarmen Einstieg in die Welt der Kryptowährungen. Sie brauchen dann keine harten Euros für die digitalen Münzen ausgeben, sondern erhalten sie für Ihre eingetauschten Güter oder Dienste. So kann die Sharing Economy auch die Blockchain Nutzung fördern.